Xagobah

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Der Planet Xagobah war eine der ersten Kolonien gewesen, welche die Antiker in der Milchstraße gründeten. Xagobah war ein Planet, der zum großen Teil von einer Ödlandschaft und Sümpfen bedeckt war. Im Gegensatz zu den anderen Planeten in seinem System, war er dort die einzige bewohnbare Welt. In den Bergen befanden sich viele Höhlen, welche von einem Wandervolk bewohnt wurden, das vor einigen Jahren auf den Planet kam. Dieses Volk bildete daraufhin die dominante Spezies auf diesem Planeten. Die Interessen der Menschen beschränkten sich auf Handeln und den Abbau von Ressourcen aus den Bergen. Allen fremden Dingen, die sie nicht verstehen konnten oder für die sie keine Erklärung hatten, wie zum Beispiel dem Stargate, begegneten sie mit größtem Misstrauen. Als eine über Millionen von Jahre bewohnte Antikerkolonie fanden sich auf Xagobah besonders viele Relikte ihrer Kultur wieder, besonders Technologie aus der Ära, in der die Destiny gebaut wurde.


Daten

  • Koordinate: Nonant 1, Sektor 47/36
  • Status im Reich der Finsternis: Zone 3 / J'trew / Gruftwelt
  • Sonnen: 1
  • Monde: 0
  • Durchmesser: ca. 15.400 km
  • Bevölkerung: ca. 90.000 Menschen und 10.000 Jaffa
  • Siderische Umlaufzeit: 380,573 Tage
  • Tageslänge: ca. 90,7 Stunden
  • Stargateposition: Das Stargate befand sich einst im Südwesten des größten Gebirges, rund 40 Kilometer tief in der Ebene von Dunai. Nach der Eroberung durch Goa'uld wurde das Chaapa'ai in ein Tal des großen Gebirges verlegt, wo auch eine große Militäranlage errichtet wurde, und zusammen mit einem anderen Tor auf eine J'trew-Plattform gestellt.
  • Aufbau der Atmosphäre:
    • Stickstoff: 73,6%
    • Sauerstoff: 25,65%
    • Kohlenstoffdioxid: 0,5%
    • Sonstiges: 0,25%


Geschichte

Vor rund 50 Millionen Jahren kamen die Antiker in die Milchstraße und breiteten sich dort aus. Die Welt Xagobah gehörte zu den Planeten, die sehr früh ein Sternentor erhielt und bereits in den ersten 100 Jahren nach ihrer Ankunft von den Antikern besiedelt wurde. Mit dem Ausbruch einer Seuche verließen die Antiker jedoch die Galaxis und ließen vieles von ihren Errungenschaften auf Xagobah zurück.

Um 500 vor der irdischen Zeitrechnung löste auf einer anderen Welt ein menschliches Wandervolk das Geheimnis des Sternentores und schaffte es nach vielen versuchen zufällig Xagobah anzuwählen. Sie siedelten sich in einer fruchtbaren Graslandschaft Xagobahs an. Bis 20 vor der irdischen Zeitrechnung verschlechtern sich die klimatischen Bedingungen auf dem Planeten dramatisch. Westlich der größten Berge des größten Kontinents vertrocknete das Land. Auf der anderen Seite sorgen Regenfälle für die Entstehung von Sümpfen. Menschen siedelten sich in mehreren Städten auf Erhöhungen in der Sumpflandschaft an.
Durch die folgenden Unwetter wurden die Lebensbedingungen auf diesem Planten immer schlechter und die komplette Bevölkerung evakuierte den Planeten zurück zu ihrer Heimatwelt. Zurück blieb eine öde Landschaft.

Rund 500 nach unserer Zeitrechnung wurde das Stargate wieder aktiviert und ein neues Menschenvolk namens Selmar kam nach Xagobah. Es waren Nomaden, die ihre einstige Heimatwelt in Folge von Dürre und Hungersnot verließen. Ein anderes Menschenvolk, das raumreisend war, hatte ihnen mehrere Koordinaten für das Sternentor gegeben, und obwohl die Selmar sich vor der Technologie fürchteten, zogen sie durch das Tor nach Xagobah. Nach langen Erkundungen wurde ihnen bewusst, dass der Planet unbewohnt war und sie begannen sich in den Bergen nomadisch zu bewegen. Nach 50 Jahren wagte es ein Selmar, die Sumpflandschaft zu betreten und fand dabei ein ihm fremdes Artefakt, welches er mit zu den Anderen in die Berge nahm. Das Sammeln alter Antikerartefakte als Handelsgut nahm über die Jahrhunderte immer mehr zu. Bis 768 nach der irdischen Zeitrechnung wurden die ersten Siedlungen im Süden der Bergkette angelegt und der Handel unter den Siedlungen gewann an Bedeutung.

Ab 1200 nach der irdischen Zeitrechnung wurden Wege in den Bergen angelegt, um die einzelnen Siedlungen besser zu verbinden. Auserwählte Selmar kümmerten sich ständig um die Instandhaltung der Wege. Bis etwa um das Jahr 1900 veränderte sich nicht viel auf Xagobah. Die Selmar betrieben den Handel unter sich zogen meist umher. Die Bevölkerung wuchs kaum, da die Nahrungsmittel begrenzt waren. Keiner erinnerte sich mehr daran, warum und weshalb ihr Volk einmal auf diesen Planten gekommen war. Immer mehr Selmar ließen sich in Dörfern nieder, sodass bald zwei Kulturen entstanden: Ein traditionell wanderndes Volk und sesshafte Selmar.

In den 1990er-Jahren wurden die nördlichsten und jüngsten Siedlungen Daronas und Irimis werden gegründet. Sehr spät in der Geschichte der Selmar gingen dann die jungen Männer Daron und Irim nach Norden und gründeten dort die ersten Siedlungen. Sie konzentrierten sich nur auf den Ackerbau und wollten mit den Händlern und Tauschern aus dem Süden nichts mehr zu tun haben. Dutzende Familien siedelten sich in den neu entstandenen Dörfern ab. Ihre Einwohner hatten fast jeglichen Kontakt zu den südlicheren Siedlungen in den Bergen abgebrochen, da sie deren Vorgehen beim Handeln nicht Rechtens fanden.
Einer der bekanntesten Bewohner der Welt ist Peekes, der um das Jahr 1914 geboren wurde und immer noch als Wanderer lebte.
Die Geschichte von Xagobah wurde nie festgehalten und nur wenige Menschen kannten die alten Geschichten noch, die sich die Bewohner der Siedlungen untereinander erzählten. Peekes war der letzte Überlebende Mensch auf diesem Planten, der die Geschichte über Xagobah bis zu ihren Ursprüngen hätte erzählen können.

Im Juli 2014 besuchte erstmals seit Jahrhunderten eine Person durch das Sternentor Xagobah. Es war ein menschlicher Händler von Hebridan, der zuvor alte Aufzeichnungen gekauft hatten, die von der ersten menschlichen Zivilisation Xagobahs stammten. Nach einer mühseeligen Übersetzungsarbeit der lückenhaften Texte fand er Hinweise darauf, wo diese Zivilisation einst eine Kolonie errichtet hatte, und dass dort zuvor bereits ein raumfahrendes Volk gewesen sein musste. In der Hoffnung auf wertvolle Überbleibsel erkundete der Händler die Sternentorumgebung, ohne dort auf Selmar zu treffen. Ende September entdeckte er in der Ödnis einen recht simplen Gegenstand, eine Art Lichtquelle. Der Händler konnte erkennen, dass sie noch funktionierte und selbst wenn es wie eine recht gewöhnliche Sache wirkte, verwies der technologisch sehr komplexe Aufbau darauf, dass es sich um äußerst hochentwickelte Technologie handelte. Als der Händler kurz darauf auf der neutralen Handelsstation Amune in feierlaune und betrunkenem Zustand mit seinem Fund angab, löste er durch seine Unvorsichtigkeit eine Art kurzem Schatzsucherrausch aus. Söldner waren auch die ersten, die so weit vom Stargate entfernt operierten, dass sie auf Selmar trafen und herausfanden, dass diese Artefakte handelten. Es kam zu manchen Raubüberfällen, aber die meisten Söldner stiegen lieber ins Geschäft ein, da die Xabohaner für Verhältnisse sternfahrender Wesen recht wenig für die Artefakte verlangten und es gar besser war, mit erfahrenen Sammlern zusammen in die Wildnis aufzubrechen, um weitere Überbleibsel zu suchen.
Der Schatzsucherrausch einer Hand voll Söldner und Archäologen endete erst, als der Planet bald darauf, ab November 2014 durch Goa'uld unterworfen wurde. Ihren Eroberern konnten die friedliebenden Selmar nichts entgegensetzen. Als die Goa'uld-Fürsten Boreas und Chionedie Kontrolle über Xagobah übernahmen, sollten sie einerseits sicher stellen, dass alle Artefakte von Wert an Seker übergeben wurden, andererseits, dass der Planet zu einem Aufmarschpunkt für Truppen aufgerüstet wurde. Xagobah sollte eine Basis werden, um auch von hier aus das nahegelegene Territorium von Systemlord Ares attackieren zu können. So wurde Xagobah in der Folge zu einem sogenannten J'trew-Stützpunkt nahe Ares Reich umgebaut. Gut ein Jahr später waren beim Sternentor sowohl der Bau einer Festung, mehrerer Landeflächen, einem unterirdischen Bunkerhangar, als auch von Lagern und Kasernen für weitere Truppen weit fortgeschritten.


Oberfläche

Die Oberfläche des Planeten Xagobah.

A) Das Ödland von Xagobah erstreckte sich über grob 40 Prozent des größten Kontinents und wurde die Ebene von Dunai genannt. Im Süden, gut 40 Kilometer tief im Ödland und etwa 50 Kilometer vom Gebirge entfernt, stand das Sternentor. Die nächstgelegenen menschlichen Siedlungen gehörten den sogenannten Westländern. Das Ödnisgebiet war unfruchtbar und trocken, und entstand aus einem großen Landstrich, der einst mit Wiesen und kleinen Wäldern bedeckt gewesen war, bevor um das Jahr 0 das Klima drastisch umschwang. Das Gebiet war unbewohnt, jedoch kamen immer wieder Angehörige der Wandervölker oder der sesshaften Selmar hierher, um nach Artefakten und Gegenständen zu suchen. Auf dem ganzen Kontinent fand man noch Überbleibsel der ersten menschlichen Bewohner.

B) Das Gebirge des größten Kontinents nahm etwa zehn Prozent der Landfläche ein. Es war bis zu 6.800 Meter hoch und kalt. Jedoch ermöglichten die Wolken, die an dem Gebirge 'hängen blieben' und hier viel Regen abließen, dass Menschen am Fuße des Gebirges siedelten und Ackerbau betrieben. Aus diesem Grund lebte fast die gesamte sesshafte Bevölkerung am Fuß des Gebirges oder zog im Fall der Wandervölker in diesem Gebiet von Ort zu Ort.
Es gab mehrere Siedlungen im Gebirge von Xagobah. Im Westen und Süden lebten die meisten Menschen. Erst in den Jahren, die auf die Besiedlungswelle der Selmar folgten, wanderte sie weiter vom im Ödland gelegenen Stargate weg, unter anderem zur Sumpflandschaft.

C) Der große Sumpf nahm etwa die gleiche Fläche ein wie das Ödland. Es war ein sehr gefährlicher Ort, regelmäßig verschwanden hier unvorsichtige Sammler, die dort nach Gegenständen suchten. Trotz der Gefahr wagten sich viele Suchenden hinein, denn dort fand man die meisten und wertvollsten Artefakte, da hier einst die größten Städte des Menschenvolkes gestanden hatten, jender Menschen, die den Planeten wegen seines Klimawandels verlassen hatten. Auch die Meisten der Antiker lebten einst in dem Gebiet, das heute Sumpflandschaft war.

D) Das Meer von Xagobah wurde von den Menschen dieser Welt weder befahren, noch siedelten sie an der Küste. Sie beschränkten sich in ihrem Lebensraum auf die Umgebung des Gebirges und damit auf das Landesinnere. Das Meer war wild und stürmisch, jedoch sehr reich an Fischen. Trotzdem wurde dies von den Selmar nie als Lebensgrundlage erschlossen, die schon immer ein Festlandvolk gewesen waren und sich seit der Kolonisation von Xagobah kaum weiterentwickelt hatten.

E) Die kleineren Kontinente des Planeten waren durch den Klimawandel kaum betroffen, das Wetter dort war mild und angenehm, und die Landschaften fruchtbar und bewachsen. Keiner der Menschen der Selmar hatte sie jedoch jemals betreten.


Fauna und Flora

Während und nach dem großen Kilmawandel starben auf Xagobah viele Tier- und Pflanzenarten aus. Anpassungsfähige Pflanzen konnten mit der Entstehung des großen Sumpfgebietes neue Nieschen für sich nutzen. Kleine säugetierähnliche und reptilienähnliche Kreaturen, manche Arten bis zur Größe einer Katze, waren die einzigen natürlich vorkommenden Landtiere auf dem Hauptkontinent. Dennoch waren darunter auch für Menschen gefährliche Raubtiere, die in Rudeln vor allem in der Ödlandschaft lebten.
Die Selmar brachten bei ihrer Kolonisation mehrere domestizierte Tierarten mit sich, die später auch in der Wildnis vorkamen - darunter auch ein besonders großes, pferdeähnliches Lasttier. Die Selmar nannten es Tarschan. Bis zu zwei Tonnen schwer, mit Geweihen wie ein stolzer Rot-Hirsch, sahen die Tarschan aus ein Hybride aus Bison und Pferd, wobei ihr Körperbau eher dem eines Bisons ähnelte und der längliche Schädel eher dem eines Pferdes. Sie zogen für die Selmar große Karren, arbeiteten in der Landwirtschaft und wurden als große Fleischlieferanten meist geschlachtet, bevor sie etwa zwischen 25 und 30 Jahren das Ende ihres Lebens erreichten. Der Hauptfleischlieferant der Menschen Xagobahs war der sogenannte Gurschy-Hirsch, der eine Schulterhöhe von rund zwei Metern erreichte, ein gewaltiges Geweih wachsen ließ und auf dessen Rücken sich Knorpel-Panzerplatten bildeten. Innerhalb von acht Jahren war der Hirsch ausgewachsen.
Auch die Gurschy waren von den Selmar auf dem Planeten eingeführt worden und ähnlich dem Tarschan und den sogenannten Hoschas-Pferd mittlerweile auch in der Wildnis in großer Zahl zu finden. Die Tarschan, Gurschy und Hoschas verbreiteten sich sehr schnell über den ganzen Kontinent, da es keine Raubtiere gab, die sie reißen konnten. Die Hoschas-Pferde wirkten wie große, bis zu 800 Kilogramm schwere Hirsche, die wie irdische Reittiere benutzt wurden. Durch entrissene Hoschas-Pferde waren wilde Populationen entstanden, die im Sumpfgebiet lebten. Hier fanden sie sich besonders gut zurecht, weswegen domestizierte Hoschas-Pferde auch die bevorzugten Lastentiere für Sammler waren, welche im Sumpf dort nach Artefakten suchten. Hoschas waren im Gegensatz zu den Gurschy intelligenter und lernfähiger, weswegen ihre Rolle als Nahrungslieferant ähnlich der der Tarschan war.


Klima

Das Klima in allen Gebieten Xagobahs reichte zum Überleben der Menschen auf diesem Planeten aus. Das Klima in der Ebene von Dunai war trocken und heiß, dort fand man kaum Schutz vor der Sonne. Im Sumpf herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die für Menschen angenehmsten Witterungsverhältnisse fand man an den Hängen der Berge und in ihren Tälern.


Bevölkerung

Lange nach den Antikern bewohnte den Planeten eine hoch entwickelte menschliche Kultur. Sie kam von einem anderen Planeten, nach dem sie das Geheimnis des Stargates, um nach Xagobah zu kommen, hatte lüften können. Das Stargate nutzen diese Menschen auch wieder zur Flucht, als sich die Witterungsbedingungen auf ihrer Kolonialwelt drastisch änderte und sie keine Chance mehr zum Überleben auf diesem Planeten sahen.
Die Selmar, die 500 Jahre später nach Xagobah durch das Stargate kamen, hatten nur einen frühmittelalterlichen Entwicklungsstand. Für ihren simplen Lebensstandard waren die Lebensbedingungen ausreichend und daher zogen sie nomadisch durch die Gebirge des Hauptkontinents. Erst über viele Jahrhunderte hinweg wurden Teile der Bevölkerung sesshaft.

Da das Volk weder Schrift noch Höhlenmalerei besaß, wurden die Geschichte des Planeten über Jahrhunderte an den Lagerfeuern erzählt. Im Laufe der Zeit geriet immer mehr in Vergessenheit und nur noch wenige der Selmar wussten, was vor ihrer eigenen Lebenszeit auf diesem Planten passiert war. Mittlerweile wurde gar nicht mehr darüber gesprochen und auch das Stargate, welches in der westlichen Ebene stand, war fast in Vergessenheit geraten.
Da die Bevölkerung immer wieder alte Gegenstände im Sumpf fand, die dort die Jahrhunderte bis Jahrmillionen überdauert hatten, wurden sie mit der Tatsache konfrontiert, dass es Menschen vor ihnen auf Xagobah gegeben hatte. Vereinzelt fand man auch Skelette der Ureinwohner des Planten, die es nicht geschafft hatten zu fliehen.
Diese gefundenen Sachen, nicht aber die alten Knochen, waren für die Selmar von sehr großem Wert und wurden bevorzugt gehandelt. Wer es schaffte einen besonderen Gegenstande zu besitzen, genoss ein höheres Ansehen in der Gesellschaft der Selmar. Auch nach der Übernahme des Planeten durch die Goa'uld gestatteten Boreas und Chione diese Vorgänge, sofern die Gegenstände ihren Kriegern bei Prüfungen gezeigt wurden. Was die Jaffa für wahrlich wertvoll erachteten, wurde eingezogen und an die Diener Sekers übergeben.
Der älteste, meist gekannte und beliebteste Xagobahner war Peekes, der immer noch, in hohem Alter, den Planeten durchstreift hatte. Er hatte Kenntnis über viele Dinge, von denen die anderen Bewohner nichts mehr wussten.

Die Bevölkerung Xagobahs ließ sich grob in zwei Gruppen unterteilen: Siedler und Wandernde. Es gab es keine Regierung, bis Boreas und Chione gekommen waren, nur ein Oberhaupt einer Siedlung, meist der Gründer oder dessen Erben, entschied über das Wohl der Gruppe. In seinen Händen lag meist der gesamte Besitz der Gemeinschaft und er entscheidet, ob mit anderen Siedlungen getauscht oder gehandelt wurde. Es gab bis 2014 nie eine Siedlung, in der die "Herrschaft" von der Gründerfamilie zu einer anderen gewechselt hätte. Dieses System hatte sich bewährt und auch die Goa'uld änderten es nur dahingehend, dass Dorfoberhäupter nur durch andere Selmar ersetzt wurden, wenn sie sich als unfähig oder illoyal erwiesen.
Die wandernden Gruppen bestanden meist aus einzelnen Familien, die patriarchisch regiert wurden. An Bedeutung nahmen diese Gruppen immer mehr ab, da auch sie sich nach und nach niederliesen und Siedlungsgemeinschaften gründeten.


Militär

Militärischen Einheiten oder Einrichtungen gab von den Selmar nicht. Das Gefühl Krieg führen zu wollen oder sich mit den anderen Selmar zu verfeinden kam noch nie in einem Xagobahner hoch. Der Handel war wichtiger und wahrscheinlich wäre kein Xagobahner fähig gewesen einen Krieg zu führen. Sie gehörten zu den friedlichsten Völkern der Galaxis, kannten lange aber auch keine Fremden. Diesen gegenüber waren sie etwas misstrauisch aufgetreten, was sogleich zu Spannungen geführt hatte. Abneigung oder Hass-Gedanken waren jedoch lange nicht dabei, die frühen Aggressionen durch schatzsuchende Söldner gingen von den Fremden aus. Gegenüber den Goa'uld empfand die Bevölkerung große Furcht und je nach Vorgehen der Jaffa auch Abneigung. Aktiven Widerstand leisteten die Selmar aber nicht. Die Aufforderungen zum Aufstand durch Peekes blieben unerhört.
Mit der Verschiebung des Chaapa'ai in ein Tal des Gebirges war der Bau einer Militäreinrichtung begonnen worden, in der stets 10.000 Jaffa unterkommen mussten sowie jederzeit bis zu 50.000 weitere versorgt können sollten. 2.000 Nekropolis-Wachen waren in der Festungsanlage stationiert und dort allein für deren Schutz und den Schutz der Sternentore zuständig. 8.000 Jaffa von Nigthon waren ebenfalls Teil der ständigen Militärkräfte auf Xagobah, übernahmen anders als die Nekropolis-Wachen aber auch Tätigkeiten die den täglichen Umgang mit der Zivilbevölkerung betrafen oder das Aufspüren nützlicher Artefakte. Ihre Heimat wurde ein im Zentrum des Lagers stehende Festungsbau, während um diesen gelegen die Kasernen und Lagerhallen entstanden, in denen im Ernstfall die restlichen Krieger untergebracht werden sollten.
Planierte Landeflächen boten Platz für bis zu drei Ha'Tak, gebaut wurde zudem ein unterirdischer Hangarbunker, der Raum für bis zu zehn Tua'Kesh bot.
Geschützt war die Militäranlage von Schildsystemen, Mauern und verschiedenen Kanonenstellungen. In einem anderen Tal, rund fünfzehn Kilometer entfernt, wurde eine Zitadelle des Todes aufgebaut.
Zur Versorgung des Besatzungstruppen wurde die Bevölkerung gezwungen. Regelmäßig mussten die Selmar mit Fuhrwerken Nahrung und Material liefern.


Wirtschaft

Die Bewohner von Xagobah waren handwerklich sehr begabt und arbeiteten überwiegend mit Holz. Nur wenige der Arbeiter, die beim Aufbauen einer Siedlung halfen, konnten auch Häuser mit Stein verstärken - sie waren sehr gefragte Handwerker und wurden gerne zu Hilfe geholt, wenn ein Haus sehr stabil werden sollte. Das Holzhandwerk machte ansonsten überwiegend Werkzeuge und Kochutensilien.
Des Weiteren waren die meisten Selmar, die durch den Sumpf zogen, sehr gut im Handeln. Selbst wenn sie selten Artefakte fanden, brachten diese viele Nahrungsmittel oder Gegenstände ein. So hatten schon einige der Händler, oder auch die Zweithändler die zwischen den Siedlungen Tauschgeschäfte tätigten, durch ein einziges Geschäft für mehrere Monate ausgesorgt. Die Goa'uld profitierten von den erfahrenen Sammlern, indem sie ihre Krieger billige Nahrungsmittel und Werkzeug gegen die in ihrem Wert vielversprechensten Artefakte tauschten ließen, andererseits indem sie selbst Jaffa-Expeditionen mit ortskundigen Führern in die Ödnis und die Sümpfe schickten.

Der technische Stand der Bevölkerung erinnerte an den der Erdenmenschen im frühen Mittelalter - wobei es keine Waffen und Kriegergruppen unter den Xagobahnern gab. Holzkarren hinter den Pferden ähnlichen, domestizierten Tieren dienten als Transportmittel und waren wohl das höchste Gut, das ein Xagobahner besitzen konnte. Dass sie mit den Artefakten der Antiker und der ersten Menschenbewohner hoch entwickelte Geräte oder zumindest Überreste in ihrem Haushalt hatten, wussten die Selmar nicht. Oft waren es zum Beispiel energiereiche Geräte, einstige Lichtquellen oder Maschinen, deren bewegliche Teile Geräusche machten, die dann den Kindern als Spielzeug dienten. Kinderspielzeug aus Holz war daher eher selten, denn hierfür dienten die gefundene, piepsende und leuchtende Artefakte. Sehr spezielle Gegenstände behielten die Erwachsenen für sich, um ihr Ansehen zu steigern.
Wissenschaft wurde von den Selmar nicht betrieben und Bildung wurde auf dem Planeten nicht gefördert. Niemand dachte über Möglichkeiten nach, die die Arbeit vereinfachten oder beschleunigen könnten. So fanden beispielsweise Ideen von einer neuen landwirtschaftlichen Anbaumethode bei den Selmar kein Ansehen, denn sie hatten was sie brauchten und das reichte ihnen. Jede Neuheit konnte ihr Leben verändern und vor Veränderungen hatten die Selmar oft große Angst. Entwicklungen technischer und gesellschaftlicher Art waren daher äußerst selten und langwierig.

Der Handel bestimmte die Wirtschaft und auch das Leben der Xagobahner. Es gab die einen Selmar, die Pflanzen anbauten und die auf Nahrungsmittel basierende Tauschwährung besorgten, die anderen suchten im Sumpf nach neuen Gegenständen, die sie dann für Getreide oder Fleisch verkauften.
Es gab aber auch die nördlichsten Siedlungen der Selmar, zwei besonders große wurden erfolgreich geführt von Daron und Irim, die ihre Waren sehr selten tauschten, weil sie ihren landwirtschaftlichen Besitz nicht durch schlechte Geschäfte für Artefakte, die keinen Nutzen für sie hatten, aufs Spiel setzten wollten. Nur sehr guten Händler gelang es im Norden anerkannt zu werden. Im Süden der Gebirge dagegen lebten die Menschen fast nur davon, ihre Landwirtschaft zu betreiben, um solche Tauschgeschäfte zu tätigen. Das war der größte Unterschied zwischen den Siedlungen der Nordländer und den Menschen im Süden. Auch die Siedlungen der Menschen im Westen des Gebirges lebten nach dem gleichen Prinzip wie die sogenannten Südländer.


Bekannte Bewohner


Handlungsort


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von Narziss am 01.06.2014.