Seth
Aus Stargate Rollenspiel - Wiki
Der Goa'uld Seth (Darsteller: Robert Duncan aus Stargate SG-1) war mit dem Rang eines Systemlords Herrscher über ein Sternenreich in der Milchstraße. Nach einer missglückten Intrige gegen seine Geschwister musste sich Seth jahrtausendelang auf der Erde verstecken, bevor er von den Tau'ri entdeckt und getötet wurde (Episode: Seth). Die Asgard belebten ihn wieder und durch eine glückliche Fügung gelang ihm die Flucht aus den Fängen der Asgard. Danach kontrollierte er im Geheimen den Systemlord Itzamnaaj, bevor er schließlich persönlich auf die Bühne der interstellaren Politik zurückkehrte. Vom Wüstenplaneten Avaris Prime aus verfolgte Seth nun seine eigenen Ziele.
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Mythologie
Nach der ägyptischen Götterlegende ist Seth der Sohn des Geb und der Nut. Seine Geschwister sind Osiris, Isis und Nephthys, die auch seine Ehefrau ist. Um den Thron zu erobern, ermordet Seth seinen Bruder Osiris, dessen Sohn Horus wiederum rächt seinen Vater und entmachtet Seth. Der Gott Seth beschützt die Sonne (Re/Ra) vor Apophis, der Schlange. Diese möchte die von ihr gehasste Sonne vernichten, doch wird sie selbst von Seth getötet, der damit auch den Tag rettet. Apophis wird aber immer wieder lebendig, sodass Seth die Schlange in jeder Nacht aufs Neue töten muss, damit die Sonne auch am nächsten Tag wieder aufgeht.
Seth (auch Set, Setech, Sutech; Variante Wedja) ist eine sehr ambivalente altägyptische Gottheit, deren Bedeutung nicht völlig geklärt ist. Seth ist ein Wüstengott; deshalb wird er mit den Stürmen und Unwettern darin in Verbindung gebracht, dies geht soweit, dass er als Gott des Chaos und des Verderbens gilt. Andererseits war er auch Schutzgott der Oasen und Gefährte des Horus. Sein Sternbild war der große Wagen.
An seiner Seite beschützt er den König, spendet Segen, führt Reinigungsriten durch etc. Jedoch ist die sicher bekannteste Geschichte der gewalttätige Kampf mit Osiris und Horus auf der einen Seite und Seth auf der anderen Seite. Einige Könige, z.B. Sethos I. und Sethos II. sowie Sethnacht, führten den Namen Seth als Eigennamen. Außerhalb der königlichen Familie trugen zumeist Beamte mit militärischer Funktion diesen Namen und unterstellten sich so seinen körperlichen und magischen Kräften.
Seth hatte mehrere Kultstätten, besonders in Oasen, die jedoch alle nicht sehr beständig waren. In der ägyptischen Spätzeit wurde er umso stärker mit dem Fremdland in Verbindung gebracht und als unerwünschter Gott angesehen. Seine negativen Aspekte haben schon vorher möglicherweise verhaltenes Misstrauen hervorgerufen, die unter mehreren Fremdherrschern schließlich eskalierte. Seth wurde überwiegend als schädlicher Gott gesehen.
Charakterisierung und Fähigkeiten
Seth vereint so ziemlich alle negativen Aspekte der Goa'uld in einer Person. Gewissenlos, egoistisch, destruktiv, jähzornig, Aggressivität und beinahe grenzenloser Sadismus kennzeichnen einen der ältesten und zugleich gefürchtetsten Goa'uld aus der zweiten Dynastie unter Ra. Ein Goa'uld, der nicht einmal davor zurückschreckt, seinen eigenen Bruder und seine eigene Schwester in Kanopen einsperren zu lassen, um dadurch an ihr Herrschaftsgebiet und ihre Armeen zu gelangen. Darüber hinaus ist Seth aufgrund seiner Vorgeschichte und seiner mitunter äußerst schmerzvollen Erinnerungen, als er den Tau'ri oder insbesondere den Asgard ausgeliefert war, zu einem erstaunlichen Überlebenskünstler geworden. Auch wenn sein eigenes Leben den Tod von zigtausend seiner eigenen Jaffa bedeutete. Er schreckte nicht einmal davor zurück sein eigenes Reich zu verstümmeln, als die Tau'ri seine Welten attackierten. Zwar waren die Verluste geringer als von Seth angekündigt, dennoch verloren mehrere Millionen Zivilisten ihr Leben, nur um Seths angeschlagenes Selbstbewusstsein zufrieden zu stellen und um zu verhindern, dass die Tau'ri irgendeinen Vorteil von der Eroberung oder Befreiung seiner Welten hatten.
Physiologie und Aussehen
Seth wirkt im ersten Moment wie ein gut aussehender junger Mann. Er trägt etwa schulterlange, schwarze Haare und einen Bart, der ihm ein martialisches Aussehen verleiht. Er hat eine normale Physiologie und hat die normale Kraft und Ausdauer eines Goa'uld.
Familiensituation
Seth ist der Sohn zweier eher unbekannter Goa'uld, nämlich Geb und Nut. Bekannter sind seine Geschwister Osiris und Isis und seine Schwester Nephthys. Bis auf seine Schwester Nephthys, deren Aufenthaltsort im Moment nicht bekannt ist, verbindet ihn mit seinen Geschwistern vor allem Hass und Misstrauen.
Geschichte
Vor einigen tausend Jahren, zu Zeiten der Regierung unter dem Surpreme Systemlord Ra, etwa um 3000 v. Chr., wurde Seth neidisch auf die Macht und den Erfolg seines Bruders, Systemlord Osiris. Um sich sein Reich und sein Militär zu Eigen zu machen, heckte er einen Plan aus. Auf Amun'Sul, einer von Osiris zu dem Zeitpunkt neu kolonisierten Welt, lockte er das Götterpaar Osiris und Isis in eine Falle. Er hatte vor, seinen erfolgreichen Bruder und dessen Frau Isis für immer loszuwerden. Zu diesem Zwecke hatte er sich überlegt, die beiden Symbionten in Stasiskapseln unterzubringen. Töten wollte er seinen Bruder und dessen Frau nicht, anscheinend hatte er zu diesem Zeitpunkt noch einen letzten Rest Mitleid für seine Opfer vorrätig. Tatsächlich wäre sein Plan beinahe aufgegangen, doch durch einen unglücklichen Zufall und durch Verrat an seiner Person konnte Isis sich befreien und klagte ihn, ohne sich selbst zu erkennen zu geben, beim Rat der Systemlords in Hadara an. Die Folgen waren logisch und abzusehen. Noch bevor Ra das Todesurteil über ihn verhängte, floh Seth auf die Erde und versteckte sich dort, um den Kopfgeldjägern zu entgehen, die es auf die von Ra ausgesetzte Belohnung auf sein Haupt abgesehen hatten.
Während seiner langen Zeit auf der Erde versuchte Seth immer wieder, seine Gier zu Herrschen dadurch zu befriedigen, dass er Sekten oder Gruppierungen gründete, die ihn als Gott oder zumindest als Anführer anbeteten. Gefügig machte er sich seine Opfer dabei durch die gefährlichen Nish'ta-Organismen. Mehrere Jahrhunderte konnte Seth relativ unbehelligt auf der Erde leben. Wurde es ihm zu brenzlig, verwischte er kurzerhand alle Spuren, indem er seine Anhänger zum Selbstmord trieb und tauchte selber für kurze Zeit unter. Als die Tau'ri allerdings durch das Chaap'ai auf die Goa'uld aufmerksam wurden, entdeckten sie mit Hilfe der Tok'ra auch Spuren von Goa'uld auf der Erde. Sie kamen Seth auf die Schliche und infiltrierten seine Organisation. Das SG1-Team selbst hob seine Sekte aus und Samantha Carter tötete ihn im Jahr 1999, als er untergetaucht in einer Gruppe seiner Anhänger versuchte zu fliehen.
Sein Leichnam wurde zur näheren Untersuchung nach Area 51 gebracht. Natürlich erfuhren auch die Verbündeten der Tau'ri, die Asgard, schnell vom Tod des verhassten Systemlords. Sie wollten den Leichnam selbst untersuchen und ihn wiederbeleben, um an ihm Tests durchzuführen. Auf diese Weise gelangten sie billig und vor allem auf unkomplizierte Weise an einen Goa'uld, ohne sich einen vorher mühsam einfangen zu lassen und einen Gegenschlag der Systemlords zu riskieren. Diese Tests sollten letzten Endes in einer wirksamen Waffe gegen die Goa'uld enden. Die Tau'ri stimmten dem Transfer der Leiche unter der Bedingung zu, dass sie selbst die Forschungsergebnisse der Asgard erhielten. Seths Leichnam war währenddessen auf Eis gelegt worden, um dem Verfaulungsprozess entgegen zu wirken.
Alsbald kamen auch schon die Asgard und holten sich ihr Forschungsobjekt ab. Sie belebten Seth wieder und testeten an ihm Monate lang diverse Gase und Gifte. Nach einiger Zeit war ein Test mit einem modifiziertem Virus sehr Erfolg versprechend. Um die Wirksamkeit auch im globalen Umfeld testen zu können, brachten sie Seth auf einen unbewohnten Planeten und setzten das Virus frei. Was die Asgard in ihren Laborbedingungen nicht testen konnten, war wie das Virus sich im planetaren Umfeld verhalten würde und die Testresultate waren gelinde gesagt eine Katastrophe. Das Virus mutierte in natürlicher Umgebung unvorhersehbar schnell und tötete jedes Lebewesen auf dem Planeten. Im Glauben, dass auch Seth gestorben war, ließen die Asgard den Planeten hinter sich und erklärten das Projekt für gescheitert. Allerdings war Seth nicht gestorben, er konnte sich in einer Erdhöhle verstecken und die dortige Luftfeuchtigkeit schien das Virus zu neutralisieren. Nicht viel später hatte sich das Virus auch aufgelöst und Seth befand sich alleine auf einem toten Planeten. Und wieder kam ihm der Zufall zu Hilfe. Ein Geologenschiff einer forschenden Menschenzivilisation landete auf dem Planeten und Seth gelang es sich an Bord zu schleichen. Er überwältigte die Besatzung und verließ den Planeten.
Es dauerte nicht lange und bald hatte Seth wieder einige Anhänger (unter großer Zuhilfenahme des Nish'ta) um sich geschart, mit denen er dann auch einige kleinere Lords unterwerfen konnte. Doch anstatt diese zu töten und sich selbst an die Spitze zu stellen, ließ er die Lords im Amt und agierte selbst nur im Geheimen. Seth wusste genau, würde er wieder offen in die Politik eintreten, würden sein einstigen Feinde, allen voran das Götterpaar Isis und Osiris (die zu diesem Zeitpunkt über ein riesiges Imperium herrschten) ihn schnell und brutal endgültig vernichten. Doch auch die Kontrolle der vielen kleinen Lords war auf Dauer nicht effektiv. Da er sich ständig versteckt halten musste, machten ziemlich bald viele der zuvor unterworfenen Lords wieder was sie wollten.
Seth brauchte jemanden, den er alleine befehlen konnte und der selbst öffentlich auftreten durfte. Da kam ihm im Jahre 2008 Lord Itzamnaaj gerade Recht, der sich von seinem alten Gebieter lösen und selbst über ein Imperium verfügen wollte. Im Geheimen traf Seth mit ihm eine Abmachung (Seths Rückkehr). Itzamnaaj sollte volle Kontrolle über das nur fade von Seth kontrollierte Gebiet erhalten und im Gegenzug Seths Befehlen gehorchen. Itzamnaaj, der seine eigenen Beweggründe hatte, willigte ein und nahm das Angebot an. Für einige Zeit ließ Seth nun Itzamnaaj tun und lassen was dieser wollte und mischte sich nicht ein. Schließlich wurde Seth aber von einigen Entscheidungen Itzamnaajs irritiert bzw. verärgert, woraufhin er sich anschickte die Zügel wieder selbst in die Hand zu nehmen. Zwar blieb er weiterhin im Verborgenen, denn noch immer war er ein Geächteter unter den Systemlords und seine einzige Möglichkeit weiterhin Einfluss auf die interstellare Politik zu nehmen war seine Marionette Itzamnaaj.
Nachdem Seth sich 2009 offen gegen Itzamnaaj gestellt und dessen Flotte und Armee vor Otoch in eine gewaltige Schlacht gedrängt und gewonnen hatte, musste er dennoch das eigentlich nun von ihm eroberte Reich zurücklassen und flüchten. Systemlady Mechané hatte die Grenze des Reiches an mehreren Stellen überschritten und hatte bereits einige Sektoren unter ihre Kontrolle gebracht. Der nun auf Seths neues Reich zurollenden Welle der Vernichtung die Mechané aussandte, hatte Seth nichts entgegenzusetzen. Er nahm die wenigen Schiffe, die nicht in der Schlacht um Otoch zerstört worden waren und floh weit außerhalb der Einflussgebiete aller anderen Systemlords. An dunklen Orten am Rande der Galaxie verbarg sich seine kleine Flotte und überfiel kleinere rückständige Systeme, die weder von Systemlords noch von irgendeiner anderen Macht kontrolliert oder protegiert wurden. Man munkelt, er habe in den Tiefen des intergalaktischen Abgrunds auch Wissen gefunden, welches eigentlich nicht für ihn bestimmt war und das ihn eine äußerst mächtige Position bringen könnte, wenn er nur die Möglichkeit hätte es anzuwenden. Diese Gerüchte wurden aber weder bestätigt noch widerlegt. Nachdem jedoch Mechanés unbesiegbar anmutendes Reich fiel, witterte Seth seine Chance zur Rückkehr. Durch den Wegfall Mechanés entstand ein ungeheures Machtvakuum, welches nun wieder gefüllt werden musste. Alle Vorsicht die er noch hatte, als er sich hinter seiner Marionette Itzamnaaj verbarg, hinter sich lassend, kehrte Seth in das Zentrum der Galaxis zurück und eroberte einige Sektoren, von wo aus er nun endlich seine Rache an all jenen nehmen wollte, die ihm in seinem chaotischen Werdegang, Schaden zufügt hatten.
Zwar hatte Seth im Jahr 2009 enorme Verluste durch die Tau'ri ertragen müssen, doch trotz aller Verluste und der geradezu lächerlichen Überlegenheit der Tau'ri seinen eigenen Truppen gegenüber (woran das lag war für Seth allerdings nicht nachvollziehbar) hatte Seth die Angriffe auf sein Reich überlebt. Und mit ihm auch ein wenig mehr als die Hälfte seines Reiches. Zwar hatten die Tau'ri nur ein wenig mehr als ein Viertel seines Reiches attackiert, doch Seth hatte seine Drohung wahr gemacht und hatte seine eigenen Planeten und Untergebenen vernichtet, um sie nicht in die Hände der Menschen fallen zu lassen. Ob es nun daran lag oder aber einen völlig anderen Grund hatte: Auf jeden Fall verzichteten die Tau'ri auf weitere Angriffe auf sein Imperium und so stellte auch Seth seine selbstzerstörerischen Angriffe ein. Trotzdem verlor er in Folge dieses Konflikts nicht wenige Systeme und durch die Konzentration Seths und eigentlich aller anderen Systemlords auf die eigene Verteidigung gelang es Charon, Osiris, Apophis und Seth nicht, das Emporstreben einiger anderer Goa'uld bereits im Keim zu ersticken. Jetzt muss Seth erkennen, dass er sein Reich zwar behalten hatte, doch es war nur noch in etwa gleich stark wie die Reiche der anderen Systemlords. Diesen Umstand schickte sich Seth nun an zu ändern. Dennoch hatte ihn die Auseinandersetzung mit den Tau'ri eines gelehrt. Die Menschen der Erde waren nicht so schwach, wie er erwartet hatte. Sie hatten die Stärke und den ungebrochenen Willen, in der interstellaren Politik ganz oben mitzuspielen. Seth wollte nicht noch einmal den Fehler machen und sie unterschätzen.
Zitate
- Seth zum Thema Bündnisse: "Ich bin kein großer Freund von Bündnissen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Bündnispartner sehr schnell zu Feinden werden können, wenn sie sich über nichtige Dinge streiten." (R12 – Palast von Seth)
- Seth über seinen Bruder Osiris: "Eure Mission mag ja nobel sein, aber ich werde meine Flotte oder meine Truppen niemals unter das Kommando meines missratenen Bruders stellen. Dieser Hund würde nicht zögern und würde mich inmitten der Schlacht angreifen und versuchen mich zu vernichten. Er ist nicht vertrauenswürdig und ich bin es ihm gegenüber auch nicht." (R12 – Palast von Seth)
- Seth über die Asgard: "Die Asgard? Ihr habt wirklich Nerven, diese komische Brut in euer Unterfangen mit einzubeziehen. Aber mir gefällt die Vorstellung, die Asgard als Köder zu benutzen und als eine Art lebendiges Schild von den Cancri rösten zu lassen." (R12 – Palast von Seth)
Auftritte
- Juli 1999: Episode: Seth
- Juni 2008: Ereignis: Seths Rückkehr (Gespielt von Wolle)
- März 2010: Geschichte: Battle of the Sudden Flame - Die Schlacht von Hadara (Gespielt von Basti)
Artikel erstellt von Wolle. Überprüft von Basti am 25.01.2010.
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