Schulmission: Poems, Prayers and Promises

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Diese Schulmission spielte Ende Januar des Jahres 2006 unter der Leitung von Marcel im Stargate Center (tatsächlich fand die Schulmission im März 2007 statt). Die Sprachwissenschaftlerin Diandra Falk hatte eine interessante Idee zu einem schweren Antikertext in einem sehr alten Dialekt, welcher gerade von Daniel Jackson und einem Wissenschaftlerteam untersucht wurde. Ihre Theorie stellte sich als teilweise richtig heraus, der Text beschrieb wahrscheinlich einen Antikerplaneten, welcher jedoch bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte.


Inhaltsverzeichnis

Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

Nachdem SG-1 von einem verlassenen Planeten in einem Antikerlabor zumindest einige Aufzeichnungen, wenn auch keine Technologie, bergen konnte, war besonders ein Text in einem scheinbar sehr alten Dialekt schwer zu übersetzen. Doktor Daniel Jackson saß mit einem Team aus anderen Wissenschaftlern bereits seit zwei Tagen daran, als die Sprachwissenschaftlerin Diandra Falk eine Theorie aufstellte. Nach ihrer These war es eine Art Gedicht, in dessen blumiger und poetischer Sprache die Beschreibung einer Landschaft oder gar einer Antikerwelt versteckt war.
Es dauerte noch einige Tage, um dem Text zumindest einen wirklich brauchbaren Inhalt zu entlocken und ihre Idee stellte sich als teilweise richtig heraus - jedoch war es bisher nicht gelungen, dem Inhalt einen Ort zu entnehmen, den man wirklich zuordnen konnte, um damit womöglich einen Stützpunkt der Antiker ausfindig zu machen.


Prolog

Aufgewachsen im Speckgürtel Berlins lernte Diandra Falk schon früh die Vorzüge der Unabhängigkeit kennen. Mit 14 verließ sie ihr Elternhaus im dörflichen Golm bei Potsdam freiwillig, um bis zum Abitur das St. Afra Gymnasium Meißen zu besuchen. Diese Eliteausbildung und ein sehr guter Abschluss öffneten ihr die Tür an die französische Sorbonne, deren bekanntlich harte Sitten die bis dahin sorglose junge Frau veränderten. Neben ihrem Studium in griechischer und französischer Sprachwissenschaft, lernte Diandra sich im Leben zu behaupten, schaffte es aber gleichzeitig, sich ihr menschenfreundliches offenes Wesen zu bewahren.

Ein schwerer Schicksalsschlag traf vor nunmehr vier Jahren die damals 24-Jährige, als ihre Eltern - ihr Vater Johann war Physiker, ihre griechische Mutter Hausfrau - bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg in den Urlaub getötet wurden. Diandra hatte kurz zuvor ihren Abschluss an der Sorbonne abgelegt und sah nun keinen Anlass mehr, nach Deutschland zurückzukehren. Sie bewarb sich daraufhin weltweit als Dolmetscherin und Übersetzerin für Französisch und Griechisch und bekam schließlich eine Stelle bei der kanadischen Regierung. Ihre herausragenden Leistungen wurden auch vom Stargate Commando bemerkt, welches sie schließlich rekrutierte.


Poems, Prayers and Promises

Doktor Jackson saß in seinem Büro an seinem vollgepacktem Schreibtisch und brütete auf seinen Armen abgestützt über einem dicken Buch. Auf seinem Bildschirm flackerte ein Bildschirmschoner mit ägyptischen Schriftzeichen... ansonsten war das gesamte Büro still und leer. Bis auf die bis oben hin gefüllten Regale natürlich. Sie enthielten Bücher, Zeichnungen, Artefakte und sonstigen Kram, den Daniel mit der Zeit gesammelt hatte.

Zur Zeit arbeitete er mit einem Team aus Wissenschaftlern an einem schweren Antikertext, den er mit SG-1 auf einem verlassenen Planeten gefunden hatte. Er konnte bis jetzt keinerlei Textpassagen dieses schweren Dialektes verstehen und war sehr frustriert... und nach dieser 20 Stunden Schicht, wollte sich immer noch kein Erfolg abzeichnen.

Mit leicht zitternden Knien kam Diandra Falk vor Doktor Jacksons Büro zum stehen. Nach zwei Tagen voller Kopfzerbrechen über einen schwierigen Antikertext, meinte sie nun eine erste Idee zu haben, was dessen Inhalt sein könnte. Im Grunde war es ein Gedicht oder etwas ähnliches. Zumindest war die Sprache sehr blumig und ganz gewiss nicht als bloße Wegbeschreibung gedacht. Gut, auf den ersten Blick mochte es vielleicht nach einer Landschaftsbeschreibung oder ähnlichem aussehen, doch Diandra kam einfach nicht umhin, da etwas zwischen den Zeilen lesen zu wollen.
"Wenn ich nur wüsste was? Das Ganze erscheint mir wie ein Rätsel", murmelte sie zu sich selbst, während sie aufgeregt an die Tür ihres Chefs klopfte. Ob er ihre Ansätze plausibel fand? Oder war sie auf dem Holzweg? Manchmal hatte Diandra das Gefühl, dass ihr Chef ihr mit Argwohn begegnete. Sie seufzte und klopfte abermals.

Daniel, der fast einnickte, drehte sich um und sah auf die angelehnte Tür, dabei rief er: "Herein... es ist offen..." Er war gespannt, wer nun sein Büro betreten würde. Einmal wieder der General, um ihn zu löchern, wie weit er wäre und wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei. Oder doch einer aus seinem SG Team, um ihn wieder abzulenken. Egal wer es sein würde, dachte er sich, er würde ihn abwimmeln, um sich wieder auf den Text zu stürzen und die Nacht durchzuarbeiten...

Zögernd betrat Diandra das Büro nach der Aufforderung ihres Chefs. Das gesamte SGC war für sie noch sehr neu und alles flößte ihr Respekt ein. So natürlich auch das Büro von Dr. Jackson, das seltsam modern und auf eine andere Art sehr altmodisch aussah. 'Wie eine kleine Bibliothek...ok, eine mittelgroße.' Die vielen Regale an jeder Wand waren bis oben hin mit Büchern und jeder Menge Papier gefüllt und Diandra verspürte Lust, in Dr. Jacksons Aufzeichnungen zu stöbern. Am Schreibtisch saß ihr Chef und machte einen abgeschlagenen Eindruck.

"Guten Abend, Doktor Jackson. Haben Sie kurz Zeit für mich? Ich glaube, ich habe eine erste Idee, was uns dieser Antikertext sagen möchte", sprudelte es aus Diandra heraus.

Daniel Jackson fuhr sich mit der Hand durch die Haare und nahm seine Brille ab, um sich die Augen zu reiben. Er war extrem müde, aber dennoch motiviert, immer weiter zu arbeiten. Auch wenn er ein gutmütiger Mensch war, konnte er nicht glauben, dass sein Team den Text übersetzen konnte... es war einfach ein zu schwieriger Dialekt.

"Ja Okay, legen Sie los!"

Diandra war leicht irritiert darüber, dass Doktor Jackson ihr keinen Sitzplatz anbot. Er schien heute wirklich etwas übermüdet zu sein. Sie räusperte sich, um sich zu sammeln. "Also, völlig verstehe ich den Text auch noch nicht, aber was ich bis jetzt verstehen konnte, erscheint mir wie eine Landschaftsbeschreibung vorzukommen, wie ein Naturgedicht oder ähnliches. Ist ziemlich verwirrend geschrieben und nicht wie eine Wegbeschreibung, sondern eher wie ein...", verzweifelt suchte sie nach dem richtigen Wort für das, was ihr auf der Zunge lag, "...wie ein Bild. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass irgendetwas zwischen den Zeilen geschrieben steht, etwas, das uns von praktischem Nutzen sein könnte." Diandra verstummte und wartete nervös auf irgendeine Reaktion ihres Chefs.

"Sie glauben wirklich, wir haben hier eine Art antikerischen Hamlet vor uns liegen? Sie wissen schon, dass wir es in einer verlassenen Forschungsabteilung gefunden haben.... und dass die Epoche der Antiker zu Ende ging. Alle Antiker-Hinterlassenschaften die wir gefunden haben, waren sehr fundiert oder wissenschaftlich belegt. Klar ist es möglich, dass es poetische Antiker gab... aber für solch eine Gruppierung haben wir in dem Labor keinerlei Beweise!"

Daniel setzte sich die Brille wieder auf und musterte die junge Mitarbeiterin aus seinem Team. Immerhin machte sie sich ebenfalls wie er die Mühe und schob extra Schichten. Daher sollte sie ihre Chance bekommen zu erklären, wie sie auf diese These gekommen ist und wie sie diese denn stützen möchte... "Aber gut, es ist ein uns unbekannter Dialekt, alles ist möglich. Wie glauben Sie, dahinter gestiegen zu sein, was dieser wirklich unglaublich schwere Dialekt, der mit keinem anderen uns bekannten vergleichbar ist, bedeuten soll?"

Diandra schluckte, so wirklich begründen konnte sie ihr Bauchgefühl natürlich nicht. Es war einfach so, dass dieser Text ganz gewiss nicht rein sachlich und wissenschaftlich war, andererseits aber auch nicht zum Vergnügen gemacht schien. "Ich denke, es ist möglich, dass uns dieser Dialekt deshalb so viele Probleme bereitet, weil er sehr alt ist. Vielleicht stammt er aus der frühen Zeit der Antiker und wir haben es hier mit einem antikerischen Homer zu tun, der uns einen Planeten oder einen Ort beschreibt, mit dem es etwas besonderes auf sich hat. Vielleicht eine Art Tempel oder ähnliches. Ich glaube, die poetische Form ist hier ganz bewusst gewählt, um nicht sofort jeden mit der Nase auf diesen Ort zu stoßen. Gerade weil der Text eben so außer der Reihe von dem ist, was wir von den Antikern sonst kennen, denke ich, dass er nicht nur zur Unterhaltung gedacht war." Diandra war neugierig, ob und was Doktor Jackson bisher herausgefunden hatte. Vielleicht war er zu ganz anderen Erkenntnissen gekommen und sie stiefelte die ganze Zeit den Holzweg entlang.

Daniel war etwas überrascht, dass jemand aus seinem jungen Team den Mut hatte, seine ganze These auf eine Art Gefühl oder Ahnung zu stützen... früher hatte er dies oft selbst so praktiziert... er hatte damit oft Glück gehabt. Doch nun als Forschungsleiter war er mehr an zählbarem interessiert. "Wissen Sie, ich habe selbst noch zu wenig Erkenntnisse, um so eine gewagte These, wie Sie sie jetzt haben, aufzustellen. Dennoch kann ich Ihrer These nicht folgen... Es widerspricht allem bis jetzt entdecktem!" Jackson überlegte kurz und nach einer kurzen Pause setzte er wieder an: "Was sollten wir nun nach Ihrer Meinung machen... angenommen Sie sind auf dem richtigen Pfad? Was sollen die nächsten Schritte sein?!?"

"Hm...Sie haben natürlich recht, dieser Text fällt völlig aus dem Rahmen dessen, was wir bisher gefunden haben. Wie gesagt, war ja nur eine Idee. Ich werde den Text nochmal genauer unter die Lupe nehmen, hoffentlich finde ich etwas handfesteres, als bloß einen groben Eindruck. Jedoch würde ich jetzt gern erstmal schlafen gehen. Ausgeschlafen denkt es sich besser." 'Schade,' dachte Diandra, 'einen Versuch war es wert. Aber er hat ja recht, bis jetzt habe ich keine wirklichen Beweise für meine These. Morgen muss ich unbedingt etwas handfestes herausfinden.'


Epilog

Nach einer weiteren Woche der Nachforschungen hatte das Wissenschaftlerteam zumindest eine grobe Übersetzung des Antikerdialekts zustande gebracht, teilweise war es tatsächlich eine sehr poetische Beschreibung eines Planeten beziehungsweise der Umgebung rund um das Stargate. Die Vermutung, dass es den Ort einer wichtigen Antikerbasis oder eines geheimen, weiteren Forschungsstandortes beschrieb, war nahe liegend. Jedoch konnte das Center keinen bereits besuchten Planeten mit dem Text in Verbindung bringen, weswegen es noch ausstand, die beschriebene Welt tatsächlich zu besuchen.


Hintergrundinformationen

  • Diese Geschichte wurde benannt nach dem Lied "Poems, Prayers and Promises" von John Denver.


Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 24.02.2009

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