Schulmission: Invisible Planet
Aus Stargate Rollenspiel - Wiki
Diese Schulmission fand Ende Dezember des Jahres 2008 auf dem Planeten RG6-487 der Pegasus Galaxie unter der Leitung von TheNarims mit Hilfe von Blutfeuer statt, um den Spieler Molma in die Abläufe eines Forenrollenspiels einzuführen (tatsächlich fand die Schulmission Anfang März 2009 statt). Ein Teil von SGA-8 erkundete den bereits gesicherten Planeten RG6-487. Da der Planet schon untersucht worden war, konnten sich die Mitglieder der Atlantis Expedition dort zu dritt bewegen. Sie entdeckten ein getarntes Gebäude, als sich plötzlich der Tarnschild ausbreitete, scheinbar um den ganzen Planeten zu erfassen. Da die SGA-8 Mitglieder nicht wussten, welche Gefahren von dem Schild ausgingen, zogen sie sich zurück und konnten gerade noch rechtzeitig durch das Stargate flüchten.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
- Andrew Welsh - Spieler Blutfeuer
- Markus Smith - Spieler Molma
- Richard Dice - Spielerin TheNarims
Zusammenfassung
SGA-8 unter dem Kommando von First Lieutenant Richard Dice untersuchte den Planeten RG6-487, der bereits zuvor als sicher eingestuft worden war. Aus diesem Grund wurde es als ausreichend eingeschätzt, dass Sergeant Andrew Welsh zusätzlich für die Sicherheit des Wissenschaftlers Markus Smith sorgte und keine weiteren Soldaten notwendig waren. Aufgrund eines Ausfalls im Team wäre sonst ein weiteres Team als Verstärkung notwendig gewesen. Der mit allem technischen begabte Smith hatte schwierige Lebensphasen hinter sich gebracht, bevor er zum Stargate Center und dann zur Atlantis Expedition gekommen war. Nur durch Zufall hatte er ein Stipendium für die Universität erhalten. Als seine Familie zerfiel, weil sich seine depressive Frau von ihm scheiden ließ, verfiel er dem Alkohol und drohte alles zu verlieren. Nur dass sein Forscherdrang irgendwann erneut die Oberhand gewann, rettete ihn vor einem dauerhaften Leben auf der Straße. Markus Smith versuchte eine Theorie zum Transport von Materie, dem Beamen ähnlich, zu entwickeln und wurde nach seiner Veröffentlichung für das SGC und die Atlantis Expedition entdeckt.
Der Planet schien unbewohnt und das Gebiet rund um das Sternentor gerade in einer Regenzeit, hohes Gras bedeckte weite Ebenen und Hügelketten. Das MALP hatte Energiesignaturen entdeckt und es bestand die Hoffnung, dass es sich dabei um Hinweise auf Antikertechnologie handelte. Markus Smith lotste die kleine Gruppe einen Hügel hinauf. Dahinter entdeckten sie eine große, graslose Fläche und erkannten, dass dort ein unsichtbares Gebäude stand, in dem ein mächtiger Generator arbeitete. Smith konnte ebenfalls noch feststellen, dass dort Lebenszeichen zu erfassen waren, bevor sich das Tarnfeld auch auf die Umgebung ausweitete, immer größer wurde und anscheinend begann, den gesamten Planeten zu verschlucken. Unsicher, ob es gefährlich für sie war, flüchteten die drei Menschen von dem Planeten und schafften es nur mit äußerster Mühe rechtzeitig zum Stargate.
Das weitere Schicksal der Welt blieb danach vorerst ungeklärt, da jeder weitere Versuch, den Planet anzuwählen, scheiterte.
Prolog
Markus kam in Fairbanks zur Welt. Seine Eltern waren der Zahnarzt Tom Smith und seine Assistenzärztin Hannah Jaiden-Smith. Markus war der ganze Stolz seiner Eltern, weil man ihnen schon vor der Geburt von Markus sagte, dass sie wahrscheinlich nie Kinder bekommen würden.
Schon früh stellte sich heraus, dass Markus an allem Interesse hatte, was technischer Natur war. Schon von Klein an werkelte er an kaputten Platinen herum, obwohl noch kein konkretes Resultat dabei herauskam. In der Schule war er allerdings nur Mittelmaß, wahrscheinlich weil Sprachen und Geschichte nicht so sein Ding waren. Das machte ihn moralisch schon recht fertig, weil er es natürlich mit solchen Resultaten nie auf eine Universität schaffen würde.
Doch dank einer Bekanntschaft, die er bei einem Seminar machte, bekam er die Chance auf ein Stipendium bei einer der besten Universitäten für Wissenschaft und Technik. Diese Person sollte ihm im späteren Leben noch öfters über den Weg laufen, denn es handelt sich hierbei um Doktor Samantha Carter. Diese einmalige Chance wollte er natürlich nutzen, deshalb kniete er sich rein so gut er konnte, obwohl viele Fächer ihn eigentlich gar nicht interessierten. Es sollte so gerade noch zum Abschluss reichen.
Die Welt stand ihm nun also offen. Mit einem Diplom in Wissenschaft und Technik in der Tasche wollte Markus sich eine Arbeit suchen. Er fing an in Elektroläden zu jobben, lernte dann auch seine spätere Frau Kimberly kennen. Ein Jahr später wurde geheiratet und das erste Kind sollte drei Monate später zur Welt kommen, ein Junge mit dem Namen Jaiden. Ein Jahr drauf kam dann auch bereits seine Tochter Jessica zur Welt. Das Glück sollte perfekt sein, als seine Frau dann zum dritten Mal schwanger wurde.
Doch das Glück kann schnell kippen. Nach Komplikationen in der Schwangerschaft brachte seine Frau ein totes Kind zur Welt. Sie verkraftete den Schicksalsschlag seelisch nicht, verfiel in Depressionen, und verließ ihren Mann kurz drauf. Dies sollte der bisherige Tiefpunkt in Markus Leben sein. Alleine zu Hause, ohne wirkliche Aussichten auf einen guten Job zu haben, verfiel Markus dem Alkohol. Auf der Arbeit wurde er kurz drauf entlassen. Ihm fehlte das nötige Geld, sodass ihm auch die Wohnung gekündigt wurde. Er musste auf der Straße leben.
Sein Leben änderte sich schlagartig, als er eines Morgens einen Bericht über "Transport von Materie im All" in einer Klatschzeitschrift las. War es das Thema des Artikels oder die Art wie der geschrieben wurde, genau wusste er es nicht, doch dieser Bericht sollte seinen Forscherdrang wieder beflügeln. Er schaffte es irgendwie in seinem Leben die Kurve zu kriegen, ließ den Alkohol weg und zog zu seinen Eltern, die ihm Geld gaben, damit er sich ein kleines Labor einrichten konnte.
Doch es war ein weiter Weg. Er wollte wissen, ob das, was er da gelesen hatte, irgendwie im richtigen Leben zu realisieren war. Nach sehr vielen Rückschlägen sollte es ihm aber drei Jahre später gelingen, eine Theorie zu entwickeln um Materie von einem Punkt zu einem anderen zu übertragen. Um zu erfahren, wie gut seine Theorie war, publizierte er sie in Wissenschaftszeitungen.
Gerade dadurch wurde Samantha Carter vom Stargate Center auf ihn aufmerksam. Sie besuchte ihn und fragte ihn, ob er bereit wäre sein bisheriges Leben zu vergessen, um ein neues, besseres anzufangen. Am Anfang hielt er das Ganze für einen Scherz, doch als Sam ihn ganz ernsthaft anschaute und sagte, dass es das was er in der Theorie herausgefunden hatte, schon gab, nur eben besser und größer, war er verkauft und war damit einverstanden, mit zum Cheyenne Mountain zu kommen.
Was er dort zu sehen bekam, machte ihn einfach sprachlos. Hier zu arbeiten wäre für ihn das Paradies. Als man ihm dann noch über die Atlantis Mission erzählte, wollte Markus sofort seine Quartiere in dieser neuen Welt beziehen.
Invisible Planet
Vorsichtig führte First Lieutenant Richard Dice, der Befehlshaber von SGA-8, sein Team über die trockensavannenartige Ebene, die das Stargate von RG6-487 umgab. Das Gras reichte ihnen fast bis zu den Knien und hatte eine saftig grüne Farbe, die zusammen mit dem feuchten Boden darauf schließen ließ, dass hier momentan Regenzeit herrschte. Auch die Luft war angefüllt von Feuchtigkeit und Richard spürte jetzt schon, wie ihm kleine Schweißperlen auf der Stirn standen, die von dem schwülen Klima auf dem Planeten herrührten.
Als Markus Smith durch das Tor trat, blieb er erst mal stehen um sich umzusehen. Wenn er etwas mehr hasste als Hitze, dann war es schwüle Hitze. Er ärgerte sich ein wenig darüber, dass er vergessen hatte sich mit Sonnencreme einzucremen. Aber bei dieser Luftfeuchtigkeit schwitzte er ohnehin so stark, dass wohl keine Creme der Welt eine Chance hätte zu wirken. Es war nicht die erste Reise durch das Tor und würde auch nicht seine letzte sein. Die Probleme seiner Vergangenheit schienen ein ganzes Leben zurück zu liegen, seit er Teil der Expedition war.
Der Wissenschaftler trug eine blaue Standard Atlantis Uniform. Mit dabei ein Zat und sein kleiner Mini-Computer. Auf dessen Bildschirm blinkte leicht nördlich ein Punkt. Von dort schien die Energiesignatur auszugehen. Er bahnte sich seinen Weg herüber zu First Lieutenant Dice.
In der Ferne schienen sich ein paar Seen zu befinden oder zumindest größere Teiche, die im Licht der Sonne glitzerten. Richard lauschte nach jedem Geräusch, das vielleicht offenbaren könnte, dass sich etwas in dem hohen Gras verbarg, doch die Ebene schien vollkommen ruhig zu sein. Schon das MALP, das sie zuvor hierher geschickt hatten, hatte seltsame Energiesignaturen feststellen können, die sie darauf schließen ließen, dass hier ein ZPM verborgen war oder eine andere Einrichtung, die immer noch mit Energie versorgt wurde.
Richard Dice fragte sich nur, wo sich diese Anlage befinden sollte. Auf der Ebene war nichts zu erkennen, was darauf hinweisen könnte, dass dort etwas verborgen war. Doch es war auch gut möglich, dass das hohe Gras einen möglichen Eingang zu einem unterirdischen Versteck überwuchert hatte. Auf einmal streifte ein leichter Wind die Ebene und Richard glaubte ein Geräusch zu hören, das sich fast so anhörte, als wenn der Wind um ein Gebäude pfiff.
Sofort gab er seinem Team mit der gehobenen Faust das Zeichen stehen zu bleiben und lauschte mit der Waffe im Anschlag. Das Gras bewegte sich genau, wie es eigentlich sollte, doch es musste einen Grund für das Geräusch geben. Der schwarzhäutige Soldat mit seinem etwas vorwitzigen und frechen Irokesenschnitt beobachtete aufmerksam die Umgebung. Auch wenn man hier jedes Anschleichen von Gegnern bemerkte hätte, unvorsichtig wollte Andrew Welsh aber trotzdem nicht sein. Er spürte den leichten Wind auf seiner Haut und hielt das sich von Geisterhand bewegende Gras aufmerksam im Auge. Dieser Planet war karg, vielleicht sogar lebensfremd. Wer konnte dies schon wissen? Und selbst wenn es hier Lebewesen gab - waren diese denn unbedingt freundlich? Oder waren hier womöglich Lebewesen, die ihnen nach dem Leben trachteten? Alles konnte möglich sein, das hatte Andrew mit einiger Verwunderung auf Atlantis erst mal erkennen müssen. Alles war so merkwürdig fremd und irgendwie doch vertraut - einst lebten dort nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft die Vorgänger der heutigen Menschen, die Antiker, und dies schon Tausende von Jahren. Der Soldat wunderte sich, wie seine Vorfahren dies nur ausgehalten hatten...
Nun gut, Andrew Welsh begann damit diesen Gedanken zu verdrängen, er hatte sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Fast schon automatisch nahm er eine taktisch gut ausgewählte Position ein, so dass er die Flanken absichern konnte. Auf fremden Besuch hatte der Soldat keine Lust und wenn dieser Besuch auch noch schlecht gelaunt wäre, würde seine Stimmung darüber noch schlimmer. Sein Vorgesetzter wies ihn an, ein wenig besser aufzupassen.
"Passen Sie weiterhin auf, Sergeant", gab First Lieutenant Dice seinem Teamkollegen leise einen Befehl.
"Keine Sorge, wenn ich irgendwelche grüne Menschen sehe, sage ich Bescheid, Sir", sagte Welsh. Der Soldat musste zwangsläufig grinsen, er war von Kind auf nicht auf den Mund gefallen gewesen. Irgendwie fand er fast immer einen Grund einen Witz zu reißen und trotzdem konnte er in ernsten Situationen hochkonzentriert und effektiv handeln. Andrew brauchte diese Momente irgendwie, um sich auszugleichen. Trotz des frechen Klanges in seiner Stimme wusste der Soldat, wie ernst die Situation war, aber war eine kleine Aufheiterung nicht gut, wenn sie passend war? Schweigend folgte er weiterhin seinem Vorgesetzten und die P90 hielt er schussbereit in beiden Händen.
Richard schüttelte kurz den Kopf, als er hörte, wie Sergeant Welsh ein wenig über grüne Menschen auf diesem Planeten scherzte. Vielleicht gab es hier ja wirklich grünliche Personen oder zumindest grüne Wesen, denn dies würde auf dieser Gras bewachsenen Ebene eine perfekte Tarnung darstellen.
"Gut, aber sagen Sie mir auch Bescheid, wenn sie rot sind", erwiderte er den Scherz. Andrew lachte leise, als er die Bemerkung auf seinem Witz von seinem Vorgesetzten vernahm. Mit dem Lieutenant konnte man sich wenigstens solche Scherze erlauben, manchmal stimmte er sogar noch mit ein. Dies war auch der Grund, warum Andrew Richard als Gruppenführer akzeptierte und ihn auch noch mochte. Es hatte in seiner Vergangenheit etliche Vorgesetzte gegeben, die sehr streng gewesen waren und keinen Spaß verstanden hatten. Der Soldat hatte dies nie verstehen können, denn irgendwann musste Spaß ja auch mal gut tun, solange es nicht in unpassenden Situationen wie Kämpfen war.
Richard Dice hatte nichts dagegen mit seinen Teamkollegen ein wenig zu scherzen, zumindest nicht wenn die Scherze auch der Situation angemessen waren. Danach wandte sich der Lieutenant an den Wissenschaftler ihres Teams.
"Haben Sie das auch gehört? Denken Sie, das könnte vielleicht von einer getarnten Einrichtung der Antiker stammen oder etwas in der Art?", fragte er und achtete auch weiterhin aufmerksam auf ihre Umgebung. Als Dice Smith auf das Geräusch hinwies, konzentrierte er sich, und versuchte es auch zu hören.
Der Wind war mittlerweile wieder verschwunden und damit auch das Geräusch. Doch das seltsame Gefühl blieb und vielleicht gaben ja auch die Energiesignaturen Aufschluss darüber, was sich hier verbarg.
"Schon möglich, dass es sich um ein getarntes Gebäude der Antiker handelt. Bisher kann ich noch nicht erkennen, von was genau die Energiesignatur stammt. Das Signal ist noch zu schwach dazu. Aber wenn Sie mich fragen Sir, glaube ich nicht, dass wir hier etwas von den Antiker finden. Dafür scheint dieser Planet mir zu uninteressant. Ich könnte mir wirklich nicht vorstellen, was die Antiker hier gemacht haben sollen."
Er schaute noch mal auf sein Display und tippte ein wenig drauf herum. Kurz blickte der Lieutenant nochmals zu Welsh und hörte dann gespannt zu, was Markus Smith von seiner Vermutung hielt. Zumindest war wohl ein getarntes Gebäude möglich, doch offensichtlich nicht, dass es von den Antikern erbaut worden war. Damit schwand dann wohl auch die Hoffnung, dass sie hier irgendwo ein ZPM finden konnten.
Richard bekam nun auch eine Antwort auf seine Vermutung, dass hier in der Gegend ein Antikergebäude sein könnte, allerdings schien es danach im Moment nicht so auszusehen. Eher sah es hier so aus, als wäre schon lange keiner mehr hier gewesen, so hoch wie das Gras gewachsen war. Nicht einmal Laufspuren konnte Welsh erkennen, nirgends war das Gras niedergedrückt. Es war schon ein komischer Ort hier, so leer... so karg.
"Wir sollten zuerst mal diesen Hang da erklimmen, vielleicht haben wir von da einen bessern Überblick und sehen, von wo die Signatur stammt."
"Wahrscheinlich haben Sie Recht, aber ich denke, wir sollten trotzdem noch nicht aufgeben. Denken Sie, das könnte vielleicht von einer anderen Energiequelle stammen, die wir dann in die Systeme von Atlantis einbinden könnten?", fragte er den Wissenschaftler, denn so schnell wollte er nicht jede Hoffnung, eine baldige Lösung für ihr Energieproblem zu finden, aufgeben.
Gespannt wartete Richard ab, während Mister Smith ein wenig auf dem Display seines Mini-Computers herumtippte und ließ seinen Blick erneut über die Ebene schweifen, doch es hatte sich immer noch nichts verändert. Kein rotes oder grünes Alien, das sich näherte, genauso wenig wie irgendwelche verdächtigen Bewegungen im Gras. Auf den Vorschlag des Wissenschaftlers nickte Richard zustimmend und winkte den Sergeant wieder zu sich. Er wollte gerade den Befehl geben, dass sie aufbrechen sollten, doch schon eilte der Wissenschaftler los und wollte den Hang ohne sie erklimmen. Dann geschah es, dass der Wissenschaftler einfach anfing loszurennen und Andrew sah kurz zu seinem Vorgesetzten.
"Kommen Sie.", meinte Richard kopfschüttelnd zu Welsh und folgte dann dem Wissenschaftler. Dieser zögerte nicht lange und folgte dem Befehl. Was zum Teufel trieb eigentlich den Wissenschaftler dazu einfach loszurennen? Vielleicht dachte er ja, dass ihm nichts passieren könnte - von wegen, auf fremden Planeten konnte man doch nie wissen. Immerhin waren er und Richard für seine Sicherheit verantwortlich, naja... immerhin konnten sie kurze Zeit später wieder zu dem Wissenschaftler aufschließen. Andrews Vorgesetzter war weniger begeistert über die Aktion von Markus Smith, was auch verständlich war, denn Richard hatte die Verantwortung für seine Gruppe.
Ohne wirklich darauf zu warten, ob die anderem ihm folgten, versuchte Markus einen kleinen Hang zu seiner linken hinauf zu steigen, doch bereits nach ein paar Schritten gestand er sich zu, dass es keine so gute Idee gewesen war.
Erschrocken beobachtete Dice, wie Smith dann jedoch auf einmal in seiner Bewegung verharrte. Es war doch nicht etwa etwas geschehen? Schnell schloss er zu ihm auf und stellte erleichtert fest, dass er nur erschöpft war. Kurz schmunzelte er über das Verhalten von ihm, doch dann wurde seine Miene wieder ernst.
Völlig außer Atem und schweißgebadet blieb Markus Smith erstmal stehen und setzte sich kurz hin. Aus seiner Tasche fischte er sich erstmal ein Stofftaschentuch, um sich das Gesicht abzuwischen. Seine Kehle war staubtrocken, sodass er einen großen Schluck aus seiner Wasserflasche nahm. Das Gras um ihn herum war zwar nicht so dicht und hoch wie ein Stück weiter unten, doch es war noch immer genug, um einen heranschleichenden Feind zu verstecken. 'Saftig grün, schön weich und gut riechend,' dachte er bei sich. Er blieb genüsslich sitzen, und nach einigen Minuten spürte er wie der Wind seine durchschwitzte Haut im Gesicht erfrischte.
"Das hätten Sie nicht tun sollen. Wir haben dieses Gebiet noch nicht gesichert und wir haben schon genug gute Männer und Frauen verloren, wollen Sie etwa der Nächste sein?", fragte Richard Dice ernst und seine jungen Gesichtszüge verhärteten sich, als er plötzlich schon wieder das Geräusch hörte. Es schien wirklich von hinter dem Hügel zu kommen.
"Kommen Sie, stehen Sie auf. Wir sehen uns das gemeinsam an", schlug er doch wieder freundlicher vor und bot Markus Smith die Hand an, damit er aufstand.
Ganz in seinen Gedanken versunken blieb Markus erst mal sitzen. Der Wind blies mal stärker, mal schwächer, war aber immer irgendwie zu spüren. Manchmal hätte der Wissenschaftler schwören können, dass sogar das vorhin angesprochene Geräusch zu hören war, aber er konnte den genauen Ursprung nicht lokalisieren.
Erst als er sah, dass Dice und Welsh zu ihm hochkamen, merkte er, dass er abschweifte, und konzentrierte sich wieder auf den kleinen blinkenden Punkt auf seinem Minicomputer. Als die beiden zu ihm aufgeschlossen hatten, wollte er etwas sagen, doch verwarf den Gedanken sofort wieder, nachdem Dice ihm die Hand reichte, um ihm beim Aufstehen zu helfen.
Ohne weiter nachzudenken griff er zu. Der Handgriff des First Lieutenant war hart. Fest griff Richard zu, als Smith ihm die Hand reichte, und zog den Wissenschaftler nach oben. Einen Augenblick sah er Markus Smith danach noch an, bevor er ihn wieder losließ. Ohne weitere Mühe hatte er Markus nach oben gezogen. Als er wieder auf eigenen Füßen stand, konzentrierte sich Smith sofort wieder auf seinen Minicomputer und auf das Signal.
"Meinen Berechnungen zufolge müssten wir den Ursprung des Signals sehen, wenn wir weiter hoch bis zur Kuppe gehen."
Es erschien dem Lieutenant so, als hätte der Wissenschaftler einige Berechnungen durchgeführt, während er hier auf dem Hügel gesessen hatte und scheinbar hatte er dabei auch den Ursprung des Energiesignals entdeckt. Also musste doch etwas hinter diesem Hügel sein und in Richard kam wieder die leichte Hoffnung auf dort etwas Nützliches zu finden. Smith wollte schon wieder losgehen ohne auf die anderen zu warten, überlegte allerdings kurz, blieb stehen und drehte sich um.
"Bitte gehen Sie vor, Sir. Ich möchte niemanden, mich eingeschlossen, in Schwierigkeiten bringen."
Als Markus erwähnte, dass er das Signal gefunden hatte und da anscheinend hin wollte, wollte er Richard anscheinend doch voraus gehen lassen. Andrew Welsh sah den Lieutenant fragend an. "Hmm... diese Gegend gefällt mir nicht...", murmelte er dann und sah sich um.
Vorsichtig beäugte der Teamleader den Wissenschaftler, ob dieser nicht schon wieder plante, einfach Hals über Kopf weiter den Hügel hinauf zu stürmen und sich anzusehen, was dort war, aber scheinbar hatte er seine Lektion gelernt, dass er nicht einfach die Sicherheit des Teams verlassen und sich auf eigene Faust auf Erkundungstour begeben durfte. Zustimmend nickte er daher auch Smith zu und blickte dann zu seinem anderen Teamkollegen. Er hatte Recht. Diese Gegend war zu ruhig, zu friedlich, sodass leicht das Gefühl aufkam, dass hier irgendeine Gefahr lauerte, irgendetwas, was das Team bedrohen konnte. Und dann war da auch immer wieder dieses Geräusch.
Mittlerweile war der Wind auch eine ständige Präsenz geworden, wodurch auch das Geräusch an Lautstärke gewonnen hatte. "Mir geht es auch so. Irgendetwas stimmt hier nicht", bestätigte der junge Air Force Offizier die Bedenken von Sergeant Welsh. In den Einsätzen, die der rothaarige, sportlich gebaute Mann schon geleitet hatte, hatte er immer wieder bemerkt, wie gut es sein konnte, sich auf seine Instinkte zu verlassen, besonders wenn sie einem sagten, dass man auf der Hut sein sollte.
Vorsichtig näherte Dice sich dann auch der Bergkuppe. Markus lies seine beiden Teamkollegen vorgehen, und folgte ihnen dann auf vier bis fünf Schritte. Je mehr sie sich der Kuppe näherten, umso stärker wurden der Wind und auch das Geräusch. Er versuchte den beiden zu folgen, und sich darüber hinaus gleichzeitig auf das Signal zu konzentrieren. Die letzten Meter ging er nur noch geduckt vorwärts, damit etwas, was sich vielleicht hinter der Kuppe befand, nicht sofort sein Team entdecken konnte. Als sie die Kuppe fast erreicht hatten, schaute Markus noch mal schnell auf sein Display. Mit einem Ausdruck von Bestätigung ging er zum Lieutenant.
"Sir, Sir, also der Ursprung des Signals kommt ganz sicher von dort... Sir..."
Erst jetzt merke er den erstaunten Ausdruck auf dem Gesicht des Lieutenant. Er drehte sich um Richtung Tal... doch was er da sah, war einfach unglaublich. Als der Lieutenant einen Blick über die Kuppe geworfen hatte, stockte ihm der Atem. Die Ebene, die sich hinter dem Hügel befand, war zwar genauso ruhig, wie die, die sie zuvor durchquert hatten, aber es wuchs kein Gras dort. Gar nichts. Es war nur die blanke, braune Erde zu sehen und selbst diese wirkte sehr stark platt gedrückt. Das musste einfach der Ort sein, von dem die Energiesignaturen ausgingen.
Von dem Punkt aus, wo sie standen, zog sich die Grasfläche runter bis ins Tal, wo es dann auf einmal abrupt endete, so als ob jemand ein sehr großes Stück Gras einfach rausgeschnitten hätte. Dem Verlauf der Grasnarbe nach konnte es sich um ein großes Gebäude handeln. Markus drehte sich wieder zum Lieutenant um, und sah, dass er sich wieder gefangen hatte und etwas fragte.
Leise flüsternd wandte sich Richard an Markus Smith."Kommen die Energiesignaturen etwa von diesem Ort und sehen Sie eine Möglichkeit, wie wir erfahren könnten, was das ist?", fragte er und bemerkte, wie auch das hohe Gras, das bis zu dieser Erdfläche heranwuchs, im Wind immer wieder gegen etwas Unsichtbares zu schlagen schien.
Kopf nickend meinte der Wissenschaftler: "Die Signatur kommt definitiv von dort unten. Ich würde sagen, dass es sich um ein getarntes Gebäude handelt. Deshalb auch dieses Geräusch. Hört sich an wie ein Generator oder ein laufender Motor. Aber dass hier ein Gebäude der Antiker steht, glaube ich immer noch nicht."
Markus tippte auf seinem Display herum und startete so einen Thermoscan. Das, was er da sah, erstaunte ihn. Er zeigte es dem Lieutenant: "Sir, sehen Sie..., es befinden sich Lebewesen im Gebäude."
Epilog
Das Dreierteam, SGA-8, hatte zwar für gewöhnlich vier Mitglieder, doch eines war ausgefallen und da der Planet schon als gesichert galt, reichten für den Schutz des Wissenschaftlers zwei Soldaten. Sie versuchte sich dem getarnten Gebäude zu nähern. Doch schon mehrere hundert Meter, bevor sie es erreichten, stieg die Energieanzeige auf Smiths Minicomputer erschreckend an und das Tarnfeld weitete sich Meter für Meter um das Gebäude herum aus. Man konnte tiefer in die Erde sehen, als würde der Boden um das bereits unsichtbare Objekt herum kugelförmig zu nichts werden... und es breitete sich immer weiter aus.
Nicht wissend, ob das Feld, wenn es sie berühren würde, gefährlich wäre, befahl Lieutenant Dice den Rückzug. Das Feld vergrößerte sich immer schneller und der Rückzug wurde zur hastigen, stolpernden Flucht. Nur im letzten Moment gelang es den drei Menschen, Atlantis anzuwählen und durch das Sternentor zu flüchten, bevor das Tarnfeld auch das Sternentor verschwinden ließ.
Spätere Versuche, den Planeten erneut anzuwählen, blieben erfolglos. Das Sternentor schien immer belegt zu sein, als wäre bereits ein Wurmloch etabliert.
Hintergrundinformationen
- Diese Geschichte wurde benannt nach dem Lied "Invisible Planet" von der Band Voivod.
Artikel erstellt von Basti. Artikel kontrolliert von TheNarims am 06.04.2010.
