Radek Zelenka

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Der Wissenschaftler Radek Zelenka während einer Inventur der Atlantis Expedition.
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Der Wissenschaftler Radek Zelenka während einer Inventur der Atlantis Expedition.

Radek Zelenka (Darsteller: David Nykl aus der Serie Stargate Atlantis) ist Doktor der Astrophysik und leitet seine eigene wissenschaftliche Abteilung auf Atlantis, die sich besonders um astrophysikalische Probleme kümmert. Häufig unterstützt er jedoch auch Doktor McKay, der Radek trotz seines Egoismus sogar zugesteht der zweitklügste Kopf der Expedition zu sein. Zwar ist Radek schon seit Beginn der Expedition dabei, dennoch ist er bisher nur sehr selten auf Missionen gegangen. Lieber bleibt er in der Stadt und kümmert sich dort um seine Forschungsprojekte.


Inhaltsverzeichnis

Charakterisierung und Fähigkeiten

Im Gegensatz zu Rodney ist Radek meist freundlich zu seinen Kollegen. Er mag keine langen Diskussionen in Besprechungen, sondern schreitet lieber so schnell wie möglich zur Tat, um die Lösung für ein Problem zu finden. Dabei arbeitet er häufig alleine, jedoch bereitet es ihm keine Probleme mit anderen Mitgliedern der Expedition zusammen zu arbeiten, solange sie nicht so arrogant sind wie McKay. Obwohl Zelenka meist ruhig und sachlich ist, gelingt es seinem Kollegen ihn immer wieder zur Weißglut zu treiben. In solchen Situationen neigt Zelenka dazu statt der englischen Sprache seine Muttersprache, Tschechisch, zu verwenden, um zu fluchen oder gar abfällige Kommentare zu machen, wohl wissend, dass Rodney kein Wort davon versteht. Zu Beginn der Expedition hatte er, besonders bei technischen Problemen, hin und wieder Schwierigkeiten die richtigen englischen Begriffe zu finden, doch mit der Zeit hat er sich daran gewöhnt und sein Englisch hat sich verbessert. Auch sein Dialekt hat sich etwas verändert, es ist jedoch immer noch deutlich zu hören, dass Englisch nicht seine Muttersprache ist. Die Physik ist sein Steckenpferd, doch schätzt er in seiner Freizeit auch eine gute Schachpartie, ein Spiel, bei dem er nur selten verliert. Auf der Erde hat er einige Zeit lang Brieftauben gezüchtet, aber als er zu der Atlantis Expedition aufbrach, musste er dieses Hobby aufgeben. Da er zu denen gehört, bei denen die Gen-Therapie nicht funktioniert hat, kann er die Geräte, die das ATA-Gen benötigen, nicht bedienen. Außerdem kann Radek nur sehr schlecht mit Kindern umgehen, denn er hasst ihr lautes Geschrei und die Unordnung, die sie oft wieder machen.


Physiologie und Aussehen

Radek ist schlank und circa 1,80 Meter groß. Seine leicht gelockten, hellbraunen Haare trägt er meist recht zerzaust. Aufgrund seines Alters hat er schon einige Falten in seinem Gesicht, die um seine Stirn und seinen Mund herum besonders ausgeprägt sind. Schon seit seiner Kindheit leidet Radek unter Weitsichtigkeit, wodurch er gezwungen ist eine Brille zu tragen. Seine Augen sind blau, haben jedoch einen leichten Grauton. Während der Arbeit trägt er die typische bräunliche Uniform der Wissenschaftler bei der Atlantis Expedition, in seiner Freizeit mag er aber auch bequeme Jogging Kleidung. Da Radek die meiste Zeit in seinem Labor verbringt, hat er nur selten Zeit um zu trainieren, dennoch ist seine Fitness gut, einen längere, eilige Flucht würde ihm jedoch schwer fallen.


Familiensituation

Radeks Eltern, Irena und Pavel Zelenka, sind mittlerweile verstorben. Seine ältere Schwester Mira hat schon früh geheiratet und hat mittlerweile einen Sohn. Viktor, Radeks Bruder, lebt immer noch in seinem Elternhaus und geniest das Leben in der Abgeschiedenheit. Seinen Bruder hält er wegen seiner Berufswahl für einen Spinner und selbst Mira hält kaum noch Kontakt mit Radek.


Geschichte

Schwierige Kindheitstage

Radek wurde am 7. Februar 1967 in Prag geboren. Er war das zweite Kind von Irena und Pavel Zelenka. Kurz nach Radeks Geburt wurde Pavel, ein Bürokaufmann, entlassen und die Familie war gezwungen Prag zu verlassen und in das alte Haus von Irenas Eltern, die bereits seit einiger Zeit nicht mehr lebten, zu ziehen, da sie sich die Wohnung nicht mehr leisten konnten. In dem kleinen Holzhaus, das in einem Waldgebiet, in der Nähe von Jesenik lag, gab es weder Elektrizität noch fließendes Wasser. Im Winter war die Familie gezwungen das Haus über einen einfachen Holzkamin in der Küche zu heizen, der es kaum ermöglichte das gesamte Haus auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Viele Fenster waren undicht und durch die Ritzen zwischen den Holzbalken drang der kalte Wind.
Pavel versuchte das alte Haus so gut er nur konnte zu reparieren, dennoch fiel es ihm schwer aus dem alten Gebäude ein angenehmes zuhause für seine Kinder zu machen. Dennoch genossen Radek und Mira ihre Kindheit dort. Da sie die Vorzüge der Stadt nur kaum kannten, vermissten sie sie zunächst nicht und spielten ausgelassen gemeinsam in den Wäldern und in dem Gebäude. Als Radek fünf Jahre alt war, wurde sein kleiner Bruder Viktor geboren und seine Mutter kümmerte sich nun mehr um Viktor als um Mira und ihn. Radek beneidete seinen kleineren Bruder für die Aufmerksamkeit, die er von seiner Mutter erhielt und wünschte sich Viktor wäre niemals geboren worden. Es dauerte einige Zeit, bis sich Radek daran gewöhnt hatte und es akzeptierte, dass er nicht mehr das Nesthäkchen in der Familie war. Mittlerweile ging Mira in die kleine Dorfschule in Chebzí und Radek verbrachte einen Großteil des Tages alleine mit seinem Vater, bis auch er ein Jahr später von seinen Eltern auf die Grundschule in dem nahe gelegenen Ort geschickt wurde.
Von Anfang an war Radek ein sehr aufmerksamer und interessierter Schüler. Schnell lernte er lesen und schreiben und überflügelte sogar seine ein Jahr ältere Schwester. Doch bald bemerkte er auch, dass die Lebensweise in dem Ort anders war, als die in ihrem kleinen Holzhaus mitten im Wald. Zuerst konnte er es nicht verstehen, was bei ihnen so anders war, aber mit der Zeit lernte er es zu akzeptieren, dass ihre Familie offensichtlich weniger Geld als die meisten anderen hatte. Traurig hielt er sich zurück, wenn seine Klassenkameraden sich über das Fernsehprogramm oder neue Schallplatten unterhielten, doch diese Zurückhaltung wurde von ihnen als Hochnäsigkeit gewertet und sie schlossen ihn noch mehr aus ihren Gesprächen aus. Die meiste Zeit verbrachte Radek dadurch alleine auf dem Schulhof. Noch während der ersten Klasse versuchte Radek Zelenka seinen Vater darauf anzusprechen, warum sie keinen Fernseher hatten, aber als er bemerkte, wie sich der Gesichtsausdruck seines Vaters verfinsterte und er schnell versuchte ein anderes Thema aufzugreifen, verstand Radek, dass es sich wohl um irgendetwas handelte, was auch seine Eltern sehr belastete. Es fiel ihm schwer mit dieser Situation umzugehen und Radek versuchte vor diesen Problemen mithilfe seiner Bücher zu fliehen. Da er neben seinen Schulbüchern nur einige wenige Bücher besaß, beschäftigte er sich immer wieder mit den Dingen in seinen Schulbüchern und begann auch Kapitel zu lesen, die in der Schule noch nicht durchgenommen wurden. Mit Besorgnis beobachteten seine Eltern wie Radek dadurch in der Schule immer besser wurde und sogar eine Klasse übersprang. Nur zu gerne wollten sie es ihm ermöglichen auf ein Gymnasium zu gehen, anstatt weiterhin auf der Dorfschule zu bleiben, denn sie waren sich sicher, dass er bei seinen Leistungen die Aufnahmeprüfung bestehen würde, doch sie waren sich nicht sicher, ob das Geld, das Pavel durch seinen kleinen Job im Dorf verdient, dafür ausreichen würde. Nach einigen Überlegungen beschlossen sie einen Teil von Pavels geringen Gehaltes darauf zu verwenden, dass Radek den Bus nehmen konnte um zu einer Schule in Pisecna zu fahren. Auch ihrer Tochter gaben sie die Erlaubnis sich an der Aufnahmeprüfung für das Gymnasium zu versuchen, sie bestand jedoch nicht und so ging Radek ohne seine Schwester in Pisecna auf die Schule. Dankbar versuchte er seine Eltern in der Freizeit, die ihm noch blieb, so gut er nur konnte zu helfen und arbeitete eifrig in der Schule mit. Auch wenn seine Eltern immer noch nicht mit ihm darüber sprachen, wusste er, was sie leisteten, damit er überhaupt diese Möglichkeit bekam.
Im Winter 1980 spielte Radeks Bruder, Viktor, bei den Kerzen, die die Familie benutzte um die Wohnräume zu beleuchten. Aus Versehen warf er im Spiel einige der Kerzen um und die Tischdecke fing Feuer. Schon bald begann der Tisch zu brennen und als die Eltern nach ihrem Sohn sehen wollten, stand bereits der gesamte Raum in Flammen. Die Versuche das Feuer zu löschen scheiterten und das Holzhaus brannte vollkommen nieder. In der Zeit, die Pavel und Irina benötigten um das Haus wieder aufzubauen, musste die Familie in einem Zelt leben. Für eine Pension hatten sie kein Geld und erst im Frühjahr 1981 konnte die Familie ihr neues Haus beziehen. Zwar waren nun die meisten Fenster dicht und auch der Kamin etwas besser gebaut, sodass sie das Haus leichter heizen konnten, aber die Familie hatte in dem Winter einige Entbehrungen ertragen müssen. Radek und seine Schwester hatten eine schwere Grippe bekommen und benötigten selbst im Frühjahr noch einige Zeit um sich wieder vollkommen zu erholen. Durch die Grippe verpasste Radek sehr viele Schulstunden und es sah schon fast so aus, als ob er das Schuljahr wiederholen müsste, besonders da auch die meisten seiner Schulbücher während des Brandes zerstört worden waren. Es fiel ihm schwer die Themen nachzuholen und da seine Eltern ihm die Bücher wahrscheinlich nicht ersetzen konnten, blieb er nach der Schule meist solange in der Schulbibliothek, bis die Bibliothek abends geschlossen wurde.
Doch trotz dieser Schwierigkeiten schloss Radek das Gymnasium und seine Matura erfolgreich ab, musste dann aber feststellen, dass das Geld für ein Studium fehlte. Schon während des Gymnasiums hatte er sich sehr für Physik interessiert, doch nun hatte er die Vermutung, dass sein Traum sich wahrscheinlich nie erfüllen würde.


Auf der Universität

Radek war bereits kurz davor sich in der Stadt einen Ausbildungsplatz zu suchen, als einer seiner Lehrer mit einem Angebot einer Firma in London an ihn herantrat. Wenn er wollte, konnte er dort ein Praktikum machen und wenn er gut arbeitete, sogar einen Ausbildungsplatz als Physiklaborant erhalten. Der Traum, der ihm in so weite Ferne gerückt zu sein schien, war nun wieder in greifbarer Nähe, doch er war sich nicht sicher, ob er seine Familie einfach verlassen konnte. Von all seinen Geschwistern hatte er die längste Zeit auf der Schule verbracht und nun wollte er seine Eltern nicht einfach verlassen, besonders nach dem, was sie alles für ihn getan hatten.
Einige Zeit behielt Radek seine Überlegungen für sich, bis er sich endlich traute mit seinen Eltern darüber zu sprechen. Seinen Erwartungen zu Trotz hielten sie es für eine gute Idee, wenn er das Angebot annehmen würde. Dennoch brauchte Radek noch ein paar Tage um sich zu entscheiden, bis er nochmals mit seinem Lehrer sprach. Der Lehrer schrieb seinen Freund in der Firma an und schon bald konnte Radek nach England fliegen. Die Kosten für den Flug übernahm der Lehrer. Dankbar versprach ihm Radek ihm das Geld so bald er nur konnte wieder zurück zu geben. In England arbeitete er fleißig bei der Firma mit und bewarb sich schließlich neben dem Ausbildungsplatz auch für ein Stipendium der Masaryk Universität. Das Stipendium wurde bewilligt und Radek kehrte nach Tschechien zurück um dort Physik zu studieren. Da das Stipendium nicht alle Studienkosten abdeckte, gab er nebenbei noch Nachhilfe in Physik.
1987 schloss er seine Bachelor Arbeit mit sehr guten Leistungen ab und begann in seinem Master Studiengang sich besonders auf Astrophysik zu spezialisieren. Seinen Master Titel erhielt er 1989, war sich jedoch nicht sicher, ob er noch mit einer Doktorarbeit fortfahren oder sich lieber einen Arbeitsplatz in der Industrie suchen sollte. Er hatte einige Angebote von Firmen in Brno, doch dann entdeckte er in seiner Arbeitsgruppe auch eine Ausschreibung für ein Forschungsstipendium an einer amerikanischen Universität. Er beschloss sich mit der Idee, die er für seine Doktorarbeit hatte, dort zu bewerben und wurde zu seiner großen Verwunderung für eines der Stipendien ausgewählt. Somit konnte er sein Studium an der University of Southern California fortsetzen. Zwar fiel es ihm schwer Tschechien nun für so lange Zeit den Rücken zu kehren, aber nachdem er einige Tage bei seinen Eltern verbracht und sie mit seinen Plänen einverstanden waren, packte er seine Sachen und reiste nach Amerika, wo er seine Doktorarbeit schrieb.
1992 kehrte er als Doktor der Physik nach Tschechien zurück, wo er beim Aufbau der Akademie der Wissenschaften der tschechischen Republik half. Einige Zeit arbeitete er noch in Prag und sandte immer wieder einen Teil seines Geldes an seine Familie, bis 1998 die Air Force an ihn herantrat und ihn für Area 51 anwarb. Erstaunt über dieses Angebot nahm Radek an und trat schon bald seine Arbeit in Area 51 an, wo er auch an Technologien arbeitete, die die SG-Teams von Missionen mit zurückgebracht hatten. 2001 wurde er jedoch aufgrund von Budgetkürzungen entlassen und kehrte nach Tschechien zurück. Einige Zeit hielt er in Prag Vorlesungen, arbeitete auch ein paar Monate als Gastdozent am MIT, bis die Air Force wieder mit einem Angebot an ihn herantrat. Sofort stimmte Radek dem Angebot zu und lehnte das Angebot auf einen Junior-Professorenposten an der Masaryk Universität ab.


Bei der Atlantis Expedition

Nun sollte er sich jedoch im Cheyenne Mountain Complex zu einem Bewerbungsgespräch melden, das über seine Teilnahme bei der Atlantis Expedition entscheiden sollte. Zwar machte ihm der Gedanke die Erde möglicherweise nie wieder zu sehen doch einige Sorgen, doch da seine Eltern vor einigen Jahren verstorben waren und sein Bruder und seine Schwester kaum noch Kontakt mit ihm hielten, hatte er kaum noch etwas, was ihn auf der Erde hielt. Voller Neugierde brach er mit den restlichen Expeditionsmitgliedern, nachdem die Anwahl der Stadt geglückt war, nach Atlantis auf, wo sie jedoch schon bald feststellen mussten, dass die Stadt unter Wasser lag und kaum noch Energie hatte. Zwar wurden Teams ausgesandt, die nach einem Planeten suchen sollten, wohin die Expedition flüchten konnte, doch durch einige Experimente kam der Kollaps des Schildes noch früher als erwartet und Atlantis tauchte wieder aus den Fluten des Meeres auf. Als SGA-1 auf der Rückkehr von dem Planeten, wo sie zuvor ein Wraithschiff aus dem Winterschlaf geweckt hatten, durch eine Fehlfunktion bei den Triebwerksgondeln im Stargate stecken blieb, arbeitete Radek, während sich seine Kollegen darüber stritten, wie es möglich wäre das Team zu retten, alleine an einem Puddle Jumper und schaffte es den Schaltkreis zu isolieren, der die Triebwerksgondeln steuert, sodass die Chancen des Teams stiegen, dass es ihnen gelingen würde die Gondeln wieder einzuziehen. Kurz darauf gelang es Radek dann auch herauszufinden, dass der Hangar auch eine Dachluke besitzt, durch die man zu Flügen über den Planeten starten kann.


Zitate

  • Radek zu Reyna Wyatt: "Es tut mir leid, Captain, und freiwillig habe ich bestimmt nicht mit Doktor McKay heute diskutiert. Ich wollte ihn loswerden und habe in dem Moment nicht nachgedacht. Es wird nicht wieder vorkommen." (Mission: Mission Surprise)


Auftritte


Artikel erstellt von TheNarims. Kontrolliert von Basti am 21.09.2010.

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