Nicholas Rush

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Doktor Nicholas Rush kurz nach seiner Ankunft auf der Destiny.
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Doktor Nicholas Rush kurz nach seiner Ankunft auf der Destiny.

Nicholas Rush (Darsteller: Robert Carlyle aus der Serie Stargate Universe) ist der SGC-Experte für Antiker-Technologie und wissenschaftlicher Leiter an Bord des Antikerschiffes Destiny. Bevor Doktor Rush auf der Destiny strandete, war er wissenschaftlicher Leiter auf der Icarus Basis und damit der führende Forscher des dortigen Stargates. Die Pegasus Brücke, als Verbindungsmöglichkeit zur gestrandeten Atlantis Expedition, wäre ohne sein Forschungen im Icarus Programm niemals zustande gekommen, auch wenn er den entscheidenden letzte Chevron nicht allein identifizieren konnte und die Hilfe von Eli Wallace brauchte, um die exakte Energiezufuhr zum Gate zu berechnen. Genie und Wahnsinn liegen bei ihm dicht beieinander und seine fachliche Genialität kann seine Schattenseiten als selbstbezogener, egoistischer und exzentrischer Wissenschaftler nicht überdecken.


Inhaltsverzeichnis

Charakterisierung und Fähigkeiten

Doktor Nicholas Rush ist ein eher ruhiger und nachdenklicher Mensch, der sich anderen kaum öffnet, sofern man ihn nicht stört. Er tendiert jedoch auch zu cholerischem Verhalten, beleidigenden Äußerungen und persönlichen Angriffen gegenüber denjenigen, die er (für den Moment) als inkompetent betrachtet oder deren Ansichten direkt mit seinen eigenen kollidieren. Nachdem seine Frau Gloria gestorben war, hielt ihn nichts mehr auf der Erde, was seine Entscheidung begünstigte, dauerhaft auf der Icarus Basis zu bleiben und es ihm erheblich erleichterte, sich mit seinem Schicksal, an Bord der Destiny gefangen zu sein, abzufinden. Auf dem Gebiet der Antiker-Technologie ist er eine absolute Koryphäe und besitzt einen scharfen, analytischen Verstand, der ihm auch in anderen Fragen gute Dienste leistet. Eben dieser Verstand ist es aber auch, der ihn zu ebenso rational logischen, wie aber auch menschlich fragwürdigen, geradezu kompromisslosen Entscheidungen, verleitet. So ist ihm die Rückkehr zur Erde egal, da es sich bei der Destiny seiner Meinung nach um die vielleicht bedeutendste Entdeckung der Menschheit überhaupt handelt und ihn die Chance lockt, eine gänzlich unbekannte Galaxie zu erforschen.


Physiologie und Aussehen

Nicholas Rush hat ein kerniges Gesicht, einen schlanken Körperbau und trägt sein braunes Haar lang. Seine körperliche Fitness ist durchschnittlich, jedoch machte ihm als starker Kaffeetrinker der Entzug von der Substanz, verbunden mit seinem durch Überarbeitung einhergehenden Schlafmangel an Bord der Destiny so stark zu schaffen, dass er kurzzeitig einen Nervenzusammenbruch erlitt.


Familiensituation

Nicholas Rush war bis zwei Jahre vor seiner Ankunft auf der Destiny mit seiner Frau Gloria verheiratet. Die Konzertviolinistin starb bevor sich ihr Kinderwunsch mit Nicholas erfüllen konnte an Krebs und hinterließ eine tiefe Lücke in Rushs Leben.


Geschichte

Widrigste Bedingungen

Nicholas Rush wurde als Sohn eines Schiffswerftmitarbeiters in Glasgow geboren und wuchs in ärmlichsten Verhältnissen auf. Nur dank zwei zeitgleicher Arbeitsstellen gelang es ihm, sein Studium überhaupt finanzieren zu können. Diese frühen Erfahrungen dürften stark dazu beigetragen haben, aus Nicholas Rush einen zielstrebigen Einzelkämpfer und Außenseiter zu machen, der durch seine Erfahrungen bedingt wenig Gewissensbisse hat, sich mit den Ellenbogen durchs Leben zu kämpfen. Durch seinen Ehrgeiz, seine Zielstrebigkeit und Fähigkeiten wurde Doktor Rush ein College Professor an der University of California in Berkeley. Später wurde er von der U.S. Air Force beauftragt, einige technische Antikertexte zu übersetzen und auszuwerten. Nachdem Rush dabei seine Begabung für die von der U.S. Air Force gestellten Aufgaben unter Beweis stellen konnte, wurde er einige Jahre später in den aktiven Dienst im Stargate Center genommen und bei der Erkundung der Ruinen und Artefakte eingesetzt, um die man zwei Jahre später im Jahr Juli 2008 die Icarus Basis errichtet hatte.


Auf der Icarusbasis

Die U.S. Air Force beauftragte ihn schließlich im Jahr 2009 mit der Erforschung des Stargates auf der Icarus Basis, wo er ein Jahr zuvor Texte der Antiker gefunden hatte, die erste Schlüsse über die gefundene Anlage gaben. Schnell stand fest, dass es mit Hilfe der Anlage möglich sein könnte, ein stabiles Wurmloch zu weit entfernten Zielen zu etablieren, vielleicht sogar zur verloren geglaubten Atlantis Expedition. Schließlich gelang die Anwahl des achten Chevron und damit im September 2009 eine Verbindung in die Pegasus Galaxie. Doktor Daniel Jackson hatte in dieser Zeit bei der Übersetzung einiger Antikertexte geholfen. Die bisher als "Missing In Action" eingestufte Expedition war entgegen aller Erwartungen glücklicherweise nicht tot und konnte durch die einseitige Verbindung jede Menge Daten transferieren, welche man seit Missionsbeginn im Jahr 2006 gesammelt hatte. Im Gegenzug gelang es der Erde der bedrängten Expedition notwendiges Material und menschliche Verstärkung zu schicken (Ereignis: Ghosts On Pegasus Bridge).
Aber das neunte Chevron, wofür das Gate auf dem Icarus Planeten aufgestellt war und seine Energie direkt aus dem Kern der Welt bezog, rastete nach wie vor nicht ein. Da Doktor Rush trotz etlicher Monate intensivster Arbeit und der Übersetzung der Texte durch Doktor Jackson und anderer Wissenschaftler den Bedienungscode und die genaue Energieanforderung der Antiker für das neunte Chevron nicht knacken konnte, hatte er Mitte 2009 einen anderen Plan ersonnen.
Mit Hilfe und Erlaubnis der zuständigen Stellen des Militärs baute er den Code in ein fiktive MMORPG Spiel namens Prometheus ein, das offizielle Teil des Franchises der Serie Wormhole X-Treme war. Die Zeit drängte, da die Menschen der Erde nicht wissen konnten, ob und wie lange der wertvolle Planet noch von ihnen feindlich gesonnenen Kräften unentdeckt bleiben würde. Eli Wallace, ein junger MIT-Abbrecher, war schließlich der, der den Code lösen konnte. Tags darauf fuhr Doktor Rush deshalb mit Colonel Jack O'Neill zu Eli, um diesen zur Icarus Basis zu bringen .
Dort angekommen erörterte Rush Eli seine Arbeit am Stargate der Basis und versuchte zusammen mit ihm das Tor zu aktivieren.
Der Erfolg währte dennoch nicht lange, denn im Oktober 2009 verlor das Stargate Kommando die Icarus Basis beim Angriff dreier Ha'tak des Goa'uld Seth. Die Basis war unter dem unerbittlichem Beschuss des Feindes in schwere Mitleidenschaft gezogen worden und der gesamte Planet drohte zerstört zu werden. In diesem Moment schlug Eli vor, das Symbol der Erde als das neunte Chevron zu verwenden, um so den Code zu vervollständigen. Doktor Rush nutzte die Chance, um die vermeidliche Adresse eines Antikerplaneten anzuwählen, welche sie in der Datenbank des lange ausgestorbenen Volkes gefunden hatten, um aus der Basis flüchten zu können, bevor der Planet explodieren würde, und die letzte Chance die Adresse zu besuchen zu nutzen. Durch das Tor landeten die in letzter Minute mit allem tragbaren Hab und Gut fliehenden Menschen auf der Destiny, in einem bisher unbekanntem Raum einer fernen Galaxie (Episode: Air (Part 1)).


Gestrandet auf der Destiny

Bedingt durch die Tatsache, dass es Doktor Rush war, der anstelle der Erde die Destiny anwählte, war sein Vertrauen bei einigen Gestrandeten - besonders bei Colonel Everett Young, dem ehemaligen Leiter der Icarus Basis - an Bord der Destiny auf einem Tiefpunkt angelangt. Doktor Rush leitete die ersten Erkundungen an Bord des Antikerschiffes und entdeckte dabei das Problem des steigenden CO2-Gehalts in der Luft. Nachdem das Schiff in der Nähe eines Wüstenplanetens aus dem Überlichtantrieb gesprungen war, war er es der entdeckte, dass das Kalziumkarbonat auf dem Planeten das CO2 filtern könnte. Aus diesem Grund war er bei einem der ersten Expeditionsteams dabei, welches den unbekannten Planeten erforschte .
Auf dem Wüstenplaneten fuhr er Sergeant Ronald Greer scharf an, als dieser sich weigerte mit ihm sein Wasser zu teilen. Durch Rushs herrschsüchtiges Auftreten kam es zu einem kleinen Kampf mit Greer, den der Soldat jedoch ohne größere Mühen für sich entschied.
Sergeant Bradley Curtis, Doktor Andrea Palmer, sowie Doktor Jeremy Franklin, äußerten gegenüber Eli bei der Erkundung des Planeten ernste Zweifel an Rush und wählten daraufhin eine für Rush gefährlich scheinende Welt an. Während Curtis und Palmer durch das Tor schritten, kam Rush mit seinem Erkundungsteam zurück und befahl Greer auf Doktor Franklin zu schießen, damit dieser nicht ebenfalls sein Leben gefährden würde, indem er sich von der Expedition entfernte (Episode: Air (Part 3)).
An Bord der Destiny wartete schon das nächste Problem auf Rush, als sich die Energiereserven des Schiffes dem Ende zuneigten. Das Schiff schien kurz vor dem Zusammenbruch, als die Destiny am Rand eines Sonnensystems aus dem Überlichtantrieb sprang, um anschließend einen Gasriesen zu umrunden und mit dem gewonnenen Schwung direkt auf einen Stern zuflog (Episode: Darkness).
In der anschließend stattfindenden Lotterie verzichtet Rush freiwillig auf seinen Platz auf dem Shuttle, das 15 Menschen auf einen der Planeten des Systems retten sollte, zugunsten der anderen Besatzungsmitglieder. Glücklicherweise wurde das Schiff nicht zerstört, sondern nutzte den Stern, um seine schwindenden Energiereserven aufzufrischen (Episode: Light).
Später bemerkt Rush als erster den Selbstmord von Sergeant Josh Spencer und arrangierte alles so, als hätte Colonel Young ihn getötet, um seinen Widersacher zu diskreditieren und damit endgültig bei der Mannschaft als Anführer der Gestrandeten akzeptiert zu werden. Obwohl er die Tatwaffe in Youngs Quartier versteckte, wo sie auch entdeckt wurde, als man den Mord näher untersuchte, schlug der Plan fehl, als Camile Wray das Kommando über das Schiff übernahm. Eli gelang es auch noch, die von Rush gelöschten Aufzeichnungen des Fliegenden Auges zu rekonstruieren, wodurch sein Betrug vor Young aufflog und Spencers Tod als Selbstmord entlarvt wurde.
Kurz darauf untersuchte Rush mit Young und einigen anderen ein abgestürztes Raumschiff auf einem nahen Planeten. Hier nutzte Young die Gelegenheit, als er mit Rush allein war, den Doktor mit seinem Mordkomplott zu konfrontieren. Im darauf stattfindenden Streit kam es zu einem Gerangel, in dessen Folge Young Rush niederschlug und bewusstlos auf dem Planeten zurück ließ (Episode: Justice).
Doktor Rush gelang es während seines Aufenthalts ins Innere des gestrandeten Schiffs zu gelangen, von dem er dachte, er könnte es zur Flucht von der Welt benutzen. Versehentlich aktivierte er dabei einen Peilsender, der Aliens anlockte, die ihn auf ihr Schiff entführten. Young konnte Rush bei der Flucht aus dem Forschungstank an Bord eines Alienschiffes helfen, als er mit Hilfe des von Rush heimlich entwendeten Kommunikationssteines in den Körper eines der Aliens schlüpfte. Rush, der nicht erkannte, dass Young den Alien kontrollierte, überrumpelt den körperlich schwächeren Kontrahenten und entdeckte kurzerhand, dass auch Chloe Armstrong an Bord gefangen war. Nachdem Rush Cloe befreien konnte, gelang beiden die Flucht mit einem der Alienschuttles bis zur Destiny, welche vom Mutterschiff der Außerirdischen angegriffen worden war. Da sowohl Young als auch Rush fehlerhaft gehandelt hatten, beschlossen sie gemeinsam die wahre Geschichte auf dem Wüstenplaneten und dass Rush dem Colonel einen Mord unterschieben wollte, zum Wohle der Mannschaft vor dieser zu verheimlichen (Episode: Space).
Rush sah die vorangegangenen Ereignisse als Bestätigung, dass Young der falsche Mann für die Führung der Gestrandeten war und plante deshalb zusammen mit Wray, Chloe und den meisten anderen Zivilisten eine Revolte gegen Youngs Militärführung. Dazu transferierte Rush die Steuerungsfunktionen der Destiny in einen zweiten Raum, von wo aus er die Kontrolle über das Schiff haben würde und riegelte gleichzeitig das Militär mit einem Teil von den Zivilisten durch die mechanischen Türen des Schiffes ab. Zu seinem Bedauern konnte Rush den Vorgang durch eine Einmischung von Eli aber nicht abschließen. Young und Matthew Scott nutzten den kleinen Rest an gebliebener Kontrolle des Militärs über das Schiff, um von ihrem Teil der Destiny aus das Kommando über das Schiff zurück zu erlangen. Währenddessen griffen gleichzeitig die feindlichen Aliens erneut an. In diesem Moment gab Rush zu, dass die Destiny nach der Zerstörung eines ersten Aliensenders an Bord nur gefunden werden konnte, weil die Aliens ihm einen zweiten Sender implantiert hatten. Auf Youngs Anweisung wurde dieser zweite Sender aus Rush chirurgisch entfernt. (Episode: Divided).
Trotz seiner Schwächeerscheinung nach der Operation arbeitete Rush kurz darauf wieder, um das beschädigte Shuttle der Destiny zu reparieren. Auf einem nahen Planeten hatte man kurz zuvor Spuren einer fortschrittlichen Zivilisation entdeckt, welche laut Rush das gesamte System künstlich geschaffen hatte.
Für einen Monat wurde daraufhin ein Team auf den Planeten geschickt, um die Vorräte aufzufrischen und diesen zu erforschen. Rush selbst blieb dabei an Bord der Destiny, um sich weiter um die Reparaturen kümmern zu können. Als sich herausstellte, dass ein Teil der Expedition auf dem Planeten bleiben wollte, forderte Rush Colonel Young auf, diese unter allen Umständen, auch unter Gewaltandrohung, zurückbringen zu lassen, da man auf keinen einzelnen Mann in der Crew verzichten könnte. Young reiste mit dem zweiten, reparierten Shuttle selbst auf den Planeten und erlaubte einigen der Zivilisten, darunter Robert Caine, zu bleiben, im Gegenzug dafür mussten aber alle Militärangehörigen zurück zur Destiny (Episode: Faith).
Als Rush endgültig hinter das Geheimnis des Mastercodes der Destiny gelangen wollte, beschloss er, sich trotz der schlechten Erfahrungen die Doktor Franklin mit dem Repositorium gemacht hatte, dieses zu nutzen. Zu diesem Zweck hatte er den Informationsfluss des Repostoriums zusammen mit Dale Volker eingedämmt, um die Benutzung ungefährlicher zu machen. Die Informationen wurden ihm beim Benutzen des Stuhls dabei eher indirekt am Rande früherer Erinnerungen übermittelt, welche sich ähnlich wie Träume manifestierten. Dabei durchlebte Rush erneut die Krebsdiagnose seiner Frau, den Besuch von Daniel Jacksons, der ihn für das Icarus Projekt angeworben hatte, sowie etliche Alltagssituationen bis zum Tod seiner Frau. Schließlich erkannte Rush, dass die Zahl 46 ein immer wiederkehrender Faktor in seinen Träumen war, weshalb Doktor Rush schließlich darauf kam, dass die Antiker ihren genetischen Code zur Verschlüsselung der Destiny genutzt hatten, ähnlich, wie sie es später in Atlantis und anderen Technologien taten (Episode: Human). Trotz dieser Informationen gelang es Rush vorerst nicht, die Destiny am nächsten F.T.L.-Flug zu stoppen, weshalb Eli, Chloe, Greer und Scott auf einem Planeten gestrandet blieben, auf dem sie die Reste einer vergangenen Zivilisation erforscht hatten und in einer unterirdischen Anlagen verschüttet worden waren.
Ein Erkundungsteam um Rush suchte daraufhin alle in Reichweite befindlichen Planeten durch das Stargate ab, um über diese als Zwischenstationen eine Möglichkeit zu finden, andere Planeten anzuwählen und so zurück auf die Welt zu kommen, auf der die Verschütteten festsaßen. Dank dieser Taktik gelang es Rushs Erkundungsteam, Greer von dem Planeten zurück zu hohlen, auf dem er gestrandet war. Die Suche nach Eli, Chloe und Scott hielt dabei weiter an, da diese Greer auf dem Planeten nach einem weiteren Deckeneinsturz zurücklassen mussten und sich allein mit Hilfe des Stargate auf die Verfolgungsjagd nach der Destiny gemacht hatten (Episode: Lost).

Nicholas Rush und Amanda Perry in einer von der Wissenschaftlerin im Computer der Destiny erzeugten Simulation.
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Nicholas Rush und Amanda Perry in einer von der Wissenschaftlerin im Computer der Destiny erzeugten Simulation.


Zitate

  • Nicholas Rush: "For a moment there I thought we were in trouble." (Episode: Time)


Auftritte


Artikel erstellt von MelC. Kontrolliert von Basti am 21.09.2010.

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