Legende: Die Bibel von Nod

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Diese Legende (verfasst von Basti) des Ursprungs der Vampire, dem Fluch des Kain, erzählt seinen Fall vor Gott, seine Verbannung, seinen Fluch und wie er durch diesen - nachdem Lilith mit ihm ihre Magie geteilt hatte, zu etwas Neuem wurde, wodurch Gott ihn noch mehr strafen ließ. Es handelt sich nicht um die tatsächliche Vergangenheit und Geschichte des Systemlords Kain, weist aber manche Punkte und Andeutungen auf, welche wirklich stattgefunden hatten.


Inhaltsverzeichnis

Betroffene Personen bzw. involvierte Völker


Zusammenfassung

Kain und Abel wurden von ihrem Vater und Gott aufgefordert, für ihn zu opfern. In der Legende ist dabei der Übergang zwischen Gott und Vater schwer festzusetzen. Während Abels Tieropfer seines besten Viehs Gott befriedigte, war er mit Kains Opfer seiner besten Pflanzen und Früchte nicht zufrieden. Bei der nächsten Opferung brachte Kain nichts zum Alta, und als sein geliebter Bruder ihn aufforderte, ihrem Gott etwas darzubieten, vergoss Kain das Blut seines Bruders und opferte dessen Leib den Flammen.

Gott bestrafte ihn daraufhin, indem er ihn in die Finsternis verstieß, in das dunkle Land von Nod.

Einige Zeit war Kain allein, doch dann traf er auf Lilith, die ihn aufnahm. Sie war mächtig, eine Zauberin, ausgestoßen von Gott, wie er selbst. Weil sie ihn liebte, ließ sie ihn an ihrer Macht teilhaben, obwohl es ihn vernichten könnte, da sie nicht wusste, was dies zusammen mit seinem Fluch bewirken würde.

Nachdem Kain von ihrem Blut getrunken hatte und daraufhin dieselbe Macht bekam wie sie, schickte Gott seine Engel, um Kain Vergebung anzubieten, sofern er Reue zeigen und auf den rechten Weg zurückkehren würde. Doch Kain lehnte jedes Angebot von Vergebung ab und einen Engel nach dem anderen, den er ablehnte, verhängte Gott schlimmere Flüche über ihn. Fortan musste er das Feuer fürchten, das Sonnenlicht. Er solle für alle Ewigkeit in Dunkelheit wandeln, nur Blut trinken und Asche essen. Alles, was er anfasste, würde zerfallen und untergehen.


Die Bibel von Nod

Ich träumte vom Anbeginn der Zeit,
der längsten Erinnerung.
Ich spreche vom Anbeginn der Zeit,
dem ältesten Vater.
Ich singe vom Anbeginn der Zeit,
und der Dämmerung der Dunkelheit in Nod,
wo das Licht des Paradieses
den Nachthimmel erleuchtet,
und die Tränen unserer
Eltern den Boden benetzen.
Auf seinem Weg zu leben
macht sich jeder von uns auf,
um unsere Nahrung vom Land zu nehmen.

Und ich, der erstgeborene Kain, ich,
pflanzte mit scharfen Dingen,
die dunkle Saat,
begoss sie in der Erde,
pflegte sie, sah wie sie wuchsen.

Und Abel, der zweitgeborene Abel,
pflegte die Tiere,
half ihnen bei ihrer blutigen Geburt,
nährte sie, sah sie wuchsen.

Ich liebte ihn, meinen Bruder,
er war der Klügste,
der Süßeste,
der Stärkste,
er war die erste
all meiner Freuden.

Dann eines Tages
sprach unser Vater zu uns:
Kain, Abel,
Ihm droben müsst Ihr opfern -
ein Geschenkt vom Feinsten
all dessen, was Ihr habt.

Und ich, der erstgeborene Kain, ich
sammelte die zarten Sprösslinge,
die glänzendsten Früchte,
das süßeste Gras.

Und Abel, der zweitgeborene Abel,
schlachtete die jüngsten,
die stärksten,
die niedlichsten seiner Tiere.

Auf dem Altar unseres Vaters
brachten wir unsere Opfer dar
und entzündeten ein Feuer unter ihnen
und beobachteten, wie der Rauch sie
zu ihm droben trug.
Abels, des Zweitgeborenen, Opfer
roch süß für ihn droben
und Abel ward gesegnet.
Und ich, der erstgeborene Kain, ich
wurde von hinten getroffen von
einem harten Wort und einem Fluch,
denn mein Opfer war unwürdig.
Ich betrachtete Abels Opfer,
das noch rauchte, das Fleisch, das Blut.
Ich schrie, ich bedeckte meine Augen.
Ich betete Tag und Nacht
und als Vater sprach
die Zeit zum Opfern sei wieder da
und Abel
führte seine Jüngsten,
seine Süßesten,
seine Meistgeliebten,
zum Opferfeuer,
brachte ich nicht
meine Jüngsten,
meine Süßesten,
weil ich wusste,
er droben würde sie nicht wollen
und mein Bruder,
der geliebte Abel,
sprach zu mir:
"Kain, Du hast kein Opfer gebracht,
kein Geschenk von den Ersten deiner Freuden,
es auf den Altar seiner droben zu verbrennen."
Ich weinte Tränen der Liebe,
als ich mit scharfen Dingen
die erste all meiner Freuden opferte,
meinen Bruder.
Und Abels Blut
bedeckte den Altar
und roch süß
als es brannte.
Aber mein Vater sprach:
"Verflucht seist Du, Kain,
der du deinen Bruder erschlugst.
Wie ich ausgestoßen ward,
so sollst auch du
ausgestoßen sein!"
Und er verstieß mich,
auf dass ich im Dunkeln wanderte,
ins Land Nod.

Ich floh ins Dunkle.
Ich sah keine Lichtquelle.
Und ich war voller Angst.
Und allein.


Liliths Ankunft

Ich war allein in der Dunkelheit
und ich verspürte Hunger.
Ich war allein in der Dunkelheit
und mir ward kalt.
Ich war allein in der Dunkelheit
und ich weinte.
Dann sprach zu mir
eine süße Stimme,
eine Honigstimme,
Worte des Beistands,
Worte des Trostes.
Eine Frau,
dunkel und lieblich,
mit Augen, die
die Dunkelheit durchdrangen,
kam zu mir.
"Kain von Nod"
sagte sie lächelnd.
"Du hast Hunger. Komm!
Ich habe Nahrung.
Dir ist kalt. Komm!
Ich habe Kleider.
Du bist traurig. Komm!
Ich habe Trost."
"Wer würde einen trösten,
der verflucht ist wie ich?
Wer würde mich kleiden?
Wer würde mich nähren?"
"Ich bin Deines Vaters erste Frau,
die mit Ihm droben uneins war
und Freiheit errang in der Dunkelheit.
Ich bin Lilith!
Einst war mir kalt,
und es gab keine Wärme für mich.
Einst war ich hungrig,
und es gab keine Nahrung für mich.
Einst war ich traurig, und es gab keinen Trost für mich."
Sie nahm mich auf,
sie nährte mich.
Sie kleidete mich.
In ihren Armen fand ich Trost.
Ich weinte, bis Blut aus meinen Augen rann
und sie küsste es fort.


Liliths Magick

Und ich wohnte eine Zeit lang
im Hause Liliths
und ich fragte sie:
"Wie hast du diesen Ort
aus Dunkelheit erbaut?
Wie hast Du Kleider gemacht?
Wie hast du Nahrung wachsen lassen?"
Und Lilith lächelte und sprach:
"Im Gegensatz zu Dir bin ich erwacht.
Ich sehe die Fäden,
die rings um dich gesponnen sind.
Ich mache,
was ich brauche,
aus Macht!"
"Dann erweck mich Lilith", sprach ich.
"Ich brauch diese Macht.
Dann kann ich meine eigenen
Kleider machen,
meine eigene Nahrung machen,
mein eigenes Haus."
Sorgenvoll runzelte sie die Stirn.
"Ich weiß nicht, was das
Erwachen mit dir tun wird,
denn du bist wahrhaft verflucht
von deinem Vater.
Du könntest sterben.
Du könntest auf ewig verändert sein."
Kain sprach: "Und dennoch,
ein Leben ohne Macht
wird nicht lebenswert sein.
Ich stürbe ohne Deine Gaben.
Ich werde nicht als dein Knecht leben."
Lilith liebte mich,
und ich wußte es.
Lilith würde tun,
worum ich sie bat,
wenn sie es auch nicht wollte.
Und so erweckte mich Lilith,
Lilith mit leuchtenden Augen.
Sie schnitt sich mit einem Messer,
blutete für mich in eine Schale.
Ich trank in tiefen Zügen.
Es war süß.
Und dann fiel ich in den Abgrund.
Ich fiel auf immer, fiel
in die tiefste Dunkelheit.


Die Versuchung Kains

Und aus der Dunkelheit
kam ein hell leuchtendes Licht -
Feuer in der Nacht.
Und Erzengel Michael enthüllte sich mir.
Ich hatte keine Angst. Ich fragte, was er wollte.

Michael, der Heerführer des Himmels,
Hüter der heiligen Flamme,
sprach zu mir:
"Sohn Adams, Sohn Evas,
Dein Vergehen ist groß,
und doch ist auch die Gnade meines Vaters groß.
Willst Du nicht ablassen von dem Bösen, das Du getan
und Dich von Seiner Gnade reinwaschen lassen?"
Und ich sprach zu Michael:
"Nicht aus der Gnade Seiner droben,
sondern aus meiner eigenen,
werde ich stolz leben."

Michael verfluchte mich und sprach:
"Dann sollen Du und Deine Kinder,
solange ihr auf Erden wandelt,
meine lebenden Flammen fürchten
und sie wird
tief in euer Fleisch beißen und es verschlingen."
Und am Morgen kam Raphael,
auf züngelnden Schwingen,
Licht am Horizont,
Lenker des Sonnenwagens,
Hüter des Ostens.
Raphael sprach und sagte:
"Kain, Sohn Adams, Sohn Evas,
Dein Bruder Abel vergibt Dir Deine Sünde.
Willst du nicht bereuen und die Gnade
des Allmächtigen annehmen?"
Und ich sprach zu Raphael:
"Nicht durch Abels Vergebung,
sondern durch meine eigene,
wird mir vergeben!"
Raphael verflucht mich und sprach:
"Dann sollen Du und Deine Kinder,
solange ihr auf Erden wandelt,
die Dämmerung fürchten,
und die Strahlen der Sonne
werden euch wie Feuer verbrennen wollen,
wo immer ihr euch auch versteckt.
Verbirg Dich nun, denn die Sonne erhebt sich,
ihren Zorn auf Dich zu laden."
Aber ich fand einen geheimen Ort,
in der Erde,
und verbarg mich vor
dem brennenden Licht der Sonne.
Tief in der Erde schlief ich,
bis das Licht der Welt
hinter dem Gebirge
der Nacht verborgen war.
Als ich aus meinem Schlaf erwachte,
hörte ich das Geräusch,
sacht schlagender Flügel,
und ich sah
die schwarzen Schwingen Uriels,
die mich umhüllten -
Uriel, der Schnitter, der Todesengel,
der finstere Uriel, der im Dunklen wohnt.
Uriel sprach leise zu mir und sagte:
"Sohn Adams, Sohn Evas,
Gott der Allmächtige,
hat Dir Deine Sünde vergeben.
Wirst Du Seine Gnade annehmen und mich
Dich zur Deiner Belohnung tragen lassen,
nicht länger Verflucht?"
Und ich sprach zu Uriel,
mit den dunklen Schwingen:
"Nicht aus der Gottes Gnade,
sondern aus meiner eigenen,
werde ich leben.
Ich bin, was ich bin,
ich tat, was ich tat,
und das wird sich nie ändern."
Und dann verfluchte mich
der Allmächtige Gott
durch den furchbaren Uriel.
Uriel sprach:
"Dann sollen Du und Deine Kinder
solange ihr auf Erden wandelt,
euch klammern an die Dunkelheit.
Ihr werdet nur Blut trinken,
ihr werdet nur Asche essen,
ihr werdet immer sein,
wie ihr im Tode wart,
nie sterben, weiterleben.
Ihr werdet auf immer im
Dunkel wandeln,
alles, was ihr berührt, wird
zu nichts zerfallen,
bis zum jüngsten Tag."


Hintergrund der Legenden

In der Zeit vor der Geburt von Apophis, 36.000 Jahre vor der Zeitrechnung der Menschen, war ein Alpha Männchen der Goa'uld namens Sharushai mit einigen alten Antikerschiffen und Unas ausgezogen, um sich fern von den anderen herrschenden Stammesführern eine Domäne zu errichten. Sharushai ließ sich in einer kleinen Galaxie nieder, die später nur noch als Kains Galaxie bezeichnet wurde.

Mit seiner Goa'uld-Königin zeugte das Alpha Männchen die Goa'uld Kain und Abel, die er zu seinen Söhnen aufzog. Zur Milchstraße betrieb er nur wenige Kontakte, jedoch übernahm Sharushai ab etwa 17.000 v. Chr. die Bezeichnung als Systemlord, was darauf schließen lässt, dass er immer wieder Gesandtschaften in die Milchstraße schickte oder von dort Sklaven, Technologie und Ressourcen raubte.

Um 14.000 v. Chr. begann ein Krieg zwischen den Söhnen und Vasallen Sharushais, bei dem Kain schlussendlich seinen Bruder Abel vernichtete. Auslöser war die Bevorzugung Lord Abels durch den Systemlord Sharushai gewesen, der ihm die ertragreicheren Sonnensysteme zur Verwaltung gegeben hatte. Sharushai richtete daraufhin seinen Zorn auf Kain und eroberte die Gebiete, die er seinem älteren Sohn zuvor zur Verwaltung übertragen hatte, zurück. Kain wurde gezwungen, sich in ein kleines Gebiet zurückzuziehen, ein von galaktischen Nebeln durchzogenes Gebiet von Sternensystemen, das Land von Nod genannt wurde. Dort begann Kain seine Macht wieder aufzubauen.


Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 28.01.2010.

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