Kyrnos

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Der auch als P2X-249 bezeichnete Planet Kyrnos.

Der Planet Kyrnos, den Tau'ri eher als P2X-249 bekannt, ist die Heimatwelt einer zwergwüchsigen Menschenart, den Kyrnosiern. Als friedliche, steinzeitliche Ackerbauern lebten sie in Harmonie mit der Natur und den gelegentlichen Händler, die auf der Durchreise mit ihnen Tauschhandel betrieben. Das änderte sich erst, als Goa'uld Königin Elys'Sa Hanno im Zuge ihres "Stargate - Kommando SG – G"-Projektes die Welt wie etliche andere überfiel, um die Bewohner 2009 als billige Arbeitssklaven zur Errichtung ihrer geheimen Anlage zu missbrauchen und sie anschließend als einzige Zeugen zu beseitigen. Die Menschen von Tau'ri schickten seit längerem SG-Teams nach P2X-249, um im Austausch gegen Erdenmedikamente Naquadah von den Kyrnosiern zu erhalten. Dabei entdeckten sie das durch Elys'Sa angerichtete Massaker und halfen den Überlebenden beim Wiederaufbau.


Daten

  • Monde: 0
  • Sonnen: 1 (S2X-249)
  • Durchmesser: ca. 8.961 km
  • Bevölkerung: ehemals 5.625 Kyrnosier, inzwischen nur noch 3.819
  • Kultur: gotischer Stil
  • Siderische Umlaufzeit: 382,07 Tage
  • Rotationsperiode: 7 Stunden 34 Minuten
  • Oberflächenwasser: 26,83%
  • Atmosphäre: Stickstoff 69,54%, Sauerstoff 21,45%, Kohlenstoffdioxid 9,01%
  • Zusammensetzung: geschmolzener großer Metallkern, Steinmantel und Silikatkruste
  • Stargateposition: abseits einiger ehemaliger und fünf aktueller Dörfer


Geschichte

Die Schriftzeichen der Kyrnosier für ihr Alphabet und ihr Zahlsystem.

Auf Kyrnos entwickelte sich um 7.500 aus eingeschleppten menschlichen Sklaven, bedingt durch die starke Anziehungskraft (welche dem 2,3 fachen der Erde entspricht) des Planeten, zu einer eher zwergeswüchsigen, ja gnomenhaft, breitgebauten Art der Tau'ri. Lange fanden die Goa'uld keine Verwendung für die an Kraft und Ausdauer eher schwachen Kyrnosier.

Zwischenzeitlich überlegten sich die Goa’uld, dass sie die zwergenhafte Bevölkerung einfach eliminieren sollten, als ein Naquadahfund auf Kyrnos alles änderte. Schnell erkannten die selbsternannten Götter, dass die Kyrnos viel idealere Minensklaven bildeten als normale Menschen. Durch ihre geringere Größe passten sie in schmalere Stollen und ihr muskulöser, robuster gebauter Körper ließ sie länger und härtere Belastungen im harten Bergbau aushalten.

Als die Naquadahmengen auf Kyrnos den Machtansprüchen der Goa'uld ab dem Jahre 650 nicht mehr genügten, verließen sie den Planeten und nahmen etliche Kyrnos als Sklavenarbeiter für andere Welten mit. Schnell zeigte sich doch, dass die Kyrnosier durch die geringere Schwerkraft anderer Welten und die Vermischung mit normalen Menschen ihre Eigenschaften verloren und sich nach einigen Generationen fern ihrer Heimatwelt nicht mehr von anderen Menschensklaven unterschieden. So hörten dank ihrer Unbrauchbarkeit auch die letzten Jagden der Goa'uld auf die Kyrnosier auf und die selbsternannten Götter besuchten den Planeten nicht einmal mehr, um Sklaven zu fangen.

Von den einstigen Göttern endlich komplett alleine und im Stich gelassen, bildeten die Kyrnosier eine friedliche und auf Gemeinschaft beruhende Gesellschaft, welche das kleinwüchsige Volk vor wilden Raubtieren und der Unbarmherzigkeit der Natur schützte und zusammenschweißte. Jahrhunderte lang als Bergbausklaven gehalten, entwickelten die Kyrnosier eine starke Beziehung zu Stein- und Metall, die sich später in kultischer Verehrung widerspiegelte.

Einst in Höhlen gehalten, bauten die Kyrnosier ihre oberirdischen Behausungen den alten Grotten und unterirdischen Hallen nach, die ihnen lange nach dem Verschwinden der Goa‘uld noch Schutz vor wilden Tieren geboten hatten. Die Kultur, die sich dabei eigenständig entwickelte, hatte viel mit dem Gotischen Stil der Erde gemein und verfügt ebenso über eine in Stein gehauene Runenschrift.

Ab dem Jahr 2007 unterhielt die Bevölkerung durch SG-Teams Kontakt zur Erde und führte im Austausch gegen Medikamente einen regen Handel mit dem für die Kyrnosier nur zeremoniell wichtigem Naquadah. Im Jahr 2009 überfiel einige hundert Jaffa der Goa'uld Königin Elys'Sa den Planeten, um 2.428 der auf dem Planeten lebendem 5.625 Menschen zu versklaven, die anschließend am geheimen Stargate Kommando Center G Stützpunkt arbeiten sollten und später exekutiert wurden.

Während einem dieser Überfälle kam es dabei zu einem Schusswechsel zwischen den Jaffa, dem falschen SG Team, das Spuren verwischen sollte und einem echten SG Team um Captain Samuel Moran, Major Andrew Wrigth, Michael Steel und einem Marine um den Kyrnosier Gepdok. Während beide SG Teams, das echte und das falsche, von Kyrnos vor den Jaffa flohen, versteckte sich Gepdok und entkam so dem anschließenden letzten Massaker der Jaffa in seinem Dorf.

So hatte Gepdok im Zwist der beiden SG Teams erfahren, dass es nicht die normalen Tau'ri waren, die sein Volk angegriffen hatten. Nach diese Erkenntnis suchte er Zuflucht beim nächsten eintreffenden SG Team und half ihnen später beim Auffinden und Versorgen der überfallenen Dörfer, nachdem sich die falschen SG Teams als Goa'uld-Manöver herausgestellt hatten.

Die Beziehungen zwischen den Kyrnosiern und der Tau'ri normalisierten sich dadurch in den kommenden Monaten wieder auf das alte Vertrauensmaß, doch die Gesellschaft der wieder wachsenden Zahl der Kyrnosier war zutiefst gespalten. Gepdok und einige andere traten mutig für mehr Engagement mit ihren Verbündeten im Kampf gegen die falschen Götter ein, die ihnen soviel Leid gebracht hatten.

Die Isolationisten sahen dagegen das friedliche Erbe ihrer Vorfahren bedroht und sahren genug Arbeit darin, einige der zerstörten Dörfer von ehemals 50 bis 100 Kyrnosiern wieder aufzubauen, welche von den Jaffa zerstört worden waren, um dort zu leben. Dennoch folgten einige hundert Kyrnos der Gruppe um Gepdok, die ihre friedliche Tradition wahren, aber zugleich gegen die falschen Götter antreten wollten, um deren erneute Rückkehr nach Kyrnos zu vereiteln. Dass die Jaffa nach Aufdeckung ihrer streng geheimen Aktion keinerlei Interesse mehr hatten, auf das für sie unbedeutende Kyrnos zurück zu kehren, konnten die Kyrnosier freilich nicht wissen.

So machten sich diejenigen Kyrnosier, welche wie Gepdok auszogen etwas gegen die falschen Götter zu tun, auf einen schmalen Weg durch die unbekannte Galaxis, zwischen Widerstand und friedfertiger Tradition. Meist fanden sie Arbeit als Transporteure, Schmuggler, Schmiede, Handwerker oder Techniker, welche die Arbeit ihrer gegen die Goa'uld agierenden Verbündeten so gemäß ihrer Tradition friedfertig und eher indirekt unterstützten.


Oberfläche

Eine typisch, idyllische Dorfsiedlung der Kyrnosier, inmitten unberührter Natur.

Die Kyrnosier leben auf einer Welt, die sich in den letzten Jahrtausenden wenig veränderte. Die ruhige Kruste des Planeten führt zu keinerlei Vulkanausbrüchen oder größeren Verwerfungen, aus denen Berge entstehen könnten. Die dichten und weitflächigen Wälder bestehen größtenteils aus Laubnadelmischwald und bieten das bevorzugte Baumaterial für die bis zu zweistöckigen Häuser. Die Wasservorräte sind in etlichen weit verteilten Seen zu finden, ein größeres Meer hatte sich bisher nicht bilden können, dafür ist der Grundwasserspiegel sehr dicht unter der Oberfläche.

Flora und Fauna

Viele Fische und Säugetiere haben sich auf Kyrnos im Laufe der Jahrtausende entwickelt, von denen einige von den Kyrnosiern wie das Ochsenähnliche Orim domestiziert und zu Nutztieren gemacht wurden. Dennoch sind viele, auch die pflanzenfressenden Tiere für die kleinen und zerbrechlich gebauten Kyrnosier sehr gefährlich, so dass dieses friedliche Volk mit großer Sorgfalt und Behutsamkeit gelernt hat, sanft mit seinen Nutztieren umzugehen, denn schon ein einziges aufgebrachtes Lasttier kann seinen Bauern leicht überrennen, ohne davon groß Notiz zu nehmen.


Klima

Das Klima auf Kyrnos ist durchgehend mediterran und liegt zwischen 0°C und 45°C. 870 bis 1.890 mm Jahresniederschlag sorgen auf dem nicht zu heißen Planeten für eine üppige Vegetation, in der unzählige Tiere und Pflanzen gedeihen. Das geringe Feuer der Öfen und Schmelzöfen der wenigen Kyrnosier ist niemals in der Lage, an dem perfekten Klima dieser Welt etwas zu ändern, da dessen Ausmaße viel zu gering sind.


Bevölkerung

Von den einst 5.625, Kyrnosiern, leben inzwischen nur noch 3.819, welche im engen Kontakt zu den SG-Teams des SGC stehen, welche in regelmäßigen Abständen ihre Welt besuchen, um Tauschhandel zu betreiben. Von den einst dutzenden Dörfern sind nur noch fünf übrig geblieben, in denen die verbleibenden Überlebenden der Versklavung und des Massakers leben.


Wirtschaft

Die Kyrnosier betreiben eine frühe Art der Feldwirtschaft, ebenso nehmen Jagen und Sammeln bei ihnen einen hohen Stellenwert ein. Das Erwirtschaftete reicht sowohl zum Überleben als auch zur Anlage von Nahrungsreserven, falls der kommende Winter strenger als erwartet werden würde. Nebenbei betreiben die Kyrnosier das Schürfen von Naquadah, welches sie selbst zu rituellem Schmuck oder Handwerksgeräten und Waffen verarbeiten. Die geringe Menge überschüssiges Naquadah benutzen sie zum Tausch mit Händlern die durchs Stargate ihre Welt besuchen, die begehrtesten Tauschobjekte dabei sind Medizin, zusätzliche Werkzeuge oder fortschrittlichere zu erlernende Methoden, an Nahrung oder wetterfestere Hausbautechniken zu kommen, um den Elementen besser zu trotzen, als sie es in ihren momentanen einfachsten Steinhütten tun.


Bekannte Bewohner


Handlungsort


Artikel erstellt von MelC. Überprüft von Sigi am 28.04.2010.