John Sheppard

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John Sheppard (Darsteller: Joe Flanigan aus Stargate Atlantis) war aufgrund einer Befehlsverweigerung nach McMurdo versetzt worden. Seine Kariere nahm jedoch spontan eine Wende, als er Jack O'Neill zu dem Antikeraußenposten in der Antarktis fliegen sollte und von ihm die Erlaubnis bekam, ihn in den Außenposten zu begleiten. Aus Neugierde und der Vermutung heraus, dass er dieses Gen eh nicht besitzt, setzte er sich in den Kontrollstuhl der Antiker und stellte dabei sehr schnell fest, dass er sogar ein recht stark ausgeprägtes "ATA-Gen" besitzt. Obwohl ihm ein Platz in der Atlantis Expedition angeboten wurde, war er erst einmal skeptisch und benötigte einige Zeit um darüber nachzudenken, bis er sich schließlich doch entschied, das Wagnis einzugehen und in eine neue Galaxie zu reisen.


Inhaltsverzeichnis

Charakterisierung und Fähigkeiten

John Sheppard im Stargateraum des Atlantis Stadtschiffes.
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John Sheppard im Stargateraum des Atlantis Stadtschiffes.

Nach dem Einsatz in Afghanistan, der sein komplettes Leben verändert hatte und der Scheidung von Nancy, hatte John begonnen, seine Gefühle vor der Außenwelt abzuschotten. Er wollte nicht, dass er nur aufgrund seiner Gefühle seine gesamte Karriere noch einmal gefährdet, daher versuchte er kalt und berechnend zu werden, was ihm aber nur teilweise gelang. Dadurch, dass er in Atlantis wieder mit Anderen in einem Team zusammenarbeiten muss, in dem auch Zivilisten sind und Personen, mit denen er sich sehr gut versteht, merkt er nun, dass es keinen Sinn hat und lässt seine Fassade langsam bröckeln.

Wie schon in Afghanistan setzt er sich sehr für seine Kameraden ein und würde alles tun, um sie zu beschützen. Auch wenn das heißt, dass er sein eigenes Leben gefährden oder Befehlsverweigerung begehen muss. Häufig hört er auf das, was ihm seine Gefühle sagen und nicht darauf, was seine Kommandanten für besser halten. Für sein Team würde er durch das Feuer gehen und sein Leben opfern, wenn er sie dafür retten kann. Er ist eine eher gelassene Person und bewahrt dadurch auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf, was ihm besonders als Kommandant, Stratege und Pilot zugute kommt. Bei seinen Freunden und Kameraden neigt John auch dazu, immer wieder mit ihnen zu scherzen oder auch schwierige Situationen mit einem Witz zu überspielen.

Er ist ein ausgezeichneter Pilot, der behauptet alles fliegen zu können. Diese Fähigkeiten stellte er unter Beweis, als er herausfand, wie man die Puddle-Jumper steuert. Er ist natürlicher Träger des Antikergens und ist dadurch auch fähig, mit der Antikertechnologie umzugehen.

Außerdem ist er sehr gut in Mathematik und hat sogar den Mensa-Test bestanden, trotzdem hatte er es abgelehnt dieser Organisation beizutreten, um seinen Vater damit zu ärgern und da er es allgemein ablehnt, seine Intelligenz zur Schau zu stellen. Lieber stellt er sich sogar ein wenig dümmer, als er wirklich ist.


Physiologie und Aussehen

Johns markantestes Merkmal sind seine beständig leicht zerzausten, schwarzen Haare. Er hat eine sportliche Figur und ist gut trainiert, auch wenn das im Training gegen Ronon und Teyla meist nicht genügt. In seiner Freizeit bevorzugt er gemütliche, locker anliegende Kleidung, die meist sehr lässig wirkt und somit gut zu dem häufig sehr kecken und frechen Glanz in seinen braunen Augen passt. Er ist ungefähr 1,83m groß.


Familiensituation

John war früher mit Nancy verheiratet, doch als er immer mehr auf Geheimmissionen geschickt wurde, ist diese Ehe sehr schnell zerbrochen und Nancy hat sich von ihm scheiden lassen. Später hat sie erneut geheiratet und ihre eigene Karriere weiterverfolgt. Auch die anderen Mitglieder aus Johns Familie sind ihm fremd geworden. Sein Vater, Patrick Sheppard, hielt Johns Entscheidung, zum Militär zu gehen anstatt in Harvard oder Stanford zu studieren, für eine große Fehlentscheidung und hat es seinem Sohn nie verziehen, dass er sich weigerte, in dem erfolgreichen Familienunternehmen der Sheppards mitzuarbeiten. Dennoch bereut er es nun, dass er sich so sehr mit seinem jüngeren Sohn zerstritten hat.

Dave Sheppard, Johns älterer Bruder, hat sich dagegen genau so entwickelt, wie es Patrick wollte. Schon früh interessierte er sich für die Geschäfte der Firma, hat mitgeholfen und schließlich auch seinen Weg auf eine führende Position des Unternehmens gefunden. Nur seine Mutter Isabel hat ihren Sohn bei seiner Entscheidung Pilot zu werden unterstützt und nie eine Mauer zwischen sich und ihrem Sohn aufgebaut. Die Befehlsverweigerung von John, die schließlich zu seiner Zwangsversetzung führte, hat sie nicht mehr mitbekommen, da sie zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank war und während der Verhandlung verstorben ist.

Eine weitere wichtige Rolle in Johns Leben hat auch sein Großvater, Emmett Sheppard, gespielt, der seinen Enkel ermutigt hat, seinen eigenen Weg zu gehen.


Geschichte

Eine fast unbeschwerte Kindheit

Johns Kindheit war wohlbehütet. Zum Zeitpunkt seiner Geburt war die Firma seines Vaters schon sehr ertragreich und die Familie war auf eine große Farm in Arizona gezogen. Er wurde von einem Kindermädchen liebevoll umsorgt und großgezogen. Sein Kindermädchen förderte ihren wissbegierigen Schützling so sehr sie nur konnte. Der Vater versuchte ihn mit strenger Hand zu erziehen und organisierte seinen Tagesablauf stark durch. John lernte Reiten und Golf und auch wenn er diese Sportarten zuerst nicht gemocht hatte, hatte er sie dann doch irgendwann schätzen gelernt. Als John älter wurde, hat er angefangen sich gegen die Pläne seines Vaters aufzulehnen und genoss daher umso mehr die Wochen im Sommer, die er bei seinen Großeltern verbrachte.

Als er sich mit zwölf beim Klettern auf einen Baum den Arm brach, schrieb er die Ferien bei seinen Großeltern eigentlich schon ab, da er dort dann doch nicht das hätte tun können, was er wollte. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Er konnte zwar keine wilden Ausritte und andere Ausflüge mit seinem Großvater, Emmett Sheppard, den er sehr mochte, unternehmen, aber der Großvater führte seinen Enkel in die Flugphysik ein und weckte den Traum vom Fliegen und zur Air Force zu gehen in ihm. Obwohl seine Mutter eigentlich wollte, dass ihr Sohn auf Harvard eine Wissenschaft studiert, unterstützte sie ihren Sohn, der das Nesthäkchen in der Familie war, in seinem Wunsch. Sein Vater stellte sich jedoch sehr dagegen, da er wollte, dass John etwas Kaufmännisches studiert und die Firma dann zusammen mit seinem Bruder leitet. Seine Zeit in der High School verlief ohne größere Probleme. Doch die Diskrepanzen zwischen ihm und seinem Vater wuchsen mehr und mehr.


Befehlsverweigerungen

Als John dann schließlich seine Collegeausbildung abgeschlossen hatte, eskalierten die Probleme zwischen ihm und seinem Vater völlig und John verwirklichte endgültig seinen Traum und bewarb sich für die Ausbildung zum Kampfpiloten bei der US Air Force. Seine Aufnahmeprüfungen meisterte er mit Bravour und wurde zur Ausbildung beim 47th Flying Training Wing auf der Laughlin Air Force Base in Texas zugelassen. Dort studierte er Missionstaktik, Meteorologie, Flugzeugkontrolle, Flugrichtlinien, Flugnavigation und Flugtheorie. Nach seiner Ausbildung war er sowohl als Pilot als auch als Einsatzleiter für Flugsysteme zuständig. Er hatte sich dabei auch um den Transport von Fracht und Passagieren und die Ausbildung von neuen Piloten gekümmert. Ebenso war er verantwortlich für die Auswertung von Wetter- und Nachrichtendienstberichten und für die Entwicklung von Flugplänen. Als er dann aber immer mehr auch zu Geheimmissionen musste, scheiterte seine Ehe mit Nancy, die er kurz nach seiner Ausbildung geheiratet hatte und von der sein Vater behauptete, dass sie das Beste sei, was ihm je geschehen ist.

Während seines Einsatzes am Golf und in Afghanistan hat er Kampfjets und Helikopter geflogen und dabei einigen Kameraden das Leben gerettet. Bei einem Einsatz erreichten ihn jedoch Funksignale von einem abgestürzten Piloten und John entschied sich dazu, obwohl er seinen Auftrag abgeschlossen hatte, wieder hinter die feindlichen Linien zu fliegen, um seinem Kameraden zu helfen. Da sein Helikopter unter schweren Beschuss geriet, gab John seinem Team den Befehl ohne ihn zurückzukehren, während er versuchte, seinem Kameraden das Leben zu retten. Mit einiger Mühe schaffte es John schließlich, zu dem Piloten zu gelangen und sie versuchten sich gemeinsam durch die Wüste zu schlagen. Doch trotz seiner Bemühungen seinen Kameraden zu retten, schaffte es John zwar zurück ins Lager, aber der Pilot, den er versucht hatte zu beschützen, erlag kurz darauf im Lazarett seinen Verletzungen. Obwohl er dabei den direkten Befehl zum Stützpunkt zurückzukehren missachtet hatte, deckten sowohl sein Team als auch sein Vorgesetzter sein Handeln und John kam noch einmal zum größten Teil unbehelligt davon.

Die nächste Befehlsverweigerung ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Abermals hatte John den Befehl bekommen, sich mit seinem Helikopter hinter die feindlichen Linien zu begeben, doch nachdem er die Mission ausgeführt hatte und eigentlich zu dem Stützpunkt zurückkehren sollte, fiel ihm auf, wie drei Ranger aus einem Lager des Feindes flohen. Sie waren offensichtlich verletzt. John erbat über Funk die Erlaubnis, die drei Soldaten holen zu dürfen. Doch die Erlaubnis wurde ihm verweigert und er bekam den Befehl, sofort zu dem Stützpunkt zurückzukehren. John entschloss sich jedoch, zusammen mit seiner Crew eine Rettungsmission für die drei Soldaten zu fliegen und sank langsam in das Gebiet, wo sie sich befanden, ab. Unter feindlichem Feuer schaffte er es, die drei an Bord zu holen und versuchte dann sofort wieder an Höhe zu gewinnen. Doch sein Helikopter wurde bei diesem Manöver schwer beschädigt. Nur mit Mühe schaffte es John den Hubschrauber in der Luft zu halten und zu dem Stützpunkt zurückzukehren, während das Feuer auf ihn immer weiter ging, bis schließlich der Heckrotor getroffen wurde. In einem gewagten Manöver landete er den Helikopter auf dem Landeplatz des Stützpunktes und die drei Verletzten wurden sofort in das Lazarett gebracht. John fand sich jedoch kurz darauf im Arrest wieder, denn da nun militärisches Eigentum beschädigt worden war, weil John nicht auf die Befehle gehört hatte, konnte auch sein Vorgesetzter ihn nicht mehr schützen und er wurde wegen Befehlsverweigerung angeklagt.


Leighenworth oder Antarctica?

Noch während die Verhandlung über Johns Befehlsverweigerung am Laufen war, erkrankte seine Mutter schwer. Durch seine Anklage vor dem Militärgericht konnte John jedoch nicht bei ihr sein und kurz nachdem das Urteil gesprochen war und er sich zu entscheiden hatte, ob er die Zwangsversetzung nach McMurdo oder die Haftstrafe in Leighenworth auf sich nehmen würde, erfuhr er, dass seine Mutter in der Nacht zuvor verstorben war. Besonders da seine Mutter sich immer mehr als sein Vater um ihn gekümmert hatte, machte sich John schwere Vorwürfe und aus Angst, von seinem Vater und auch seinem Bruder mit seiner Schuld konfrontiert zu werden, ging er zwar zur Beerdigung, hielt sich aber hinter der Menge und in einigem Abstand versteckt und nahm erst später, als alle gegangen waren, Abschied.

In seiner Enttäuschung über den Verlust aller Menschen, die ihm etwas bedeuteten, entschied er sich für die Zwangsversetzung nach McMurdo, damit er dort weit weg von allen war, die ihm einmal etwas bedeutet hatten. Die Tatsache, dass es sich dabei um den einzigen Ort handelte, an dem die Air Force ihm überhaupt noch eine Flugerlaubnis aussprach, trug auch zu seiner Entscheidung bei. Dort bekam er den Befehl, General O'Neill zum Antikeraußenposten zu fliegen. Auf dem Weg dorthin wurden sie von einer Antikerdrohne angegriffen, die Doktor Beckett aus Versehen aktiviert hatte. Beim Ausweichen vor der Drohne bewies John sein fliegerisches Können. O'Neill nahm John mit in den Antikeraußenposten, wo er sich aus Unwissenheit in den Antikerkontrolstuhl setzte und diesen aktivierte. Daraufhin wollte Doktor Weir, dass er sich der Expedition anschließt, trotz der Bedenken, die General O'Neill äußerte.


Weit entfernt von Zuhause

John war sich bis kurz vor der Abreise nicht sicher, ob er sich der Expedition anschließen sollte, doch dann siegte seine Neugier und er fand sich auch im Cheyenne Mountain ein, um von dort aus nach Atlantis zu reisen. Nachdem sich John eine Weile auf Atlantis befand, wurde er bei einem Angriff der Wraith von einem Wraith einer starken mentalen Folter ausgesetzt, die ihn dazu drängen sollte, die Koordinaten der Erde zu verraten. Um sich vor dieser Folter zu verteidigen, klammerte sich John an die Erinnerungen an die Flitterwochen mit seiner Exfrau, was ihm die Stärke gab, der Folter zu widerstehen, das Blatt zu wenden und den Wraith zu besiegen. Wenig später wurde John gemeinsam mit seinen Kameraden Rodney McKay und Thomas Winston in einen Geist verwandelt und knüpfte dabei eine noch engere Freundschaft zu Thomas.
Aufgrund eines Notrufs wurde SGA-1 zusammen mit Doktor Winston schon bald wieder auf eine Mission geschickt. Kurz nachdem das Team das Stargate passiert hatte, wurde ihr Jumper von Wraithjägern angegriffen und aufgrund von Schäden an dem Jumper wurden sie zu einer Notlandung auf dem Planeten gezwungen.


Zitate

  • John Sheppard zu einem Wraith, der es geschafft hat ihn zu schnappen: "So, meinst du, Jerry? Ich glaube dein Kumpel, Tom, dachte eher an eine gute Mahlzeit, die du ihm jetzt vereitelt hast. Vielleicht solltet ihr beide euch erst einmal in Ruhe darüber unterhalten, was ihr mit mir vorhabt." (Mission: The Matrix)
  • John Sheppard als Geist zu Tony Laruso: "Ganz genau, Tony. Es spukt hier und dreimal darfst du raten, wer hier herum geistert." (Mission: Geister)
  • John zu seinem Team: "Tja, ich wäre zwar dafür, dass wir Atlantis, bevor wir durch das Tor kommen, Bescheid sagen, dass sie den Schild solange wie möglich oben halten sollen, nur fehlt uns wohl das Tor dazu." (Mission: Fallen Gate


Auftritte


Artikel erstellt von TheNarims. Überprüft von Paris am 15.06.2009.

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