Hermidon

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Die Welt Hermidon war ein Planet in der Milchstraße. Menschen wurden auf dem für humanoides Leben freundlichen Planeten durch den Goa'uld Kain etwa im Jahr 1.700 vor der irdischen Zeitrechnung angesiedelt, um dort Schiffe und Waffen für ihn zu produzieren. Nach einem schweren orbitalen Angriff durch eine Flotte von Ra, kurz vor dem Jahr 1.000 vor der irdischen Zeitrechnung, waren die Produktionsstätten derartig vernichtet, dass Kain den Planeten aufgab.


Daten

  • Koordinate: Nonant 2, Sektor 29/1
  • Sonnen: 1
  • Monde: 2
  • Durchmesser: ca. 14.000 km
  • Bevölkerung: ca. 600.000 (Spezies Mensch)
  • Siderische Umlaufzeit: 650,56 Tage
  • Tageslänge: ca. 30,01 Stunden
  • Stargateposition: Das Stargate befand sich nahe einer menschlichen Stadt namens Idanop in alten Ruinen
  • Aufbau der Atmosphäre:
    • Stickstoff: 76%
    • Sauerstoff: 23%
    • Kohlenstoffdioxid: 0,8%
    • Sonstiges: 0,2%


Geschichte

Der Goa'uld Kain hatte über Jahrhunderte Ra und das Goa'uld Imperium bekriegt, und baute sich ab 1.700 vor der irdischen Zeitrechnung auf Hermidon einen Flottenstützpunkt sowie Produktionsstätten für Schiffe und Waffen auf, um umliegende Territorien noch effizienter zu bekämpfen. Der Vampirgott begann damit ein Sternentor zu der Welt zu bringen und mit rund 20.000 angesiedelten Menschensklaven die Welt mit dutzenden Burgen und Wehranlagen zu befestigen. Alle Menschen wurden auf einer Insel angesiedelt, die eine vergleichbare Größe mit der britischen Insel hatte. Kain ließ diese auswählen, weil dort beste Lebensbedingungen für die Homo Sapiens bestanden, natürliche Ressourcen für schnelle und dauerhafte Siedlungen vorhanden waren, sowie die Flora und Fauna nicht zu gefährlich erschien.
Das Hauptaugenmerk legte Kain früh darauf, Hermidon als Auflaufort für Armeen und als Hafen für Schiffe zu nutzen. Die Sklaven hatten neben einfachen Hütten für sich selbst früh auch Garnisonen für Kains Jaffa errichtet und simple Landeflächen für die schnelle Bemannung, Ausrüstung und Reparatur ankommender Raumschiffe. Bereits nach drei Monaten wurde Hermidon als massiver Brückenkopf für militärische Operationen gegen die umliegenden Territorien genutzt. So lange wie möglich hielt Kain den Planeten geheim.
Nach rund 200 Jahren erst fiel Ra ein Ha'Tak zu, welches Kains Flotte erst wenige Wochen zuvor geentert und übernommen hatte. Während die meisten Krieger mit denen Kain das Schiff bemannen ließ nie genau erfuhren, welche Position die Planeten hatten, welche das Schiff anflog, enthielt der Bordcomputer durchaus Informationen darüber. Da dieses Schiff rund zwei Wochen auf Hermidon zugebracht hatte, um nach seiner Eroberung wieder Gefechtstauglich gemacht zu werden, tauchte die Welt und ihr Standort auch in Datenspeichern des Schiffcomputers auf.
Eine erste Offensive gegen Hermidon schlug grandios fehl und weitere Versuche in den nächsten Jahrhunderten scheiterten ebenfalls an der von Kain aus seiner Galaxie mitgebrachten, großen Flotte. Erst eine große Offensive von Ras Flotte erreichte schließlich um 1.000 vor der irdischen Zeitrechnung den Orbit des Planeten und machte alle Festungs-, Wehranlagen und Landeplattformen dem Erdboden gleich. Kain, der auf breiter Front von den Vasallen des Supreme Systemlords zurückgedrängt wurde, versuchte gar nicht erst Hermidon wieder auszubauen und überließ die dortigen, mittlerweile rund 100.000 Menschen ihrem Schicksal.
Da auch kein anderer Goa'uld die naquadahlose Welt für sich beanspruchte, konnte die nun freie, einstige Sklavengesellschaft aufblühen. Für Jahrtausende gab es keinen Kontakt zwischen Hermidanern und der Außenwelt. Auch, dass der Goa'uld Seker im April 2014 einen Sardoka nach Hermidon schickte, um sicher zu gehen, dass Kain dort nichts von Wert zurückgelassen hatte, erfuhr die Bevölkerung nicht. Aus der bronzezeitlichen Kultur entstand nach und nach eine bis zum 21. Jahrhundert auf 600.000 Individuen angewachsene, dem späten Mittelalter ähnliche Gesellschaft. Kleine Städte entstanden, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung in Dorfgemeinschaften lebte. Neben der Landwirtschaft – mehrere Spezies von Hermidon wurden erfolgreich domestiziert – waren die Menschen überwiegend Fischer, Handwerker, Händler oder sogenannte Spirituelle. Zwar war der Glauben an die Goa'uld als Götter oder Götter überhaupt verschwunden, der Glaube an das Übernatürliche bestand aber weiterhin und hatte die Kultur der Hermidoner stark durchzogen.


Oberfläche

Der Planet Hermidon besaß keine größeren Kontinente und seine Oberfläche bestand zu mehr als 98 Prozent aus Wasser. Sehr viele Inseln mit verschiedenen, hauptsächlich durch das Meer dominierten Klimazonen, zeichneten jedoch das Bild des Planeten. Die größte Insel wurde von den Hermidonern, die dort durch Kain angesiedelt wurden, Iodop genannt. Sie hatte etwa die Fläche der britischen Insel der Erde und war sehr fruchtbar, besaß viele Rohstoffe und förderte damit das Wachstum der Bevölkerung, nachdem keine Einflüsse durch die Goa'uld und ihre ständigen Kriege sie zurückdrängte. Rund ein Dutzend Städte hatten die Hermidoner errichtet, mit bis zu 10.000 Einwohnern. Nahe der größten dieser Städte, Idanop genannt, befand sich das Stargate in alten Ruinen einer Festungsanlage des Kain und wurde von den Menschen als verfluchter Ort gemieden. Idanop lag direkt an der Küste und besaß einen ausgebauten Hafen sowie eine Werft für Handelsschiffe.


Fauna und Flora

Da der Großteil des Planeten vollständig von Wasser bedeckt war, hatte sich auf Hermidon auch der Großteil des Lebens speziell auf das Wasser zugeschnitten entwickelt. Fischähnliche Kreaturen die teils winzig, teils groß wie irdische Wale waren, bevölkerten das Meer.
Auf den Inseln waren überwiegend vogelähnliche Kreaturen die dominanten Vertreter der Tiere. Mehrere dieser Vogelähnlichen wurden von den Hermidonern als Schlacht- und Nutztiere domestiziert und gezüchtet. Besonders der fast eine Tonne schwere, zweibeinige vogelähnliche Zaratan war eines der wichtigsten Tiere. Die flugunfähige Kreatur wurde mit Zaumzeug einerseits für die Arbeit auf dem Feld mit bestimmten Werkzeugen verwendet, andererseits diente er auch als Fleischquelle. Auch in der Wildnis gab es noch Zaratan, die aber weitestgehend in Ruhe gelassen wurden, da sie zu Jagen gefährlicher und aufwendiger war, als die Züchtung und Schlachtung.


Klima

Auf der größten Insel Iodop waren die klimatischen Bedingungen mit skandinavischen Bedingungen im irdischen Nordeuropa vergleichbar. Große Stürme tobten regelmäßig für Wochen über den Planeten, jedoch sorgten besondere Meeresströmungen dafür, dass derartige Wetterextreme auf Iodop selten anzutreffen waren. Trotzdem war es häufig windig und frisch, immer wieder regnete es für einen ganzen Tag oder gar mehrere Tage am Stück.


Bevölkerung

Die Hermidoner hatten mittlerweile einen mit dem späten Mittelalter vergleichbaren Entwicklungsstand erreicht. Sie lebten meist in Dorfgemeinschaften, aber auch kleineren Städten auf der Insel Iodop. Landwirtschaft und Fischerei waren die Lebensgrundlage der Bevölkerung, neben Handwerk und dem Handel zwischen den Siedlungen. Eine übergeordnete Regierung gab es auf der Welt nicht mehr, seit der Goa'uld Kain verschwunden war, wobei der Einfluss der Städte auf das Umland sehr stark war und diese wiederum entweder durch Regierungsarten, die von Regenten bis zu Räten von Aristokraten reichten, geführt wurden.
Es gab unter den Hermidonern keinen Götterglauben, da dieser bereits in der Zeit von Kains Herrschaft großteils zerstört worden war. Trotzdem lebte den Menschen eine sehr starke Spiritualität inne. Umherziehende Spirituelle, Geisterseher, selbsternannte Magier, Sternendeuter und andere Wunderwirker waren allgegenwärtig und wanderten von Dorf zu Dorf. Mit Tränken, Weissagungen und echter Medizin, aber auch spirituellen Heilmethoden, verdienten sie ihren Lebensunterhalt und erhielten mit Erzählungen weiterhin den Glauben an Monster, Geister, Dämonen und Flüche. Manche dieser Spirituellen waren jedoch auch selbst gefürchtet, weil ihnen vorgeworfen wurde, für mächtige Zauberrituale Menschen zu entführen, zu verletzen oder gar zu opfern – ohne Beweise wurden diese Spirituellen jedoch selten angegangen beziehungsweise waren sie so gefürchtet, dass sich auch die höchsten Autoritäten von Siedlungen und Städten nicht trauten, sich gegen sie zu stellen.


Wirtschaft

Die meisten Menschen der Hermidoner arbeiteten im landwirtschaftlichen Bereich und als Fischer, um sich selbst und ihre Familien oder im weiteren Sinne ihre Dorfgemeinschaft zu ernähren. Was dabei übrig blieb, nutzen die Siedlungen, um mit den großen Städten zu Handeln. Dort wiederum wurde überwiegend von Handel und Handwerk gelebt. Der Handel lief sowohl mit Schiffen zwischen Küstensiedlungen ab, als auch über festgetretene, aber meist nicht weiter befestigte Handelsstraßen und Zaratan-Transportkutschen.


Bekannte Bewohner


Handlungsort


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von Narziss am 24.03.2013.