Geschichte: Die Rückkehr nach Avalak
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Diese Geschichte fand im Februar 2004 auf Avalak statt (tatsächlich wurde sie im Mai 2004 gespielt). Nach seiner Abwesenheit kehrte Maximilian unter dem Namen Vidocq zurück in die Milchstraße und bezog wieder seine Machtposition auf dem Planeten Avalak. Er ließ von seinen Dienern in der Galaxie verteilte Sonden aktiveren, um die aktuelle politische Lage besser erfassen zu können und ein großes Fest auf seiner Heimatwelt feiern, um seine Machtübernahme wieder zu festigen.
Die Geschichte zeigt einige Beschreibungen der gering bevölkerten Welt Avalak, deren Großteil an Bevölkerung in der gleichnamigen Hauptstadt lebte, sowie Beschreibungen der Umgebung kleinerer Städte wie Smarag.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
- Beowulf - Spieler Olaf
- Josef Goldberg - Spieler Olaf
- Lariata - Spieler Olaf
- Maximilian/Vidocq - Spieler Olaf
- Richoht - Spieler Olaf
- Vincent von Wanental - Spieler Olaf
Zusammenfassung
Nachdem der frühere Systemlord Maximilian einige Zeit seine Heimatwelt Avalak und die Milchstraße verlassen hatte, kehrte er unter der Identität Vidocq Anfang 2004 zurück von seiner Expedition. Wie so oft war er auf der Suche nach etwas gewesen, was ihn von der Abhängigkeit der Lebensbrücke erlösen würde. Maximilian war Anfang 2003 ausgezogen. Er hatte Osiris bekämpft, der ein Arrangement mit den Replikatoren gegen ihn geschlossen hatte und anschließend auch Fesch vertrieben, der nach Maximilians Sieg über Osiris dessen Reich übernehmen wollte. Kurz vor Beginn seiner Expedition hatte Maximilian es geschafft, die anderen Systemlords von einem Vorgehen gegen die Replikatoren zu überzeugen.
Fast ein Jahr später zurückgekehrt mit seiner Flotte, ließ er zuerst in der Galaxis verteilte Sonden reaktivieren, um sich zumindest ansatzweise ein Bild der Veränderungen in seiner Abwesenheit zu machen. Die Milchstraße war gezeichnet von Mammons Krieg gegen die Völker gewesen und hatte eine große Umstrukturierung der Machtverhältnisse mit sich gebracht.
Um seine Rückkehr gebührend einzuleiten, ließen Maximilian und seine rechte Hand, Lord Beowulf, auf dem ganzen Planeten Avalak ein Fest feiern, welches drei Tage und drei Nächte dauerte.
Das Volk nahm die Feierlichkeiten gerne an, der Verwalter Avalaks, Vincent von Wanental, der während der Abwesenheit seines Gebieters für den Planeten verantwortlich war, hatte sich gut um die Menschen dort gekümmert. Viele bereiteten auch Opfergaben dar, so Josef Goldberg, ein Juwelier aus Smarag, der neue Rangabzeichen für eine Sondereinheit seines Gebieters aus teuren Edelsteinen und Metallen schuf.
Die Rückkehr nach Avalak
Am Rande der Galaxis
Der alte Systemlord Maximilian war unterwegs in seiner anderen Identität, Vidocq, um seine alte Machtposition wieder einzunehmen, nachdem er einige Zeit abwesend gewesen war. Zuversichtlich blickt der Gebieter auf das Fenster der Brücke, doch er saß starr auf seinen Thron. Was würde ihn wohl diesmal erwarten?
Die Flotte von Vidocq befand sich im Hyperraum, wie lange schon? Wer vermag das schon zu sagen, die Reise war lang, doch es gab keine andere Möglichkeit, wenn man wie er als Gigant zwischen den Sternen umherging.
Ein Sprungfenster öffnete sich, und die Flotte kehrte in den normalen Raum zurück.
"Wir sind da, Gebieter", sagte ein Jaffa.
"Endlich zurück", ergänzte ein Lord auf der Brücke und Vidocq sagte: "Ja, zurück... Aktiviert alle noch vorhandenen Sonden in diesem Teil des Universums, ich will wissen was sich seit unserer Abwesenheit verändert hat, und entsendet einen Gruß in die Heimat."
"Ja, Gebieter", antwortete der Jaffa.
Nach dem ein kurzes Gespräch mit dem Verwalter des Planeten Avalak gehalten worden war, trat der Jaffa zu Vidocq.
"Mein Gebieter, wir haben eine positive Nachricht erhalten. Alles wurde während Eurer Abwesenheit so ausgeführt, wie Ihr Euch das gewünscht hattet, von den Heiligen Aufzeichnungen bis hin zu den Behandlungen der Neugeborenen und hinzugereisten."
"Sehr gut, setzt den Kurs fort und beschleunigt, ich will mein Volk nicht länger warten lassen... Gibt es bereits Nachricht von den Sonden?" Fragte der Goa'uld.
"Noch nicht von allen. Die meisten sind intakt und ihre Daten werden gerade herunter geladen, ein geringer Teil scheint ganz ausgefallen zu sein und ein Teil schein beschädigt, bei dem wir aber das Reparaturprogramm starten konnten."
"Gut, unterrichte mich, sobald die ersten Daten zur Verfügung stehen. Ich ziehe mich zurück."
"Ja mein Gebieter."
Im Sonnentempel von Avalak
Im Sonnentempel herrschte wie immer seit den Weggang Maximilians eine eher gedrückte Stimmung. Immer noch wurde alles in Ordnung gehalten, immer noch stand jeder im Palast früh morgens auf, wie es ihr Herrscher zu tun pflegte, aber es war nie dasselbe.
Der Verwalter Avalaks, Namens Vincent, war inzwischen der dritte seiner Familie. Er hatte das Amt von seinem Vater geerbt und der wiederum von seinen Vater, der von Maximilian persönlich den Auftrag dazu erhalten hatte. In Anbetracht der langen Lebensdauer der Menschen auf Avalak war das eine extrem lange Zeit.
Vincent saß wie fast jeden Tag im Kontrollraum des Palastes, wie immer auf ein Signal der Rückkehr hoffend. Er kannte Maximilian zwar nicht, aber es gab neben unzähligen Geschichten die von Generation zu Generation weiter erzählt wurden, auch Tausende von Aufzeichnungen, die Maximilian hinterlies . Dieser dokumentierte sein Handeln stets, damit auch sein Volk, falls es zu einem Krieg kam, stets wusste, warum es zu diesem Krieg kommen musste und warum er unausweichlich gewesen war.
Unvergessen war die letzten Schlachte des mächtigen Herrschers vor seiner Abreise, eine Spezies die sich Replikatoren nannte und ein Systemlord namens Osiris hatten sich gegen ihn vereint. Nur wenige Wochen nach der Aushandlung dieses Paktes floh Osiris vor der Übermacht Maximilians, sein Nachfolger Fesch wurde nach nur drei Tagen Amtszeit durch Maximilian vernichtend geschlagen.
Den Replikatoren bot er einen Nichtangriffspakt an, den diese annahmen, nichts ahnend das der Gebieter Maximilian inzwischen längst die anderen Völker der Galaxie gegen sie aufgebracht hatte und sie somit immer mehr zurück gedrängt wurden, während sich sein Reich auf ungeahnte Maße ausdehnen konnte.
Vincent liebte diese Geschichten und er dachte oft an sie, als plötzlich ein Rauschen in einer Kommunikationsverbindung zu vernehmen war. Durchaus etwas ungewöhnliches, was nur selten vor kam, sich allerdings meisten als kosmische Hintergrundstrahlung entpuppte. Dennoch blitzte in Vincent jedes mal ein Funke der Hoffnung auf.
Er versuchte das Signal zu verstärken und dann...
"Hier ist das Mutterschiff Maximilians, wir rufen den Verwalter Avalaks, kommen", war die Stimme eines Jaffa zu hören.
Das war neu, Vincent bekam den Mund nicht mehr zu. Er starrte vorgebeugt und ungläubig auf den Lautsprecher. Hatte er inzwischen Halluzinationen, wie sein Großvater damals, der gegen Ende seines Lebens ständig die Stimme seines Gebieters hörte?
"Avalak bitte kommen, Systemlord Maximilian erwartet eine Antwort."
Ein strahlendes Lächeln breitete sich über Vincents Gesicht aus. Diesmal war es echt, hastig drückte er auf einige Knöpfe und antwortete reichlich nervös auf den so lange erwarteten Ruf: "Hier ist Vincent vom Wanental, Verwalter Avalaks, Hüter der Heiligen Aufzeichnungen und Diener Maximilians."
Beowulf, der auf dem Mutterschiff die Antwort mithörte, antwortete an Stelle des Jaffa: "Hier spricht Lord Beowulf, es ist schön, jemand aus der Familie der Von Wanentals zu hören. Wurden alle Anweisungen über die Zeit hinweg befolgt?"
Vincent wurde immer euphorischer, jetzt sprach er schon mit Beowulf, der so viele Schlachten mit Maximilian ausgefochten hatte.
"Ja mein Lord, die Aufzeichnungen Maximilians wurden stets geehrt und in den Schulen unterrichtet und die gewünschten Behandlungen wurden wie gewünscht an allen Neugeborenen und hinzu gereisten vorgenommen", antwortete der Verwalter.
"Sehr gut. Maximilian wird sich freuen, das zu hören. Unterrichte des Volk über unsere Rückkehr, wir werden in wenigen Tagen bei euch eintreffen. Ende."
"Ja verstanden, ich bereite alles vor. Das Volk wird überglücklich sein, das zu hören."
Nach dem Gespräch war Vincent bemüht, dem Wunsch Beowulfs so schnell wie möglich nach zu kommen. Er startete eine dafür vorgesehene Nachricht, die Maximilian damals aufgenommen hatte, bevor er ging und die in jedem Haus und an jedem Ort des Planeten ausgestrahlt werden würde.
Er aktivierte die Nachricht und überall war zu hören:
"Volk von Avalak, hier spricht Maximilian. Im Dunkeln der Zeit geboren, Schreiber der Geschichte, entschwunden für Äonen, Zurückgekehrt zu den Wurzeln. Ich werde in wenigen Tagen eintreffen, seit gewiss, dass auf ein neues, ein Goldenes Zeitalter anbrechen wird."
Maximilian kehrt zurück
Maximilians Flotte näherte sich Avalaks Umlaufbahn, wie versprochen, einige Tage später. Auf den Schiffen herrschte geschäftiges treiben, die Ringtransporter wurden aktiviert und alles Notwendige wurde zusammen gepackt. Viele sah Avalak zum ersten Mal, aber sie hatten gehört, es sei das wahre Paradies.
Im Kontrollraum wurden die ersten Daten herunter geladen und Beowulf betrachtet sie sich gerade.
"Interessant....", murmelte der Lord. "Ich überbringe Maximilian die Nachricht selbst", sagte er zum Jaffa, dem der Befehl eigentlich aufgetragen worden war und macht sich auf dem Weg.
Maximilian stand am Fenster seines Gemaches als Beowulf eintrat.
"Darf ich Euch stören?" Fragte der Lord.
"Sicher doch, komm ruhig herein."
"Wir haben die ersten Daten der Sonden, wie es scheint, hat sich einiges verändert."
Nach dem er einen kleinen Moment wartete, Maximilian aber nicht antwortete, fuhr er fort: "Die Sonden empfingen Aktivitäten der verschiedensten Völker, bisher von den Tau'ri, den Asgard, zahlreichen Systemlords und... ...den Furlingern."
Maximilian drehte sich bei dem Wort Furlingern mit einem zweifelnden Gesichtsausdruck um.
"Furlinger?" Fragte der Systemlord.
"Ja mein Lord, Ihr kennt sie.."
Der Herrscher drehte sich wieder um und schaute auf Avalak herab.
"Es ist ein sehr altes Volk", meinte er. "Vielleicht sogar das Älteste. Zum Anbeginn der Zeit, als es kaum Goa'uld oder raumfahrende Rassen gab und ich bereits über weite Teile der Galaxie herrschte, hörte ich auf manchen Planeten die Legenden von einem sagenumwobenen Volk namens Furlinger. Erst wollte ich dem Gerede kein Glauben schenken, aber als ich einst meine Flotte in noch unbekanntes Gebiet schickte, öffneten sich plötzlich zahlreiche Sprungtore und ich stand einer Flotte gegenüber, die mindestens genauso stark wie meine war, wenn nicht sogar stärker. Das war reichlich ungewöhnlich für eine Galaxie, in der ich glaubte, der einzige mit einer solchen Flotte zu sein."
Maximilian schwieg eine Weile. Er schien nachdenklich und abwesend, bis ihn sein Lord wieder aus den Gedanken riss.
"Und was habt ihr getan?"
"Nichts... Anfänglich schickten wir noch Grüße in allen bekannten Sprachen heraus, aber entweder wollten sie es nicht verstehen oder sie konnten nicht. Eine halbe Ewigkeit standen sich die Flotten einfach so gegenüber, ohne das etwas geschah und dann..."
"Ja?"
"Dann flogen sie wieder dorthin zurück, woher sie gekommen waren. Seit jeher habe ich diesen Sektor nicht mehr angeflogen, er war nicht sehr groß und es war auch sonst kein strategisch wichtiger Punkt, ich lies sie in Ruhe und sie mich. Natürlich war ich mir nie wirklich sicher, dass es Furlinger waren, aber es war die einzige Möglichkeit."
"Verstehe..."
Maximilian fing sich wieder und drehte sich zu Beowulf um. Er sprach: "Du hast von zahlreichen Systemlords gesprochen, hast du auch Namen?"
"Ja, ihre Namen sind Phinix, Ragnar, Skadi, Artemis und Bacchus..."
"Klingen bekannt in meinen Ohren, zu mindestens einige. Wenn ich mich recht entsinne, waren einige unter ihnen bei der Aufteilung von Tau'ri damals dabei. Sind die Truppenstärken bekannt?"
"Noch nicht, es werden ununterbrochen Daten geladen, da könnten die notwendigen Informationen dabei sein."
"Gut, dann sollten wir uns jetzt erst mal auf unsere Rückkehr konzentrieren, das Volk erwartet uns..."
"Ja mein Lord."
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen worden waren, stellten sich nach und nach alle verfügbaren Kräfte unter die Transporterringe, vorneweg Maximilian und Beowulf, die sich direkt in den Kontrollraum transportieren ließen, während die anderen sich an den verschiedensten Orten im und um den Sonnentempel von Avalak herum begaben.
Ein Jubel ging durch Avalks Städte, über die Wiesen und Wälder, über die Seen, die verschiedenen Tempel und selbst die Meere. Überall wo es Leben gab, das die Botschaft verstand, lebte die Hoffnung einer goldenen Zukunft unter Maximilian auf.
Gut die Hälfte der circa 572.000 Menschen Avalaks, auf die die Bevölkerung inzwischen angewachsen war, sowie unzählige Moais und zwei der drei Wächter, begaben sich zum Sonnentempelvor den Balkon des Herrschers, der zu dem Platz der Moais zeigte.
Maximilian selbst traf indes zusammen mit Beowulf auf Vincent vom Wanental und erkundigten sich nach einer fast schon herzlichen Begrüßung, trotz ihrer Unkenntnis voneinander, über die allgemeine Lage und wurden dann konkreter.
"Nun da das jetzt geklärt wäre, würde ich gerne noch wissen, wo mein Sohn steckt. Wurde er bereits über unsere Rückkehr informiert?"
"Das war uns leider nicht möglich, Divinus zog sich kurz nach Eurer Abreise immer mehr zurück, eines Tages reiste er ohne Vorwarnung mit einem Frachtschiff ab, als er unterwegs war,unterrichtete er meinen Vater darüber, dass er sich zu einem Planeten Namens Catalan begeben wolle. Einen Grund nannte er so viel ich weiß nicht. Seit dem haben wir nie mehr etwas gehört von ihm. Wie Ihr wisst, ist euer Sohn Ra lange tot. Auch er verschwand zu meines Vaters Zeiten spurlos, als er ein Mutterschiff und eine Handvoll Besatzung mit sich genommen hatte und durch die Hand der Tau'ri starb."
Maximilians Mine wurde ernster, doch er sagte nichts. Sie gingen weiter durch den Tempel, ohne etwas zu sagen. Nach einer Weile standen sie vor dem Balkon zum Platz der Moais.
"Na dann wollen wir mal...", sprach der Systemlord.
Sie traten alle drei hinaus. Als die Menge sie sah,johlte sie auf. Maximilian aktivierte seinen Stimmen Verstärker und rief der Menge entgegen: "Volk von Avalak, ich bin Siegreich zurückgekehrt aus einer weit entfernten Galaxie, viele Völker wurden von Unterdrückung befreit, die Feinde wurden vernichtet und überall wurde die Herrschaft durch mich gefeiert und begrüßt. Und jetzt, da wir wieder hier sind und ihr so lange so tapfer ausgehalten habt, wird es Zeit auch in diesem Teil des Universums wieder für Recht und Ordnung zu sorgen."
Als die Menge das hörte,schrie sie und jubelte sie erneut auf, die Moais stimmten ihr Kampfgeschrei im Chor an und die Wächter erhoben die Köpfe in Richtung Himmel und stießen einen tiefen, brummenden Ton aus, der auf allen Kontinente Avalaks zu hören war und für alle nicht auf dem Platz erschienenen das Zeichen für die Einläutung eines neuen Zeitalters war.
Nachdem die drei sich noch etwas feiern ließen, traten sie zurück und setzten ihren Gang durch den Tempel fort.
"Vincent, ich möchte das ihr ein Fest organisiert, ein Fest wie es Avalak seit damals nie erlebt hat. Alle sollen dran teilnehmen können und es soll für alle genug zu essen und zu trinken geben", sagte Maximilian zu seinem Verwalter.
"Ja, sehr gerne Gebieter. Wie lange sollen die Feierlichkeiten gehen?"
"Na mindestens drei Tage und drei Nächte lang", sagte er schmunzelnd, winkte kurz ab, worauf sich Vincent verbeugte und abtrat, während Beowulf und der Herrscher ihre Tour fortsetzten.
Wenig hatte sich verändert im Sonnentempel, dafür hatten die Angestellten und deren Nachkommen über Jahrhunderte gesorgt und nun, da Maximilian wieder hier war, kehrte bald das alltägliche Leben wieder zurück, als wäre nie etwas geschehen.
Maximilian schaute sich drei Tage später im Kartenraum die Daten der Sonden an und ließ sie auf die Karten übertragen. Beowulf stand ganz in der Nähe und machte sich wie immer Sorgen um seinen Gebieter. Währenddessen läutete Vincent das Ende der Feierlichkeiten ein und die Bürger gingen wieder nach Hause. Die Moais besetzten wieder ihre Stellungen und die Feuervögel vom Steingebirge zogen über dem Platz der Moais Richtung Süden in wärmere Gefilde.
Ein kurzer Blick auf die Gläubigen
Platz der Moai in der Stadt Avalak
Josef war begeistert von dem dreitägigen Fest gewesen, nicht nur von der Feier an sich, sondern natürlich auch von der Rückkehr Maximilians. Er fand es schade, dass es schon zu Ende war, aber es half alles nichts, er musste sich wieder auf den Weg nach Hause machen, denn in den nächsten Tagen wartete noch viel Arbeit auf ihn.
Er schloss sich Lariata und Richoht an, die ebenfalls aus seiner Heimatstadt stammten und mit denen er schon so manches wilde Fest gefeiert hatte. Sie gingen durch die Gassen von Avalak, der gleichnamigen Hauptstadt des Planeten und sangen noch vergnügt die Lieder über die Schlachten ihres Gebieters und die glorreichen Zeiten, die sie auf dem Fest gehört hatten.
Die Stadt Smarag
Das Gebirge des leuchtenden Nebels war gigantisch, seit Urzeiten hatte der Nebel für die Bevölkerung eine magische Bedeutung, von fabelhaften Wesen und unheimlichen Begegnungen war da die Rede. Und obwohl Maximilian um das Geheimnis des Nebels und des Gebirges bescheid wusste, lüftet er dieses nicht, um nicht die Legenden und Sagen der Einheimischen zu zerstören.
In der Nähe des Gebirges lag Smarag, Stadt der Edelsteine und des Goldes. Doch auch hier, genau so wie im Rest des Universums, gab es Leute, die einer ganz normalen Arbeit nach gingen und die es leid waren. Überall gab es Wesen, vor allem Menschen, die das Gefühl hatten, zu etwas größeren bestimmt zu sein.
Hier, wo die Stadt Smarag endete, fand sich ein typisches Bild Avalaks, wenn man vom Sternentor absah. Es befanden sich zahlreiche Maxodien, Schulen der Bevölkerung, in der nähe des Tores, die rotfarbige Gebäude Komplexe bildeten, neben unzähligen Arten von Minen, für Kristalle, Edelsteine, Gold und anderen Metallen jeglicher Art.
Ein Wegweiser auf der Kreuzung im Osten des Gebirges weißt auf die Stadt Smarag, die auf dem nördlichen Wege zu finden war.
Einer der hier lebenden Menschen war Josef Goldberg, von dem ein kurzer Ausschnitt seines Lebens hier nieder geschrieben wurde, wie er lebt, liebt und leidet, aber auch glückliche Momente erlebte. Möge ihm die Ankunft seines Gebieters Maximilian neue Chancen eröffnen, seine Träume zu erfüllen.
Ein paar Stunden würden Josef, Lariata und Richoht noch unterwegs sein. Lariata beschwerte sich über den langen Marsch: "Oje, ist es noch weit? Warum fragt mich nicht eigentlich jemand von euch, ob er mich tragen darf?"
Richoht und Josef grinsten sich daraufhin köstlich amüsiert an.
"Was beklagst du dich Ria? Auf dem Hinweg hast du doch auch nicht so gezetert", sagte Josef, er mochte sie sehr.
"Pah, da gab es ja auch einen guten Grund, schließlich kommt unser Herrscher nicht jeden Tag von den Sternen zurück... Wir hätten die Schnelltunnel nehmen sollen, die Divinus erbauen ließ."
"Ja, das stimmt, nur hätten wir fast einen Monatslohn ausgeben müssen und ich glaube nicht, dass sich das einer von uns leisten kann oder hast du ein Vermögen geerbt?" Meinte Josef.
Als Lariata gerade antworten wollte, kam der kleinen Gruppe ein Moai entgegen. Lariata vergaß daraufhin glatt, was sie sagen wollte.
"Kalifahr Mastifahr", sprach der Moai und nickte der Gruppe kurz zu.
"Kalifahr Moai", antwortete Josef höflich. Die drei nicken dem Riesen ebenfalls zu und gingen weiter ihres Weges. Einen Moai zu sehen, war nichts Ungewöhnliches auf Avalak, doch imposant waren sie allemal. Die drei Freunde gingen jedoch recht unbeeindruckt weiter Richtung Heimat. Bald schon würde auch sie der Alltag wieder eingeholt haben. Aber eines war sicher, mit der Ankunft Maximilians standen neue Wege und Möglichkeiten offen....
Nachdem Josef und seine Freunde vom Fest zurückgekehrt waren, gingen sie ihren üblichen Beschäftigungen nach. Richoht war Stadtwächter Smarags, er hatte es gegen allerlei Gesindel zu Verteidigen, drückte bei harmlosen Delikten aber auch gerne mal ein Auge zu, besonders bei Lariata, die neben ihrem offiziellen Beruf als Weberin auch noch eine recht geschickte Diebin war.
Ein seltsames Dreiergespann waren sie schon und der dritte im Bunde, der gute Josef, stellte allerlei Schmuck her, aus dem vielen Gold und den Edelsteinen, die nach Smarag geliefert wurden. Er war bei weitem nicht der einz igste, es gab Hunderte wie ihm. Der Beruf an sich war also nichts besonderes, aber er liebte das Funkeln und Glitzern der Steine und Edelmetalle.
Und so gingen sie alle wieder ihren Tätigkeiten nach, Tag für Tag und manchmal auch Nacht für Nacht.
Josef war hochkonzentriert, er durfte keinen Fehler machen. 'Perfekt', dachte er sich, das dritte Rangabzeichen war fertig gestellt. Er hatte einige Wochen vor Maximilians Wiederkehr von Vincent vom Wanental den Auftrag erhalten, für die menschlichen Spezialeinheiten Avalaks, den goldenen Kriegern, Abzeichen für die vier höchsten Ränge anzufertigen. Bei der großen Wiederkunftsfeier, die nun einige Wochen her war, sagte Vincent ihm, dass er sie so bald wie möglich Maximilian vorstellen wollte.
Eine noch größere Ehre gab es kaum, doch er war immer noch nicht fertig, das vierte und schwierigste Abzeichen musste noch erstellt werden. Aber heute nicht mehr, Josef war müde und geschafft von der anstrengenden Arbeit. Er würde am nächsten Morgen mit seinem Prunkstück beginnen...
Nach ettlichen Tagen war es geschafft, er hatte die Rangabzeichen fertig gestellt. Nun musste er sie schnell in ein Hochsicherheitspaket stecken und es dem nächsten Eilboten geben, der es zu Vincent bringen würde.
'Das war ein hartes Stück Arbeit gewesen, jetzt werd ich mir erstmal einen Tag frei nehmen', dachte sich Josef gähnend und schloß seine Werkstatt ab.
Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von Silfides am 27.06.2011
