Geschichte: Der Tempeldiener Cor'Al
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Diese Geschichte fand Ende Mai des Jahres 2006 auf Mira, der Heimatwelt des Systemlords Kalas statt. In der Erzählung traf der Priester Cor'Al auf seinen Gott Kalas, welcher ihn zu einem der Leiter seines größten Tempels ernannte. Auch eine kurze Beschreibung des Tempels von Azha, dem wichtigsten heiligen Ort im Reiche Kalas, ist in der Geschichte zu finden.
Aufgetretene Personen
Zusammenfassung
Der junge, aber gut ausgebildete Priester Cor'Al war vor seinen Gott Kalas gerufen worden. Für seine Treue und Fähigkeiten gab ihm der Systemlord einen Platz als Hohepriester und Leiter des Tempels von Azha.
Schon kurz, nachdem er sich dort eingerichtet hatte, kamen Priester auf Pilgerfahrt vorbei, welche er in der Tempelanlage herum führte, von seiner tiefgreifenden Begegnung mit ihrem Gott erzählte und denen er versicherte, dass Kalas auch über sie wachte.
Der Tempeldiener Cor'Al
Der junge, fast beeindrucken schöne Cor'Al, schritt mit ehrerbietender Haltung in den großen Saal seines Gottes. Ständig war er darauf bedacht, ihn nicht direkt anzuschauen, ohne dazu aufgefordert zu werden. Eine gewisse Nervosität war sein Begleiter, die ganze Zeit über war er jedoch meist von der Freude übermannt, in der Nähe seines Gottes zu sein. Er kniete sich hin, streckte die Arme aus und drückte sein Gesicht auf den Boden, um seine Unterwürfigkeit zu beweisen.
"Größter aller Götter, Kalas, mir Cor'Al, wurde die große Aufgebe zuteil, einer Eurer untertänigen Priester zu werden. Ich will Euch niemals enttäuschen und schwöre Euch ewige Loyalität."
Kalas, der, wie niemand anderem bekannt war, vielleicht der ungewöhnlichste Systemlord und Goa'uld aller anderen war, stand auf von seinem Thron und zur Verwunderung des Ankömlings, der vor ihm kniete, ging Kalas auf ihn zu und half ihm wieder auf die Füße. Kalas hatte sich angewöhnt, die Treuen in seinem Volk und die Fremden, die zu ihm kamen, fast wie ebenwürdige zu behandeln.
Er war sehr ungewöhnlich für einen Goa'uld und der Charakter des Symbionten... der Symbiont hatte keinen Einfluss auf ihn und kam höchstens unterbewusst in den Zeiten des Zorns oder der Habgier aus ihm heraus und machte ihn dann fast unausstehlich....
"Es freut mich, dass du dich freiwillig in die Dienste eines Priesters stellen willst, doch du musst auch wissen, dass der Priester nicht nur mit Worten kämpft, sondern auch gewisse Kenntnisse im tatsächlichen Kampf braucht! Dennoch glaube ich, dass du stark genug bist... mental, wie auch körperlich...."
Der Priester hatte nicht erwartet, solche Worte von seinem Gott zu hören. Einen Moment innehaltend und überlegend, ob dieses ein Test war, dachte er darüber nach, wie sein Gott ihn so respektvoll behandeln konnte. Erwartete er, dass er einen Frevel beging? Um seine Gott nicht zu erzürnen sprach er mit kräftiger Stimme:
"Größter aller Götter, ich werde in Euren Name mein Körper stählen für den Kampf, um in Würde, in Euren Name zu Sterben. Ich bitte untertänigst um Eure weisen Befehle."
Der Tempel
Über die meisten Dächer der Stadt hinausragend, an einem zentralen Platz in der Innenstadt, stand der Tempel von Azha. Er war ähnlich gebaut wie der Palast der Spiegel, aber dennoch nicht mit diesem vergleichbar. Um einiges kleiner und mit weniger Kristallen und Spiegeln besetzt, war er denoch schön anzusehen und bildet den Mittelpunkt der spirituellen Kultur auf Mira und der Hauptstadt Azha.
Einer der Leiter des Tempels war Cor'Al geworden, der erst vor kurzem nach Azha gekommen war und seit dem ein hohes Ansehen und großes Vertrauen bei Kalas besaß.
Nachdem Cor'Al vor einigen Tagen seine Habseeligkeiten in sein neues Heim gebracht hatte und sich in einem Gebet an seinen Gott sich für die Unterkunft bedankt hatte, wollte er umgehend den Tempel betrachten, wo er nun zukünftig die Messen halten würde.
Er streifte voller erstaunen durch das Gebäude und betrachtete den Altar, bei dem die Jaffa ihre Symbionten erhielten und danach sah er das Allerheiligste, die Aufbewahrungskammer der Kinder seines Gottes.
Eine kleine Gruppe von Priestern, die weit gepilgert waren, konnten endlich den Vorhof des größten Tempels, der auf Mira stand, betreten. Den Tempel, der für jeden Priester unter Kalas Herrschaft der heiligste Ort seines Leben war....
Insgesamt waren es drei Priester aus Waz, die hier her beordert worden waren, um einmal den Tempel von Azha zu sehen und eine Audienz beim Obersten Priester von Azha zu bekommen... eine Ehre für jeden von ihnen:
"Endlich sind wir angekommen", sagte der eine zu den anderen beiden und kam vor den großen Toren zum stehen.
"Es sieht fantastisch aus", antwortet ein anderer und so bleiben sie erst einmal stumm vor dem Eingang stehen.
Glücklich über seine neue Position war Cor'Al immer noch in Gedankten versunken, doch er wurde schnell aus ihnen heraus gerissen, als er Stimmen vor den Toren vernahm. Er strich sich seine Haare aus dem Gesicht und hinter die Ohren, ging zum Haupttor hinüber und betätigte die Öffnungsrune.
Als er dort ein paar Wanderpriester erblickte, spiegelte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht wieder, das die ohnehin schönen Züge unterstrich.
"Willkommen Freunde, Anhänger des glorreichsten Gottes Kalas, ich bin Cor'Al, einer der Leiter des Tempels zu Azha. Wie kann ich euch an diesem schönen Tag auf Mira helfen?"
Die jungen Priester senkten zur Begrüßung ihre Häupter und erwiderten das freundliche Lächeln des Tempelleiters. Sie freuten sich über diese warme und überaus freundliche Begrüßung des Preisters.
"Wir sind drei Priester aus Waz, unsere Obersten schickten uns auf die Pilgerreise nach Azha, um den großen Tempel von Azha zu sehen.... Was für Priester wären wir denn, wenn wir nicht einmal vor unserer Weihe zum großen Tempel nach Azha gepilgert wären? Wäret Ihr vielleicht bereit, uns den großen Tempel von Innen zu zeigen und uns rumzuführen?"
Mit einer einladenden Bewegung deutete Cor'Al an, dass sie eintreten mögen. Als sie alle die Pforte passiert hatten, betätigte er die Rune des Tores wieder, um es zu schließen.
"Hier meine Freunde, der Tempel zu Azha. Auch als ich diesen Ort zum ersten Mal sah, staunte ich über seine Pracht."
Die Gruppe weiter durch den Tempel führend, redete er viel über ihren Gott und darüber, wie er zum Priester geworden war. Doch vor allem redete er über seine Begegnung mit Kalas, seinem gepriesenen Gott.
Die jungen Priester waren erstaunt über das enorme Bauwerk, das ihnen nun Gang für Gang näher gebracht wurde und so enorm war, dass es jeden von ihnen sprachlos machte. Aber auch die Geschichten von Cor'Al beeindruckten sie... wie er Priester wurde und vorallem wie er ihren Gott Kalas einmal sehen und mit ihm sogar reden durfte... das war unvorstellbar für die drei jungen Priester. Es dauerte einige Zeit, bis einer von ihnen wieder die Fassung fand und damit auch die richtigen Worte:
"Wie war die Begegnung mit unserem Gott Kalas, Hoher Priester Cor'Al?"
Cor'Al lächelte bescheiden, blickte einmal kurz zur Decke und sprach dann angetan in seinen eigenen Worten:
"Es war wohl die aufregendste Begegnung meines Lebens. Ich versuchte mein Bestes, doch wie ihr euch schon denken könnt, hatte ich immer das Gefühl, nicht würdig genug zu sein und immer kurz vor einem Fehler zu stehen. Doch unser Gott nahm mir meine Ängste mit seinen Worten und ich fand meinen Platz hier im Tempel von Azha.
Doch ich bin mir sicher, dass er euch ebenfalls beobachtet und zufrieden mit euren Leistungen ist, denn ihr beschreitet den würdigen Weg der Priesterschaft."
Dann legt er eine Hand auf die Schulter des jungen Priesters, der gefragt hatte:
"Und auch ich bin Stolz auf euch und nun kommt den Rest anschauen!"
Wieder einmal waren die jungen Priester sprachlos. Der hohe Priester war für sie schon eine weitere Person geworden, welche sie zu huldigen wussten. Er war um einiges Weiser, als die drei und beeindruckte sie mit jedem seiner Worte. So folgten sie ihm stumm weiter und dachten noch teilweise über die vorher gesprochenen Dinge nach, vor allem wie er Kalas beschrieben hatte und dass er gesagt hatte, dass ihr Gott auch sie beobachten würde.
Cor'Al genoss es, dass sie ihm so an den Lippen hingen. Doch er bemerkte auch, wie die Zeit verflog und wollte sie nicht länger auf ihrer Pilgerreise aufhalten. So lies er ihre Tour durch den Komplex langsam in Richtung Ausgang gleiten.
Dort verabschiedete er sich in alter Tradition.
"Ich wüsche euch Glück auf euren Reisen! Unser Gott wird über euch wachen!"
Die drei Priester bedankten sich nach der Führung bei dem hohen Geistlichen und gingen wieder ihren Weg, um die Pilgerfahrt weiter zu führen.
