Geschichte: Daniels Vergehen

Aus Stargate Rollenspiel - Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Diese Geschichte ist ein Ereignis, welches von der Spielerin Asuraner für die Wochenaufgabe "Tod eines Geliebten" (Runde 9, Wochenaufgabe 9) erstellt worden war. Die Geschichte spielt den Tod Sha'res nach, als wäre er von Daniel Jackson selbst verursacht worden und zeigt besonders sein persönliches Leiden. Später stellt sich jedoch herraus, dass es nur eine Vision verursacht durch ein Antikergerät war, welche Daniel im Dezember 2006 im Stargate Center erlebt.


Inhaltsverzeichnis

Aufgabenstellung

"Schreibt eine Geschichte, wie die Große Liebe eures Charakters (ja, auch Bösewichte verlieben sich) stirbt und weshalb. Das besondere dabei: Der Charakter muss sie auf dem Gewissen haben, d.h. entweder hat er sie getötet (dann will ich aber einen verdammt guten Grund dafür haben^^) oder sie ist durch seine Schuld gestorben.... oder von mir aus hat sich die Person auch wegen dem Charakter umgebracht, mir egal^^ Wichtig ist halt nur: die beiden müssen unsterblich ineinander verliebt gewesen sein."


Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

Auf einer Mission gegen Apophis wurde Daniel dazu gezwungen, Amonet und damit seine Frau Sha're zu erschießen, um Jack zu retten. Er machte sich danach große Selbstvorwürfe und versank in Depressionen. In Gesprächen mit Samantha Carter, Jack O'Neill, Teal'C, General Hammond und Janet Fraiser dachte Daniel immer wieder über die Vorkommnisse nach und konnte sich schließlich dank der Hilfe seiner Freunde und Kollegen wieder fangen.
Plötzlich fand sich Daniel in seinem Büro wieder und war sich nicht mehr sicher, ob Sha're durch seine Hand oder durch Teal'Cs getötet worden war. Ein vor kurzem gefundenes Antikergerät berührend, hatte er plötzlich wieder einen Backflash von seiner schrecklichen Tat gegen seine Frau. Jackson fand daraufhin heraus, dass das Gerät in der Lage war, Erinnerungen der Vergangenheit einer Person in anderer Konstellation durch zu spielen, als so realer Traum, dass man es für die Wirklichkeit hielt.


Daniels Vergehen

Gegenwart

Es war ein sonniger Tag als Dr. Daniel Jackson, Mitglied von SG-1, mit seinem Auto auf eine Parklücke zusteuerte, die seinen Privatparklatz darstellte. Als das Auto in der Parklücke verstaut war, entstieg der Archäologe dem Fahrzeug und schloss dann die Fahrzeugtür. Er ging zum Kofferraum und packte sogleich seine Aktentasche mit der einen Hand und klemmte sich mehrere Bücher unter den anderen Arm. Dann schloss er den Kofferraum wieder und verriegelte das Auto, bevor sein Autoschlüssel in die Hosentasche wanderte.
Daniel ging auf geradem Weg zum Eingang des Cheyenne Mountain Complex zu. Dort grüßte ihn der wachhabende Soldat und Jackson kramte aus seiner Tasche seine persönliche ID-Karte hervor. Er legte dem Soldat diese vor, welcher sie kurz anschaute und sie ihm wortlos wieder gab, um Daniel damit zu signalisieren, dass er durchgehen konnte.
Der Archäologe ging weiter auf den Fahrstuhl zu und als er angekommen war, schob er seinen Ausweis durch einen Schlitz und drückte auf einen Knopf, um den Fahrstuhl zurufen. Es dauerte nicht lange, bis sich die Türen vor ihm öffneten. Drinnen war Daniel allein, als er eintrat. Erneut musste er sich identifizieren, bevor er die Zahl 28 drücken konnte. Die Kabine schloss sich daraufhin und es ging in den Berg hinab. Er erinnerte sich noch an seinen ersten Tag, 1994, als er damals den Cheyenne Mountain Complex betrat. Damals war das Stargate noch nicht aktiviert worden, zumindest nicht, dass er wüsste und Catherine Langford hatte die Wissenschaftliche Leitung über das Projekt. Damals war er nicht allein, sondern der bereits verstorbene Charles Kawalsky begleitete ihn bei der Fahrt in die Tiefe.
Als er unten ankam, öffneten sich die Türen und Daniel trat aus dem Fahrstuhl. Vorher hatte er aber seine ID-Karte heraus genommen. Er ging in die Richtung seines Büros weiter. Auf Ebene 28 herrschte der allgemeine Hochbetrieb. Kein Wunder, da das Stargate ebenfalls auf dieser war. Viele Wissenschaftler und uniformierten Soldaten liefen durch die ganzen Gänge. Die meisten kannte er sehr gut, da SG-1 auch mit anderen Teams öfters auf fremden Planeten zu tun hatte oder aber auch durch die Arbeit im Stargate Center mit vielen Menschen zu tun hatten. Er grüßte die Meisten mit einem freundlichen Nicken und lief weiter.
An seinem Büro angekommen stellte er die Bücher in seinem Arm sogleich auf den letzten freien Platz auf einem seiner überfüllten Schreibtische. Daniel hatte schon früh von General George Hammond einige extra Schreibtische bekommen, da er neben Sam am Meisten Platz zum Arbeiten brauchte.
Er stellte seine Aktentasche neben seinem Stuhl ab und öffnete diese anschließend. Dann kramte er einige aus Büchern kopierte Seiten heraus und legte sie neben einen Gegenstand. Er schaltete seine Schreibtischlampe an und schob seine Brille zurecht. Daniel beugte sich über den Gegenstand und schaute auf dessen Schriftzeichen. Das Original mit den Aufzeichnungen vergleichend, zerbrach er sich den Kopf. Sie ähnelten sich sehr und er nahm an, dass sie trotz mancher Unterschiede das selbe Bedeuten mussten, also übersetzte er die erste Zeile und tippte sie in seinen Laptop ein. Es gab einige Unstimmigkeiten, aber mit logischem Denken kam er doch zu einer guten Übersetzung, die auch vom Inhalt her zu stimmten schien.
Es verging knapp eine halbe Stunde, bis Daniel es geschafft hatte, die Hälfte des Textes zu übersetzen. Er schüttete sich gerade eine Tasse Kaffee ein und wollte einen Schluck davon nehmen, als Samantha Carter an die offene Tür klopfte. Er drehte sich um und schaute dann zu dem blonden Major.

"Hi, Sam. Auch schon hier? Ich dachte, du würdest etwas später kommen, immerhin hast du ja auch bis spät gestern noch an deinem neuen Projekt gearbeitet", sagte Daniel zu ihr.
"Nun, der uns von den Asgard gegebenen Hyperraumantrieb muss für die Prometheus neu konfiguriert werden. Sie haben uns zwar längst nicht das gegeben, was in ihren Schiffen schlummert, aber die Technologie der Asgard ist ziemlich weit fortgeschritten und daher müssen wir besonders acht geben....", sie lächelte zu ihm und sprach dann weiter. "Du bist ja auch früh hier. Ich dachte, General Hammond hätte dir zwei Wochen Urlaub gebeben?"
"Urlaub kann ich auch später nehmen. Bei mir steht soviel Arbeit an, die ich erst einmal beenden möchte. Denn sonst häuft sich die ganze Arbeit mit der Zeit an."

Sam sah zu ihm und ging dann näher auf ihn zu. Sie wusste, warum er sich in die Arbeit stürzte. Sie hatte sich nach dem Tod von Martouf, einem Tok'ra, ebenfalls der Arbeit verschrieben. Auch als Daniel damals starb (und aufstieg), war sie erst Recht in der Arbeit vertieft gewesen, nur um nicht dauernd daran erinnert zu werden. Solange sie arbeitete, waren ihre Gedanken nur auf die Arbeit konzentriert. So musste sie sich nicht die ganze Zeit dem Schmerz des Verlustes widmen.

"Daniel... Ich weiß, wie du dich fühlst. Du glaubst, dass du den Schmerz verdrängen kannst, indem du dich mit der Arbeit überhäufst. Aber dadurch wird es nicht besser, Daniel. Glaub mir. Du solltest lieber mit jemanden darüber reden.", meinte Sam etwas eindringlich zu ihm.
"Danke für deine Hilfe, Sam, aber es geht mir sehr gut. Ich finde es nett von dir, dass du dich um mich kümmerst, aber das wird nicht nötig sein... Ist sonst noch etwas? Denn ich würde gerne etwas weiter machen mit meiner Arbeit", entgegnete Daniel.

Er wollte nicht abweisend sein. Daniel mochte einfach nicht mehr darüber reden und hasste es langsam, dass jeder mit ihm über die letzte Mission reden wollte. Warum erwartete jeder, dass er sich öffnete? So was passierte doch nicht zum ersten Mal. Okay, bei ihm war es etwas anderes, aber dennoch war es dasselbe. Warum mussten sie ihn immer daran erinnern - Daran, was passiert war? Erinnern daran, dass er seine Frau getötet hatte!
Er warf eine der Statuen, die SG-2 mitgebracht hatte, aus Wut zu Boden, sodass sie beim Aufprall zersprang. Er hob die Bruchstücke auf und legte sie auf den Tisch. Als er die letzte Scheibe aufheben wollte, schnitt er sich an einer scharfen Kante, sodass aus der Wunde ein bisschen Blut heraustrat. Wütend über sich selbst ging er zum Waschbecken an der Wand, um den Schnitt zu reinigen. Er drehte den Wasserhahn auf und reinigte ihn unter dem Wasserstrahl.
Die Blutung hatte schnell aufgehört und Daniel trocknete sich die Hand ab. Er schaute in sein Spiegelbild und erst jetzt viel ihm auf, wie Müde er auch aussah, als er die Brille langsam und resigniert ablegte. Er beschloss kurz die Augen zu schließen, um sie zu entspannen. Als sich seine Augenlieder schlossen, fingen seine Gedanken an, sich um die letzte Mission zu drehen.


Die letzte Mission - Teil 1

Er, Jack, Sam, Teal'C, General Hammond und Jacob Carter, der Vater von Sam und ein Tok'ra besprachen die kommende Mission. Auf dem Planeten P3Y-4X5 hatte man eine Pyramide entdeckt, die von Jaffa mit Schlangenköpfen bewacht wurde. Dank den neusten Informationen der Tok'ra konnte man herausfinden, dass es sich um einen Tempel der Goa'uld Amonet handelte. Sie war die Frau von Apophis, welche sich im Körper von Daniels Frau Sha're befand. Da der Gott Apophis vor kurzem durch die Streitkräfte von Yu und Baal angegriffen worden war, waren die Wachen, die seine Königin bewachten, gering, denn er brauchte im Krieg gegen die beiden Rivalen jeden Krieger, den er erübrigen konnte.
Daniel war sofort dafür gewesen, dorthin zu gehen, da er endlich die Chance sah, seine geliebte Frau aus den Händen der Goa'uld zu befreien. Teal'C fand das Risiko akzeptabel, nachdem er sich die Informationen der Tok'ra angesehen hatte und selbst Jacob war der gleichen Ansicht. So hatte General Hammond ihnen genehmigt mit SG-3, SG-5, SG-11 und SG-25 auszurücken, um den Tempel einzunehmen.


Gegenwart

Daniel öffnete wieder die Augen und rückte sich die Brille wieder zurecht. Er setzte sich wieder auf seinen Stuhl und betrachtete den Gegenstand, den er weiter übersetzen wollte. Der Archäologe nahm ihn in die Hand und hielt die nächsten Symbole gegen das Licht, um diese genauer erkennen zu können und dann mit den Ausdrucken zu vergleichen. Dann tippte er die ersten Wörter in den Laptop ein und übersetzte die anderen Symbole, um schließlich die restliche Übersetzung einzufügen.
So hatte es Daniel nach einer weiteren halben Stunde geschafft, den Gegenstand zu übersetzen. Für das Militär war es nichts bedeutendes, aber für Archäologen, wie ihn, war es ein sehr wertvoller Gegenstand. Nur so konnte man mehr über die Zivilisation eines Planeten herausfinden. Er speicherte das Dokument ab und räumte den Gegenstand in einen Schrank ein, in dem noch zwei andere standen, die übersetzt werden sollten. Die ausgedruckten Blätter heftete er weg in eine der Mappen und legte sie dem Gegenstand bei. Dann schaute er auf seine Uhr.
Es war für ihn doch eigentlich noch sehr früh für diese Uhrzeit. Er hatte Zeit und konnte weitermachen mit den Übersetzungen oder aber er würde früher als gewöhnlich in die Kantine gehen. Jetzt, um diese Uhrzeit, war die Kantine fast verlassen. Also konnte er auch dort seine Ruhe haben und essen.
Er entschied sich, nun in die Kantine zu gehen und etwas zu essen, bevor die Kantine doch zu voll sein würde. Daniel schaltete die Lampe am Schreibtisch aus und räumte noch kurz etwas auf. Dann machte er sich auf den Weg zur Kantine. Auf dem Weg dorthin fragte er sich, wann wohl die nächste Mission für SG-1 anstehen würde. General Hammond wollte aber noch etwas warten, da Sha'res Beerdigung erst übermorgen auf Abydos stattfinden würde. Der Archäologe dagegen hätte nichts dagegen gehabt, wenn General Hammond dem SG-1 Team eine Mission aufgetragen hätte - alles hätte ihn erleichtert, was ihn abgelenkt hätte.

Als Daniel durch die Tür der Kantine trat, waren die Tische leer. Fast leer! An einen Tisch saß Colonel Jack O'Neill, Teamleiter von SG-1 und für Daniel einer der besten Freunde, die er hatte. Der Blick des Soldaten war auf ein Kreuzworträtsel gerichtet, das er anscheinend von Sam bekommen hatte. Neben dem Kreuzworträtsel stand eine Schüssel Fruit Loops, die Jack gerne zum Frühstück aß. Die Schüssel hatte ein Motiv von Homer Simpson aufgedruckt. Daniel wusste, dass Jack ein Simpsonfan war und so, wie es aussah, hatte der Colonel wohl seine Lieblingsschüssel für das Frühstück mitgenommen. Der Wissenschaftler nahm ein Tablett und schaute sich an, was es alles zum Frühstück gab. Er nahm ein Brötchen, ein Stück Butter, sowie eine Scheibe Schinken und Salami. Hinzu kam ein Glas Milch, sowie eine kleine Schale Pudding. Dann ging er zum Tisch, an dem Jack saß und schaute zu diesem, der seinen Blick ebenfalls hob.

"Hi Jack, wieder am Lösen von einem der Kreuzwörter, die dir Sam gegeben hat?", fragte Daniel grinsend zu seinen Freund.
"Du kennst doch Sam, Daniel. Da wir einige Tage Zeit haben, bis wir wieder auf einer Mission gehen, hat sie mir einige aufgehalst. Vielleicht könntest du mir helfen.", sagte Jack spaßend zu Daniel.
"Du weißt, ich habe Sam versprochen, dir nicht zu helfen.", antwortete er auf Jacks letzten Satz.
"Sie muss es ja nicht erfahren. Wie kommt es eigentlich, dass du hier isst. Hast du nichts zu tun, wie sonst immer? Irgendwelche Artefakte werden doch wohl noch nicht übersetzt worden sein.", fügte Jack grinsend ein und nahm einen Löffel der Fruit Loops.
"Ich wollte schnell was essen, bevor ich wieder an die Arbeit gehe. Was machst du den hier? Immerhin gibt es nichts zu tun, ehe wir eine Mission bekommen.", antwortete Daniel auf Jacks Frage hin.
"Stimmt, ich warte eigentlich auf Teal'C, der seine Kelo-Dings-da durchführt. Und Sam, na ja, sie findet, dass es nichts besseres gibt, als zu arbeiten. Die Frau schläft Nachts und ansonsten ist sie auf Missionen oder arbeitet in ihrem Labor.... Du könntest ja mit mir und Teal'C was unternehmen. Teal'C wird sicherlich Star Wars sehen wollen. Du kennst ihn ja, er kriegt nicht genug davon. Ich hoffe, dass ich ihn zum Angeln überreden kann.", meinte Jack auf Daniels Frage hin mit einem schelmischen, angedeuteten Lächeln.
"Es heißt Kelno'reem. Und Ja, stimmt, dass Sam arbeitssüchtig ist. Was die SG-1 Missionen angeht, Jack.... könnten Sie General Hammond nicht bitten, uns doch eine Mission zuzuteilen?", fragte Daniel, der weiterhin seine Gedanken auf die Arbeit richtete.
"Daniel, ich weiß, wie Sie sich fühlen. Ich habe mich genauso gefühlt, wie Sie, als sich mein Sohn, Charlie, aus Versehen mit meiner Dienstwaffe erschossen hat. Ich hab mich gefühlt, als hätte ich meinen eigenen Sohn getötet. Daher verstehe ich es, wie es Ihnen geht, Daniel. Wenn Sie mit jemanden reden wollen, Daniel, so können Sie sich an mich wenden. Ich verdanke Ihnen mein Leben.", sprach Jack in ernsterem Ton als gewöhnlich.

Jack hatte sich Jahre lang die Schuld dafür gegeben, dass sein Sohn seinetwegen gestorben war. Das war Daniel zu gut bewusst. Jack hatte ihm davon auf der Abydos Mission im Jahr 1994 erzählt. General West hatte Jack für die damalige Mission hinzu gezogen, weil es dem Soldaten damals egal gewesen war, ob er sterben würde oder nicht. Hätte es keinen Weg gebeben, Ra zu töten, so hätte sich Jack mit der Atombombe selbst getötet, um seinen Auftrag zu erfüllen.
Daniels Gedanken drehten sich wieder um die letzte Mission, nachdem Jack andeutungsweise darauf zusprechen gekommen war.


Die letzte Mission - Teil 2

Mit einer Schockgranate wurden die Schlangenwachen am Stargate ausgeschaltete. Kurz darauf kamen die SG-Teams durch das Tor. Allen voran war SG-1, dann kamen SG-3 und SG-5. Den Rest bildete SG-11 und SG-25, die als letzte durch das Sternentor kamen. SG-11 wurde zur Überwachung des Stargates zurück gelassen. SG-1 und SG-25 bildeten eine Gruppe, während SG-3 und SG-5 eine zweite Gruppe bildeten und durch einen Wald bis zur Pyramide vordringen konnten.
Der Eingang der Pyramide war streng bewacht worden, so dass die Menschen mit von beiden Gruppen schnell und gleichzeitig angreifen mussten. Als sie die Wachen mit Zat's überwältigt hatten und nachdem jeder Jaffa mit dem dritten Schuss zum Verschwinden gebracht worden war, wurde SG-3 zum Schutz des Einganges zurückgelassen...


Die Gegenwart

"Daniel?", fragte Jack, nachdem Daniel auf Jacks letzte Frage nicht mehr geantwortet hatte.
"Was? Entschuldige, ich war in Gedanken.", antwortete Daniel etwas verwirrt.
"Ich fragte Sie, ob ich Ihren Pudding haben darf.", entgegnete Jack.
"Ja können Sie haben, Jack.... Ich hab auch wirklich keinen Hunger mehr... Ich werde wieder an die Arbeit gehen. Wir sehen uns noch, Jack.", sagte Daniel.


Er stand sogleich auf und verlies die Kantine schnell wieder, ehe Jack etwas sagen konnte. Daniel ging den Gang entlang, aber nicht zu seinem Büro, um dort weiter zu arbeiten, sondern zu seinem Quartier, denn dort hatte er erst einmal seine Ruhe. Ruhe vor allen. Ruhe für sich selbst. Vielleicht sogar Ruhe vor den Gedanken, die ihn plagten. Einfach nur Ruhe. Er war wütend darüber, dass Jack ihn an die Mission erinnert hatte. Warum mussten ihm alle das antun? Warum konnte man nicht weitermachen, wie bisher? Warum musste man den täglichen Ablauf ändern? Wegen ihm? Wegen dem, was er getan hatte? Was er erlebt hatte? Was er bereute? Warum? Weshalb? Was? Wann? Wer? Wo? Immer diese Fragen!
Das ganze Leben war geprägt von Fragen. Selbst wegen einer Schicksalshaften Minute entstanden gleich so viele Fragen, die nach einer Antwort verlangten. Fragen, die jeden in seinem Inneren auffressen würden. Fragen, die einen nie zur Ruhe kommen ließen. Fragen und Antworten, die man nie vergessen würde.
Daniel grüßte keinen der Leute, denen er auf den Gängen begegnete. Er stampfte wütend weiter zu seinem Quartier und als er vor der Tür stand, holte er seine ID-Karte heraus und zog sie durch den Schlitz. Sie öffnete sich und der junge Archäologe wollte gerade durch die Tür in sein Quartier eintreten, als ihn jemand ansprach und davon abhielt in sein Quartier zutreten. Daniel drehte sich um und sah in das schwarze, glatzköpfige, freundliche Gesicht von Teal'C. Der Jaffa mit dem goldenen Symbol von Apophis auf seiner Stirn stand muskulös, wie er war, vor ihm.

"Daniel Jackson, wie ich sehe, bist du schon hier. Es freut mich, dich zu sehen. Ich habe gerade mein Kelno'reem abgehalten und wollte zu O'Neill in die Kantine. Möchtest du mich begleiten?", fragte ihn Teal'C höflich.
"Ich war gerade bei Jack in der Kantine. Er wartete schon auf dich. Ich sollte dich warnen, er wird vielleicht vorschlagen, mit dir Angeln zu gehen.", sagte Daniel.
"In dem See gibt es keine Fische, wie O'Neill behauptet. Es nennt dies bloß fischen... Bist du sicher, dass du meine Hilfe nicht benötigst, bei der Übersetzungen von Goa'uld Texten?", fragte Teal'C, da er nicht unbedingt fischen gehen wollte.
"Ich verstehe, dass du keine Lust darauf hast... Aber es tut mir Leid, ich hab nichts zu tun und auch nichts, wobei du mir helfen könntest. Vielleicht solltest du dein Kelno'reem wiederholen, Teal'C.", sprach Daniel grinsend, woraufhin Teal'C entgegnete: "Ich denke, ich werde gleich damit beginnen. Möchtest du mich begleiten? Das Meditieren wird dir sicherlich gut tun. Diese Meditation hilft, mit sich selbst ins Reine zukommen."
"Ich hab grad keine Zeit. Vielleicht später.", sagte Daniel. "Wie du es wünscht.", antwortete der Jaffa und ging.

Daniel war froh, das Teal'C ging. Er trat durch die Tür in sein Quartier und schloss diese hinter sich. Nicht ein einziger seines Teams hatte Verständnis dafür, dass er nicht daran erinnert werden wollte, was geschehen war. Ständig mussten sie in ihm die dunklen Gedanken wieder erwecken. Warum? Hatte er nicht schon genug gelitten? Oder war dies eine Strafe für seine Tat? Sam, Jack und nun auch Teal'C. Ständig musste jemand über die letzte Mission reden. Warum? Es war eine von vielen und man sprach selten lange noch von einer Mission. Er war froh, dass sie ihn wenigstens nicht zu einem Psychiater schickten, der mit ihm darüber sprechen sollte - das hätte ihm den Rest gegeben.
Daniel setzte sich aufs Bett und schaute sich kurz um. Er hatte das ständige Gerede mit seinen Teamkollegen satt. Er wollte einfach nur weiter machen, wie bisher. Aber ging das denn? Seine Frau aus den Händen der Goa'uld zurück zu holen, war sein Antrieb gewesen, aber das war nun vorbei. Er hatte sie befreit aus den Fängen des Feindes, auch wenn er es sich anders vorstellte, als es gekommen war.


Die letzte Mission - Teil 3

Es gab drei Wege, die von der Haupthalle hinter dem Eingang, weiter in die Pyramide hineinführten. Jack und Teal'C gingen voran, während Daniel und Sam die Rückendeckung übernahmen. SG-5 und SG-25 folgten den anderen beiden Wegen. Keines der Teams traf auf Jaffa, was doch Teal'C als verwunderlich empfand, aber anscheint hatte Apophis vor kurzem mehr Jaffa für seinen Krieg gegen die anderen Systemlords geholt, als man angenommen hatte.


Die Gegenwart

Daniel öffnete die Augen. Er war wohl anscheint für einen Moment eingeschlafen. 'Das kommt davon, wenn man kurz schläft und dazu auch gar nicht so gut', dachte sich der Wissenschaftler. Er stand auf und ging an die Tür, gerade als sein Name durch die Lautsprecher halte. Er wurde in den Besprechungsraum gerufen. Es wunderte ihn, dass nur er von General Hammond gerufen wurde, aber das kümmerte ihn jetzt nicht.
Sicherlich hatte der General etwas für ihn und er wollte ihn nicht zulange warten lassen, weshalb Daniel sogleich aus der Tür trat und mit einem letzten Blick in sein Quartier hinaus trat.
Er lief auf direkten Weg zum Besprechungsraum. Hier um eine Ecke und dort um eine. Es wirkte in diesem Bunker immer wie das Selbe. Anfangs hatte Daniel Schwierigkeiten gehabt, sich zurecht zufinden und sich mehrmals verlaufen. Doch jetzt kannte er sich bestens aus und so hatte er keine Schwierigkeiten mehr in den Kontrollraum zu kommen, um dann die Wendeltreppe hoch zulaufen, um in den Besprechungsraum zu kommen. Dort angekommen, sah er General George Hammond. Der glatzköpfige Mann war nicht gerade der schlankste Mann, den er kannte. Das war wohl die Schuld der Büroarbeit.

"Sie haben nach mir gerufen, General?", fragte Daniel.
"Ja, Dr. Jackson. SG-10 hat ein Gerät von den Antikern mitgebracht. Es wird gerade zu Major Carter ins Labor gebracht. Ich kenne niemanden, der so in der Sprache der Antiker bewandert ist, wie Sie, Dr. Jackson, daher würde ich Sie gerne zu Major Carter schicken, damit Sie die Schrift auf dem Gerät entziffern können.", antworte Hammond auf die Frage.
"Wenn es ein Gerät der Antiker ist, werde ich die Übersetzungen dieses Geräts sobald es geht machen, General. Wenn dies alles ist, werde ich zu Carter ins Labor gehen, Sir.", sagte Daniel.
"Ich habe vorhin mit Kasuf gesprochen... wegen der Beerdigung übermorgen auf Abydos. Ob Sie irgendwelche Wünsche hätten, für die Beerdigung.", meinte der General.
"Ich will nur, dass Sha're alle Beerdigungsriten bekommt, die einem ihres Volkes zusteht, General... Ich würde jetzt gehen, General und mich an die Arbeit mit Carter machen.", sagte Daniel.
"Ich verstehe, dass Sie sich mit der Arbeit beschäftigen wollen, Dr. Jackson und wenn Sie mit jemanden reden wollen, so kann ich Ihnen Dr. Antony Knight empfehlen. Ein sehr guter Psychologe des Stargate Programms.", sagte der General eindringlich.
"Danke General, aber ich brauche niemanden... Ich komme schon alleine klar. Ich brauche nur eine Nacht voll Schlaf, dann sieht alles wieder anders aus.", antwortete er ihm.
"Dann lassen Sie sich von Dr. Fraiser ein Schlafmittel geben... Ach ja, das ist ein Befehl. Beides, Dr. Jackson.", sagte Hammond streng zu diesem, wandte sich von diesem ab und ging dann in sein Büro.

Daniel schaute General Hammond hinter her und wandte sich dann um. Er ging, wütend auf alles und jeden, erst einmal Richtung Krankenstation. Diese war zum Glück auf der selben Ebene und auch auf den Weg zum Labor von Sam. So konnte er wenigstens schnell einen der Befehle von General Hammond erledigen und dann weiter ziehen. Auf dem Weg dorthin kamen ihm wieder einige Erinnerungen an die letzte Mission hoch.


Die letzte Mission - Teil 4

SG-25 wurde von einigen Jaffa angegriffen und auch SG-5 meldete, dass sie unter feindlichen Beschuss geraten waren. SG-3, die Marines, waren ebenfalls draußen vor der Pyramide in einem Kampf mit mehreren Jaffa verwickelt wurden. Offenbar war es eine Falle von Apophis gewesen, um einige Tau'ri gefangen zunehmen. Jack wollte umkehren und die Teams zum Rückzug zu ordern. Sam war der selben Meinung, aber Daniel war fest davon überzeugt gewesen, dass sie ganz nah dran waren, Sha're zu finde und Teal'C bekräftigte ihn diesmal dabei, dass es solch eine Chance nie wieder geben würde. Daher ließ sich Jack bewegen, SG-11 dazu zu ordern, General Hammond um mehr Truppen zu bitten.


Die Gegenwart

Als Daniel an der Krankenstation vorbei ging, kam ihm auch schon Janet entgegen. Offenbar hatte Hammond diese bereits übers Telefon informiert, denn sie hatte ein Schlafmittel für ihn in der Hand.

"Hi, Janet, ich nehme an das Schlafmittel ist für mich.", sagte Daniel zu der Ärztin.
"Ja, General Hammond hat mich bereits telefonisch informiert, dass ich für Sie ein Schlafmittel rauslegen soll. Wie geht's Ihnen?", fragte die Ärztin ihn sogleich.
"Es geht. Ich schlafe wie immer etwas kürzer als die anderen und in letzter Zeit komme ich gar nicht zum Schlafen.", antworte Daniel und es fiel ihm auf, dass es doch etwas half, mit jemanden darüber zu reden.
"Ich bin mir sicher, dass Dr. Knight Ihnen helfen kann. Ich muss noch einige Patienten überprüfen. Wenn Sie mich also entschuldigen, Dr. Jackson.", sagte die Ärztin freundlich und ging dann zu einem Patient.

Daniel steckte das Schlafmittel ein und ging dann zum Labor, in der Sam bereits auf ihn wartete. Auf dem Weg zu ihr schweiften seine Gedanken schon wieder zu der Mission.


Die letzte Mission - Teil 5

SG-12 und SG-13 wurden als Verstärkung geschickt und unterstützten SG-3 dabei, den Ausgang der Pyramide zu halten. SG-1 fand in zwischen einen Ringtransporter, der zum Thronsaal führte und benutzten eine Schockgranate zusammen mit dem Ringtransporter, um die Wachen oben zu betäuben. Danach nahmen sie selbst den Ringtransporter hinauf in den Thronsaal.


Sha'res Tod

Die Wachen lagen betäubt am Boden, während der Thron verlassen war. Teal'C und Sam näherten sich und die anderen gaben ihnen Feuerschutz. Gleichzeitig deckten Daniel und Jack das Ganze von der anderen Seite. Jack hatte gerade angehalten, um Daniel zu Unterstützen, falls es nötig wäre, als der Archäologe nach vorne ging. Plötzlich wurde dieser von dem Faustschlag mit einem Goa'uld Handgerät zu Boden geschickt. Ein Schockwelle traf Sam und Teal'C einen Augenblick später und beide prallten gegen die Wand. Jack seinerseits nahm die P90 in die Hand, doch Amonet kam ihm zuvor und aktivierte das Kara'Kesh, wie es Ska'ara bei Apophis Invasion auf die Erde auf Daniel angewendet hatte. Der folternde Strahl ließ Jack unglaubliche Schmerzen erleiden.
Daniel erhob sich und richtete die 9mm auf Amonet. Er ging direkt auf seine Ehefrau zu, zielte mit der Waffe auf sie und überlegte sich, dass es so für Jack gewesen sein musste, als Ska'ara an Bord des Ha'taks das Selbe mit dem Archäologen gemacht hatte, bevor der Colonel auf den Goa'uld schoss.

"Sha're, tu es nicht!"
Doch Sha're sah nur mit leuchtenden Augen zu ihm. "SHA'RE!" Sie hörte nicht auf, woraufhin Daniel abdrückte. Es schien, als wäre die Zeit angehalten, als sich der Schuss löste. Langsam drang die Kugel in Sha'res Körper ein und kam aus der anderen Seite ihres Leibes wieder heraus. Langsam ging sie zu Boden, es schien so langsam, wie Daniel seine Waffe zu Boden fallen lies. Er kniete sich neben seiner Frau auf den Boden und schluchzte. "Sha're, es tut mir Leid.", brachte er gerade so hervor.
"Es braucht dir nicht Leid zu tun, mein Liebster. Ich bin dir dankbar, das du mich gerettet hast. Wir werden uns wiedersehen.", waren ihre letzten Worte, dann starb sie in seinem Armen.


Die Gegenwart

Daniel erwachte schweißgebadet und ging ins Badezimmer. Dort sah er in den Spiegel und nahm eine Hand voll Wasser, wischte sich damit den Schweiß vom Gesicht und blickte erneut in den Spiegel. Er fing an zu weinen. Den Schmerz konnte er einfach nicht mehr ertragen und so sackte er zu Boden, weinend und sich vor Schmerz krümmend.


Auf der Beerdigung

Sha'ras Körper hatten die Abydonier schon vorbereitet und wie die Pharaonen war sie Bandagiert. Kasuf und die anderen aus dem größten Umkreis von Sha'res Familie standen auf der linken Seite, während auf der anderen Seite General Hammond, Janet, Jack, Sam und Teal'c ihre Plätze eingenommen hatten. Daniel selbst und Kasuf standen am Kopf des Grabes.
Er trat einen Schritt vor und begann über die Zeit mit ihr zu reden. Wie er sie kennen gelernte hatte und wie er sie liebte. Daniel erzählte, wie sie war, nahm eine Hand Sand und streute diesen auf den Körper seiner Frau. Dann ging er wieder zurück und ließ sich die anderen von Sha're verabschieden.
Nach die Beerdigungsgemeinschaft gegangen war, ging Daniel mit Kasuf in eines der Zelte, während die anderen zum Stargate schritten und dort auf Daniel warteten.
Der Archäologe und Kasuf unterhielten einige Zeit über Sha're und Kasuf wollte genau wissen, wie es zum Tod seiner Tochter gekommen war und was Sha're zu ihm gesagt hatte. Kasuf versicherte Daniel, dass er das richtige getan hatte und dass er sich keine Schuld geben sollte. Er hatte Sha're vor dem Dämon gerettet.


Die Wirklichkeit?

Mit einem Lichtblitz, der vor seinen Augen aufleuchtete, kehrte Daniel zurück. Es war ein verwirrendes Gefühl. 'Was war gerade geschehen,' fragte sich der Archäologe. Er saß in seinem Stuhl an seinem Schreibtisch, die Lampe, welche er angemacht hatte um die Schriftzeichen auf dem Gerät der Antiker genau zu studieren. Oder hatte er die Worte bereits übersetzt? Er suchte die Unterlagen auf seinem Tisch, doch er fand nichts. Sein Geist schwirrte vor Gedanken und versuchte zu Ordnen, was Wahrheit und Traum gewesen war. Hatte er geschlafen? Plötzlich zweifelte er an dem, was wirklich geschehen war - Teal'C hatte Sha're vor Jahren getötet, um Daniel zu retten... oder etwa nicht? Hatten sie eine Tempelpyramide gestürmt, um seine Frau gefangen zu nehmen? Oder war es Abydos gewesen?
Vorsichtig streckte er seine Hand aus, um das Antikergerät zu berühren und als seine Fingerspitzen über die glatte Oberfläche strichen, schossen ihm Bilder durch den Kopf, wie er ein Magazin seiner 9mm entleerte und die Kugeln seine bildschöne Frau umbrachten. Erschrocken zog er seine Hand wieder zurück und in einem Lichtblitz kehrte die Wirklichkeit seines Büros wieder zu ihm zurück. Die Erfahrung war schmerzvoll gewesen.

Er versuchte die ersten Worte des faustgroßen Antikergegenstandes zu übersetzen und sofort fiel ihm etwas auf, was soviel bedeutete wie: "Möglichkeiten der Vergangenheit erleben."


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von Silfides am 22.07.2011.

Persönliche Werkzeuge