Geschichte: An Evening With el Diablo

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Diese Geschichte spielte Mitte November im Jahr 2006. Der Goa'uld Seker entdeckte im Iorsa Sonnensystem den Planeten Desulu 7, dessen Bevölkerung sich auf einem sehr hohen Stand befand. Gewillt ein unkontrolliertes Wachstum zu unterbinden, sowie die Welt zu unterwerfen und zu seiner Machterweiterung zu nutzen, eroberte der Satan den Planeten.


Inhaltsverzeichnis

Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

Seker entdeckte Ende 2006 den Planeten Desulu 7 und dessen bewohnten Mond. Längst von der Herrschaft der Goa'uld frei und sich nicht einmal an ihre alten Götter erinnernd, hatte sich diese Welt frei und ohne die Kontrolle und Eindämmung eines Systemlords zu einem modernen Industriestaat entwickelt, der in der Entwicklung die Erde um einige Dekaden überschritt und zumindest von insgesamt rund 2,5 Milliarden Menschen bewohnt wurde.
Der Teufel erschien in dem Sonnensystem mit zehn Ha'Taks und dutzenden Staffeln von Scoutgleitern. Seine technologische Überlegenheit brachte die feindlichen Truppen schnell zum Zusammenbruch und töteten unzählige Zivilisten in den Bombardements. Durch das einst verschüttete und vergessene Sternentor, welches Seker wieder aufstellen ließ, wurden Unterdrückungstruppen zu der Welt gebracht, die den Planeten kontrollierten, nachdem sich Regierung und Volk ergaben.


An Evening With el Diablo

Desulu 7 war der fünfte Planet im Iorsa Sonnensystem des Garo'Shan Sektors. Das Chaap'ai war verschüttet und die Vergangenheit vergessen. Niemand wusste etwas über die Götter und ihre Kriege. Die Menschen dort hatten das Schießpulver entdeckt und sich damit eine zweite (die natürliche, eigentlich indigene - die Menschen wurden vor Jahrtausenden hierher verschleppt) dominierende Spezies vom Hals geschafft, die sehr Primitiv, aber ein effektiver Jäger gewesen war.
Die Menschen auf Desulu 7 hatten die Dampfmaschine entwickelt und damit ihre Schiffe leistungsfähig genug gemacht, um gegen die starke Strömung anzukämpfen, die von allen Seiten Wassermassen gegen den Kontinent presste. Was ihnen noch in Zeiten großer Segelschiffe jede Überquerung der Meere unmöglich gemacht hatte...
Die Menschen von Desulu 7 hatten Verbrennungsmotoren entwickelt, nachdem der ganze Planet kolonisiert worden war. Sie erfanden das Überschallflugzeug, sie wurden dem wachsenden Energieproblem Herr, indem sie sich das Naquadah zu diensten machten. 178 Jahre bevor die Tau'ri das erste mal den Mond betraten, hatten die Menschen von Desulu 7 bereits den dritten Mond ihres Planeten kolonisiert. In ihrer Geschichte hatten sie, wie die Tau'ri, mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen gehabt, an die sie sich immer wieder anpassten.

Aber niemand hätte im 215. Jahr, nachdem sie ihren Mond kolonisiert hatten, nachdem dort unter Glaskuppeln und unterhalb der Hülle des Mondes bereits 79 Millionen Menschen lebten... niemand hätte damit gerechnet...
Keiner hatte vorausgesehen, dass sie nicht allein waren im Universum...
Dass sie nicht allein waren in der Galaxis...
Dass sie nie mehr allein sein sollten...

Im Jahr 2006 der irdischen Zeitrechnung, ungefähr 9 Generationen hatte der Mond bereits Menschen eine Heimat geboten, öffneten sich die Hyperraumfenster. Ein halbes dutzend Satelliten, ein Passagierraumschiff und drei Raumtransporter der Harakan Transportgesellschaft für Erze meldeten zehn fremde Schiffe.
Nachrichtensender auf dem ganzen Planeten gingen auf Livesendungen und berichteten mit Bild- und Filmausschnitten der Satelliten. Die zehn Schiffe hatten eine merkwürdige Pyramidenform, der Besitzer hatte sich für dieses Volk nicht die Mühe gemacht, die Schiffe zu tarnen.

Keiner der Nachrichtensprecher kam dazu, seinen besonderen Gast (es wurden sofort von allen Sendern Direktschaltungen zu diversen Wissenschaftlern gemacht) auch nur dem Publikum vorzustellen, als die Schiffe schon nahe heran waren und diejenigen Sender, die Bilder der Satelliten übertrugen, machten es der Bevölkerung möglich, Live und in Farbe mitzubekommen, wie eines der fremden Schiffe den Mond beschoss.
Die Leute sahen die gigantische Explosion, die aus einer der 90 Glaskuppeln kam, sie sahen, wie Bruchstücke, jeglicher Qualm, sogar das Feuer selbst, durch das entstandene Loch in den freien Raum gesogen wurden. Es wirkte, als wäre ein unsichtbarer Staubsauger auf das Einschlagsloch gedrückt und es tanzten Staubkörner in dem Strudel aus Trümmerstücken hin und her...
Die Kinder vor den Fernsehgeräten verstanden womöglich nicht, aber die Erwachsenen waren zu tiefst schockiert bei dem Gedanken daran, dass diese "Staubkörner" nicht nur kleine Bruchstücke oder Gegenstände und Fahrzeuge waren, sondern auch tausende von Menschen, die unter der Kuppel gelebt hatten und nun vom All gefressen wurden...

Die Ha'Taks Sekers waren schnell in Position gegangen. Ihre Scanner hatten das verschüttete Gate lokalisiert - doch dafür war später noch Zeit, zuerst würde die 'Psychologische Kriegsführung' folgen. Desulu 7 hatte ihnen, außer unterlegener Infanterie, Panzer und Lufteinheiten nichts entgegen zu setzen. Der Planet stand schon 50 Jahre vor dem ersten Raumflug unter einer demokratischen Regierung, also hatte es keinen Grund gegeben, kampffähige Raumschiffe zu bauen (abgesehen von kleineren Jägern, die eher als Polizei zu betrachten waren) - schließlich gab es keine Staaten mehr, die gegeneinander im All hätten Krieg führen können.

Es waren nur 5 Minuten - doch sie zogen sich für die 2,5 Milliarden Menschen auf dem Planeten wie Stunden. Es waren nur schwache Energieladungen und die Bordgeschütze waren nicht zur Massenvernichtung aufgeladen worden, doch das Feuer, das vom Himmel regnete, brachte Panik über den gesamten Planeten. Selbst wenn es nur größere Städte traf, sorgte das flächendeckende Angebot von Audio/Visuellen Medien schnell dafür, dass auch der letzte Hinterwälder sich ein Bild davon machen konnte, welcher Schrecken dort über ihnen den Erstkontakt mit einem Feuerwerk beging...

Dann hörte es plötzlich auf und die Ha'Taks schwebten von ihren Orbitalen Stellungen hinunter zu den bombardierten Städten. Während die Regierung von Desulu 7 ihr Militär mobilisierte, ging die 'Psychologische Kriegsführung' ihres neuen Feindes weiter....

Die gigantischen Mutterschiffe (keiner von Harakans Transportern, der die Erze vom Mond zum Planeten brachte, reichte auch nur annähernd daran heran) schwebten über den hohen Gebäuden der Städte und verkündeten die Ankunft einer Gottheit. Wie Donner fegte die Stimme Sekers durch die Straßen - wie ein Erdbeben brachte er den Boden zum Erzittern und einige der Gebäude, die unter dem Feuersturm gelitten hatten, aber noch standen, gaben nun unter der Stimme des Teufels nach:

"...Ich bin Seker - allmächtiger Herrscher des Lebens und des Todes... Gebieter über das Jenseits, die Hölle und die Sterblichen und Götter... ich bin der Schöpfer allen Seins... und so sollt ihr mir nun dienen und mich anbeten... um abzuleisten die Schuld, die ihr bei mir für eure Existenz habt... Widerstand wird mit einem qualvollen Tod bestraft und der Vernichtung eurer minderwertigen Familien. ICH WERDE EUCH ZIVILISATION UND REICHTUM BRINGEN UND MEINEN FEINDEN DIE EWIGE QUAL UND DIE VERDAMMNIS... unterwerft euch eurem Gott und ihr werden reich belohnt werden ...
Tod den Schwächlichen - Reichtum den Starken!"

Mit diesen Worten endete die Ansprache und Sekers Mutterschiffe entließen dutzende Staffeln von Scout-Glidern, die den Luftraum sichern sollten, bevor die Mutterschiffe sich Landeplätze suchten, um ihre Truppen abzusetzen...

Gleichzeitig war ein Mutterschiff dort in Stellung gegangen, wo die Sensoren das Sternentor entdeckt hatten. Es lag halb verschüttet in einem Sumpfgebiet. Schnell war das Mutterschiff gelandet (zeitgleich mit den anderen in der Nähe diverser Städte) und hatte seine Truppen abgesetzt. Mit Hilfe von schwerem Gerät war das Sternentor geborgen und abseits des Sumpfes aufgestellt - alles dauerte weniger als ein paar Minuten.

Neun Städte hatten hohen Besuch, in zwei brachen aufgebrachte und ängstliche Bürger auf, um dem Gegner entgegen zu gehen. In allen neun formiert sich das Heer von Desulu 7 in großem Abstand um die 'Aliens'. Sie zogen einen Sicherheitsgürtel, doch im Luftraum war man sich nicht recht sicher, wie man mit den Gleitern umgehen sollte.
Der Feind war absolut in der Unterzahl. Die Beobachter sahen 1.000 Menschen vor den Pyramiden-Dingern. Das wären 10.000 Soldaten gegen eine Welt, deren Armee fünf Millionen zählte (es waren einst mehr - aber als einzelner Staat hatten die Menschen von Desulu 7 seit über zwei Jahrhunderten keine 'natürlichen Feinde').


Die folgenden Ereignisse fanden beispielhaft für den Rest des Planeten in der Stadt "Halus 15" statt – 895.000 Einwohner.

Der Kommandant, welcher mit Panzern und anderen Fahrzeugen den Sicherheitsgürtel in einem Kilometer Abstand zu dem 'Alien-Schiff' gezogen hatte, beobachtete die Pyramidenform mit den gigantischen Umbauten durch eine Art von digitalem Feldstecher, welcher ihm diverse Anzeigen einblendete. Er war nervös, auch wenn die feindlichen Truppen (er hatte hier 10mal so viele zur Verfügung) bisher keinen Versuch gemacht haben, den Verteidigungsring zu durchbrechen. Sie warteten, genauso wie er und es war ein verflucht beklemmendes Gefühl, zu warten, was wohl passieren würde, wenn sich zwei unbekannte Heere gegenüber standen....
Der Luftraum machte ihm Sorgen. Manche ihrer Jäger flogen einfach über die Stadt hinweg und sondierten die Lage. Sie ignorierten Funksprüche seiner eigenen Jagdflieger und flogen unbeirrt ihres Weges - es hatte keinen Sinn zu versuchen, die Aliens ab zu drängen... sie zögerten nicht in ein anderes Objekt zu fliegen... und der General nahm an, dass ihre Schiffe wohl stabil genug waren, einen Zusammenstoß mit einem seiner Jets zu überstehen. Im Grunde nahm er viel an... auch, dass ihre Truppen enorm stark waren - wer käme sonst auf die Idee, hier mit nicht mehr als eintausend Mann zu landen...

Und dann erschwoll der Lärm. Nicht von dem Schiff, sondern aus Richtung der Stadt. Der General wurde davon unterrichtet, dass sich eine Menschenmenge - schätzungsweiße 25.000 - dem fremden Schiff näherte. Man trug ihm zu, dass sie sehr aufgebracht schienen und bewaffnet waren....

Kurz darauf hörte man auch schon das Geräusch von einigen automatischen Maschinengewehren... das Ratatatatatataatata ging jedoch im Donnern unter, welches durch einen der Alienjäger verursacht worden war, der über sie hinweg flog. Anscheinend versuchte die Menge vergebens, eines der kleinen Flugschiffe abzuschießen...

Der General wandte sich um und betrachtete das große dunkle Tier, dass das Tal verließ, in dem die Stadt lag. Es schien wie ein lebender Teppich, der die letzten Häuser hinter sich gelassen hatte und jetzt ins Stocken kam. Man sah das Maschinengewehrfeuer nicht und auch der Jäger war nur noch ein kleines Objekt in der Luft. Doch die Menge wollte wissen, was einige von ihnen da angefangen hatten und gingen zumindest weiter auf die feindlichen Soldaten zu...

Die Augen des Generals weiteten sich und er presste das Fernglas noch stärker an sein Gesicht - als könnte er, wenn er alles genau sehe, die Kontrolle behalten und als würde selbige Menschenleben retten oder alles friedlich beenden können. Der Scoutglider hatte gewendet und wenige Augenblicke später waren zwei große Feuersäulen aus dem dunklen Tier gestoben. Die Flammen schossen mindestens 15 Meter in die Höhe und der Menschenteppich des Mobs hatte in seinem dunklen, aber bunten Muster nun eindeutig zwei schwarze, klaffende Löcher. Diesmal sah er genau zu dem Alienjäger und beobachtete, wie helles Licht aus seinen Kanonen kam und wieder explodierte Feuer inmitten der Menge, wieder hatten fast 100 der dicht gedrängten Menschen ihr Leben verloren. In wilder Panik löste sich die Menge in alle Richtungen auf, Dutzende wurden zu Tode getrampelt, hunderte verschwanden in den Feuern, die der Jäger in ein Ziel schoss, dass er niemals verfehlen konnte. Schuss um Schuss, jeder Schuss ein Treffer und jeder Treffer ein Massenmord...
Es gab sicher bereits 600 Tote, bevor der General sich wieder gefasst hatte und der Mörder über ihre Verteidigungslinien hinwegdonnerte ... zurück zu seinem Mutterschiff.

Der General rang um Atem, versuchte einen klaren Kopf zu bekommen und gab dann den Befehl, vorzurücken...

Epilog

Die Verbände von Halus 15 wurden in den kommenden 34 Minuten fast vollständig aufgerieben. Dabei blieben die feindlichen Krieger ausschließlich bei dem Mutterschiff und verteidigten es gegen jedweden anrückenden Feind, doch die Scoutglider hatten schnell die Lufthoheit an sich gerissen und dann die Stadt mit einem tödlichen Feuer überzogen, welches beeindruckend hoch schlug und atemberaubend in der anbrechenden Dunkelheit wirkte.
Alle Soldaten, die sich auf den Straßen befanden, starben, Gebäude, aus denen Schüsse drangen, wurden nicht in einem Häuserkampf erobert, sondern einfach durch Bomben nieder gerissen. Die Bevölkerungszahl der Stadt sank auf 700.000 in 15 Minuten und bis zum Morgengrauen, als sich die letzten Widerstände ergaben oder erstorben waren, war sie auf maximal 500.000 gesunken.
Das Volk von Desulu 7 und seine Regierung, alle durch den jahrhunderte langen Frieden verwöhnt, ergaben sich in Schluchzen, Tränen und Schmerz, nur um dem Sterben zu entgehen, ihrem Schicksal und unterwarfen sich Seker, der durch das Sternentor sofort Besatzungstruppen zu der Welt schickte.


Hintergrundinformationen

  • Diese Geschichte wurde benannt nach dem Lied "An Evening With el Diablo" der Band Chevelle.


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von Silfides am 20.07.11.

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