Bewerbung: analyse every motion
Aus Stargate Rollenspiel - Wiki
Diese Geschichte fand Anfang März des Jahres 2010 auf der Erde in Washington D.C. statt. Basti betreute dabei den Spieler FoRMax. Der Army Sergeant Lyn Cassady hatte sich als Sprecher bei Verhandlungen und der Analyse von Personen sowie militärischen Strategien ausgezeichnet. Aus diesem Grund wurde das Stargate Programm auf ihn aufmerksam. Er wurde ins Pentagon in Washington D.C. geladen, um dort von Paul Davis zusammen mit einigen anderen fähigen Leuten rekrutiert zu werden.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
- Lyn Cassady - Spieler FoRMax
- Paul Davis - Spieler Basti
Zusammenfassung
Der in Chicago geborene Lyn Cassady war nach seinem Studium der Verhaltensanalyse von der US. Army rekrutiert worden. Dort eignete er sich im Laufe der Jahre auch Erfahrungen in der Verhandlungsführung an. Während einiger Einsätze in Afghanistan, dem Irak und anderen Orten des Nahen Ostens zeugte er Ende 2000/Anfang 2001 ein Kind, ohne es anfangs zu erfahren. Da er es nicht regelmäßig besuchen konnte, verbot ihm die Mutter schließlich den Zugang.
Nachdem er 2005 zum Sergeant First Class befördert worden war und weiterhin gute Dienste leistete, wurde das Stargate Center auf ihn aufmerksam. Er wurde nach Washington geladen und an der Bolling Air Force Base von Major Paul Davis abgeholt. Auf der Fahrt zum Pentagon stellte dieser Cassady einige Fragen zu seinem Werdegang und einem Test, dem der Sergeant unwissentlich vom Center unterworfen worden war. Er hatte zur Bearbeitung und Einschätzung Unterlagen über fiktive Konflikte im Nahen Osten erhalten, welche entfernt an die Lage der Milchstraße und des Goa'uld Imperiums erinnerten.
Schließlich erhielt Lyn Cassady im Pentagon zusammen mit einem halben dutzend anderer, hochklassiger Leute einen Einführungsvortrag in das Stargate Programm und wurde für selbiges rekrutiert.
Prolog
Lyn Cassady schloss mit einem nur durchschnittlichen Zeugnis die staatliche High School von Chicago im Jahre 1991 ab. So stand schnell fest, dass eine hochklassige Universität nicht in Frage kam, dazu fehlte das nötige Geld um diese zu finanzieren. An der Universität von Memphis studierte er von 1991 bis 1995 die Verhaltensanalyse, da diese Fähigkeit ihm schon seit langem ziemlich leicht fiel und ihn begeisterte.
Er hoffte somit in den Polizeidienst oder generell in einen kriminalistischen Beruf zu rutschen. Dieser Abschluss gelang ihm diesmal mit Bestnoten, somit wurde die Army auf ihn aufmerksam und bot ihm an, sich nach der Grundausbildung als Soldat zu verpflichten, um diese Fähigkeiten an der Front zu nutzen. Er sagte zu und eignete sich noch weiteres Wissen an, wie zum Beispiel über die Verhandlungstechnik.
Ab 1998 nahm er dann an Auslandseinsätzen in Afghanistan, Irak und dem weiteren Nahen Osten teil. Immer wieder folgten spezielle Kongresse und Einsätze im Inland. So traf er während eines viermonatigen Aufenthaltes in Washington Ende 2000 Sarah, die Mutter seines Sohnes. Die Beziehung hielt nur eine kurze Zeit und Lyn erfuhr erst später von der Schwangerschaft, die daraus resultierte. Sarah entschloss sich das Kind zu bekommen, aber Lyn keinerlei Pflichten aufzulegen. Bis zum fünften Geburtstag konnte Lyn den einen oder anderen Besuch in seinen vollen Terminplan einbauen, jedoch musste er danach einige Termine kurzfristig absagen. Daraufhin verbot Toms Mutter weitere Besuche.
Im Jahr 2005 wurde er zum Sergeant First Class befördert und besaß schon einen ziemlich guten Ruf in der Army. Mit seinem neuen Rang und dem guten Namen kam ein neues Aufgabengebiet auf ihn zu. Von einer für ihn völlig unbekannten Organisation bekam er mehrere Akten zur Einsicht, um eine Studie zur Verbesserung derer Methoden zu entwickeln. Jedoch waren viele Informationen unkenntlich gemacht worden. Lyn merkte schnell, dass da noch mehr hinter steckte, doch die nötigen Informationen bekam er noch nicht.
Bis er die Einladung zu einem Gespräch in Washington D.C. erhielt.
analyse every motion
Sergeant First Class Cassady hatte von seinem CO den Befehl erhalten, sich in den nächsten Militärtransport nach Washington zu setzen, doch auch der Lieutenant Colonel wusste nicht wieso, er selbst hatte diesen Auftrag von höherer Stelle erhalten.
Lyn landete auf der Air Base in Washington. Schon beim Landeanflug hatte er aus dem kleinen Fenster die Stadt beobachtet. Es war lange her, dass er das letzte Mal hier gewesen war. Es war der fünfte Geburtstag seines Sohnes Tom gewesen, der hier bei seiner Mutter in Washington lebte. Den Sechsten hatte er wegen einem Einsatz verpasst und beim Siebten lag er im Krankenhaus. Das auch nur wegen einem Einsatz, bei dem er verwundet worden war. Danach hatte Sarah, Toms Mutter, mit einem Brief verboten, dass Lyn noch mal zu Besuch kam. Jetzt war er rein beruflich hier und lenkte darauf auch wieder seine Gedanken.
Genauer gesagt landete Cassady in der Bolling Air Force Base in Washington, wo bereits ein schwarzer SUV Chrysler Aspen auf ihn wartete. An einer Seitentüre stand Major Paul Davis in seiner blauen Air Force Uniform und der Schirmmütze auf dem Kopf. Der Pentagonmitarbeiter und Verbindungsmann zum Stargate Center grüßte Lyn Cassady: "Sergeant Cassady, ich bin Major Paul Davis. Sie haben sicher einige Fragen über Ihren mysteriösen Ausflug, aber steigen Sie bitte erst mal in den Wagen ein."
Der Sergeant First Class hatte in letzter Zeit viele Akten zur Einsicht bekommen. Viele Informationen waren da nicht drin zu finden, da viel unkenntlich gemacht worden war. Doch das wenige, was man daraus entschlüsseln konnte, wies auf etwas atemberaubendes und faszinierendes hin. Die Studie, die Lyn teilweise begonnen hatte, wäre sicherlich in jedem Fachblatt der Welt als Titelstory erschienen. Doch irgendwas sagte ihm innerlich, dass die US. Air Force diese Daten nie freigeben würde.
'Zum Glück kommt bald Licht in das Ganze', so hatte er zumindest gehofft, als er das Flugzeug verlassen und von Major Davis begrüßt worden war.
"Es freut mich Sie kennen zu lernen, Major Davis. Sie haben Recht, ich bin ziemlich neugierig und kann es kaum erwarten, dieses Gespräch zu führen. Ich verspreche mir eine Menge Klarheit", entgegnete er mit einem leichten Lächeln, folgte der Aufforderung des Majors und stieg in den schwarzen SUV.
Nachdem beide auf der Rückbank Platz genommen hatten, gab der Fahrer dem Wagen die Sporen. Der Airman lenkte das Fahrzeug vom Militärgelände und problemlos durch die Checkpoints auf die Stadt zu.
Davis griff nach einem Aktenkoffer, der vor ihm im Fußraum stand. Er legte den schwarzen Diplomatenkoffer auf seinen Schoß, ließ die beiden silbernen Clips nach oben schnappen und öffnete die obere Breitseite. Die Finger des Major fanden zielgetreu ohne großes Suchen eine Akte zwischen vielen, zogen sie heraus und mit der Akte zwischen Zeigefinger und Daumen schloss er mit den restlichen drei Fingern seiner rechten Hand den Diplomatenkoffer. Danach legte Paul Davis die Schriftstücke auf die schwarze Lederfläche und klappte die beigefarbene Akte auf.
Lyn machte es sich etwas bequemer, indem er die Knöpfe des Jacketts öffnete und seine Mütze abnahm. Er beobachtete den Major, während dieser eine Akte aus seinem Koffer angelte und diese öffnete. Sicherlich war es eine über Lyn selbst. Der Major begann schnell seine ersten Fragen zu stellen.
"Sie sind Spezialist beim Führen von Verhandlungen und der Analyse gegnerischer Strategien", begann der Major, während der SUV den Weg in Richtung Pentagon einschlug. Davis fuhr fort: "Sie erhielten in den letzten Wochen Akten mit theoretischen Feindbewegungen, Ressourcen, Truppenstärken und so weiter, um dahingehend Analysen der jeweiligen Strategien zu geben, ist das richtig?"
"Das stimmt Sir! Ich bekam vor einiger Zeit die erste sehr dünne Akte. Später wurden die Daten ergänzt. Jedoch nehme ich mal an, dass es sich alles um theoretisches Material handelt. Manche Größenangaben und Verhaltensmuster passen einfach nicht auf die momentane politische Lage unserer bekannten Konflikte." Cassady sah kurz auf die Reaktion von Major Davis und fügte noch rasch nach einer noch angemessenen Pause das "Sir" an, um seine Antwort damit zu beenden. Er war mehr als gespannt, wie nun darauf die Entgegnung lauten würde. Er konnte förmlich den Herzschlag an seiner etwas zu eng geschnürten Krawatte spüren.
Major Davis blätterte drei Papiere weiter in der Akte, blickte kurz hinein, blätterte auf die nächste Seite und sah dort auf die Zusammenfassung der darauf folgend abgehefteten Blätter. Der Versuch hatte anscheinend einen vollkommen destabilisierten Nahen Osten zum Hintergrund. Ein paar große Schurkenstaaten wie der Iran, sowie Irak und Afghanistan wieder in den Händen von Extremisten, sowie dutzende von miteinander rivalisierenden Stämmen im gesamten arabischen und afrikanischen Raum. Allesamt mit mehr Militärgütern und Truppen, als die USA in dem Szenario dort hätten aufbieten können und allesamt in einem großen, den Nahen Osten und Afrika umspannenden Kontinentalkrieg verwickelt. Von der irdischen Wirklichkeit wohl Dekaden und mindestens zwei Kulturschocks entfernt, erinnerte es Paul Davis doch aber an andere Sphären - die Lage in der Milchstraße.
"Und wie sind Sie diese Aufgabe angegangen, Sergeant?" Fragte der Major und blickte wieder von den Papieren auf.
"Es war durchaus schwer auf Grund dieser Fakten erst Mal die Voraussetzungen dieses Konfliktes zu bestimmen. Ich muss gestehen, dass es anfangs schwer war aufzugliedern, wer welche Mittel besitzt und wo welcher Konflikt zur Eskalation führte. Im Grunde ist dieses Szenario der Horror für die gesamte westliche Welt. Sollte sich auch nur ein politisches Oberhaupt finden, das in der Lage ist all diese Länder und ihre Konflikte hinter sich zu bringen, dann wäre auch selbst ein Bündnis aus der Nato, USA und Russland weit unterlegen", Lyn Cassady setzte eine kurze Pause in seiner Erklärung ein und sah zur Major Davis. Dessen Gesichtsausdruck war durchaus schwer zu interpretieren, selbst für Lyn. Deshalb fuhr er direkt fort: "Jedenfalls ist das ein wichtiger erster Punkt. Den großen Zusammenschluss unbedingt verhindern. Auch wenn es etwas ungewöhnlich in der Nah-Ost Politik klingt, da wir das Gegenteil ja seit 30 Jahren versuchen."
Major Davis und Sergeant Cassady unterhielten sich noch einige Zeit weiter, während der Aspen den Anacostia Freeway längst hinter sich gelassen hatte und über den Southeast Freeway von Washington das Pentagon ansteuerte. Sie hatten Glück, es war nicht übermäßig viel Verkehr, und der SUV kam gut und problemlos voran. Schließlich steuerten sie auf die George Mason Memorial Bridge zu. Lyn Cassady könnte eine gute Ergänzung für das Center sein, zwar führte wichtige Verhandlungen der Kommandeur des Stargate Centers, oder das Pentagon zog einen ranghöheren Offizier hinzu, die Fähigkeiten des Sergeants könnten aber bei Erstkontakten bereits gute Dienste leisten.
"Sie sind normal nicht im Feldeinsatz", wechselte der Major das Thema, "ich nehme aber an, Sie nehmen regelmäßig an Waffenübungen und dergleichen teil?"
Der SUV fuhr während des Gespräches immer weiter in Richtung Pentagon. Lyn war diesen Weg schon einige Male in so einem Wagen gefahren. Immer wenn er aus einem Einsatz im Ausland zurück gerufen wurde, musste er diesen Weg zurücklegen, um im Pentagon seinen neuen Auftrag entgegen zu nehmen.
"Ehrlich gesagt Sir, kommen die Feldeinsätze in letzter Zeit immer häufiger vor. Es wird immer öfter verlangt, an vorderster Front zu verhandeln oder einem Special Team beratend beizustehen. Natürlich kommen noch die Waffenübungen und Nahkampftrainingsstunden dazu. Sir, ich möchte behaupten, dass ich kampfbereit für jegliches Gebiet bin."
"Das klingt viel versprechend, Sergeant", entgegnete Paul Davis freundlich. Seine Miene wurde dann jedoch wieder etwas sachlicher.
"In Ihrer Akte wurde vermerkt, dass Sie zwar in Ihrem Fach ausgezeichnet sind, jedoch Defizite haben, wenn es um irgendetwas technisches geht", begann der Major, "inwiefern behindert Sie das in der Welt des modernen Militärs? Schließlich ist jedes zweite Ding, das Sie anpacken, mit mindestens einem halben dutzend Mikrochips ausgestattet." Davis musterte das Gesicht Cassadys, während er auf eine Antwort des Soldaten wartete.
Über das Gesicht von Lyn zog sich ein leichtes Lächeln. Einerseits weil er überrascht war, wie viele Informationen über einen in so einer Militärakte doch stehen konnten. Anderseits über die Tatsache, dass Major Davis ihn anscheinend für beschränkt im Umgang mit jeglicher Technik hielt.
Er ließ sich etwas Zeit für die Antwort und sagte dann: "Sir, mit allem Respekt. Können Sie jegliches technisches Gerät fehlerfrei ohne Einweisung bedienen? Ich bin lernfähig. Erst wusste ich nicht wie man funkt, dann habe ich es gelernt. Auch meinen ersten Computer benutzte ich bei der Army." Lyn legte eine kurze Pause ein, um sich die nächsten Sätze nochmals genau zurechtzulegen und sprach dann weiter: "Ich denke nicht, dass jeder Soldat mit einem PC die Firewall hacken sollte oder wie Sie sagen Mikroprozessoren zusammensetzen muss. Sir, ich denke da gibt es sicherlich auch irgendwelche Spezialisten dafür, diese versagen dann auf meinem Gebiet!"
Der Major lächelte ebenfalls kurz und meinte dann: "Wir suchen tatsächlich Leute, die möglichst auf jedem Gebiet überdurchschnittlich und im optimalen Fall gar genial sind." Der Chrysler bog auf das Pentagongelände ein, wieder durch Checkpoints, an denen der Fahrer sich ausweisen musste. Davis klappte die Akten zu und verstaute die Papiere in seinem Diplomatenkoffer. Bevor er diesen jedoch schloss, zog er daraus einen Geheimhaltungsvertrag und einen Füller hervor.
"Sergeant, Sie werden in den kommenden vier Stunden über die groben Abläufe der Operation 'Blue Book' aufgeklärt werden", sagte Davis. Das Pentagon hatte einen kleinen Konferenzraum für Cassady und ein halbes dutzend Anderer, die für das Center, Area 51 oder andere Abschnitte des Stargate Programms vorgesehen waren, vorbereitet. Der Major reichte Lyn Cassady das Papier und den Stift. "Das Projekt 'Blue Book' unterliegt nicht nur der höchsten Geheimhaltungsstufe, sondern fällt absolut unter eine Need-to-know-Basis", betonte der Offizier.
Hintergrundinformationen
- Diese Geschichte wurde benannt nach dem Song "analyse every motion" der Band cassandra's myth.
Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 23.04.2010.
