Bewerbung: Thots Verbannung aus dem Wahnsinn
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Diese Geschichte fand im März des Jahres 2008 auf New Sheoth und in dem Sonnensystem, wo dieser Planet zu finden ist, statt. Dieses kurze Aufeinandertreffen eines gewöhnlichen Goa'uld Lords und der wirren Heimatwelt des Gottes Sheogorath zeigt die Gefahren, die der Wahnsinn New Sheoths bieten kann und in welche Thot (auch Thoth schreibbar) unfreiwillig gerät. Aber auch Sheogoraths teilweise mildes Vorgehen gegen angebliche Feinde und seine Wankelmütigkeit lassen sich durch diese Episode gut herauslesen. Zudem ist der schützende Asteroidengürtel rund um New Sheoth gut beschrieben.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
- Gul'Tai - Spieler Basti
- Haskill - Spieler Basti
- Rama'C - Spielerin Sabrina
- Si'Niht - Spieler Basti
- Thot - Spieler John
Zusammenfassung
Thot, der Jahrtausende abgeschottet von anderen Goa'uld auf seiner Welt Schmun gelebt hatte, bevor er in die Dienste der Herrscher Ragnar und Anubis geraten war, musste sich schließlich im Jahr 2008 Phinix unterwerfen. Von seinem Gebieter Phinix erhielt er den Auftrag, ein bisher kaum durchsuchtes Gebiet in der Galaxis nach dem Cancri Supergate zu durchforsten. Thot stieß dabei zufällig auf den Planeten des Sheogorath und wollte versuchen, einen diplomatischen Kontakt mit diesem aufzubauen. Fälschlicherweise wurden er und seine Abgesandten jedoch für Diener des Jyggalag gehalten und die Jaffa in seiner Begleitung von Sheogoraths Leibwache getötet, sowie Thot und seine Begleiterinnen gefangen genommen. Der Gott des Wahnsinns schickte Thot schließlich, in der Absicht ihn für den Irrtum mit einem Urlaub zu entschädigen, faktisch in die Verbannung, als er den Lord zu einem unbewohnten, tropischen Planeten bringen ließ, der über kein Stargate verfügte.
Prolog
Thot war einer der ältesten Goa'uld und brachte zumindest laut der ägyptischen Mythologie die Schrift und die Sprache zu den Menschen von Tau're. Er wurde in Ägypten als Gott der Magie, des Mondes und der Schriftgelehrten verehrt. In der Mythologie galt er als Schriftführer des Osiris und des Ra, als auch anderer Götter, wodurch er angeblich über unglaublich viel Wissen verfügte - so zumindest laut der Mythologie der Ägypter. Doch als er sich auf Tau're zu langweilen begann, beschloss er seine treusten Diener auf einen anderen Planten mitzunehmen, wo er als alleiniger Herrscher über ihr Schicksal bestimmen konnte. So führte er einige Tausend Tau'ri und Jaffa auf einen Planeten der von der Landschaft her dem Nildelta glich. Er nannte den Planeten Schmun. Dort gründete er sein Reich. Thot ließ sich dort riesige Tempel und Paläste errichten und schuf große Städte für sein Volk, das sich in kürzester Zeit vermehrte.
Thot wurde von den anderen Goa'uld immer schon als minder dargestellt. Er hatte nie das Verlangen die gesamte Galaxis zu beherrschen, denn für ihn war klar: Je mehr man besaß, desto mehr konnte man auch verlieren. Deshalb versuchte er seine Macht auf Schmun zu festigen und weiter zu stabilisieren. Niemand zweifelt an seiner Macht, niemand widersetzt sich ihm dort.
Mit der Gründung seines Volkes auf Schmun begann er sich von den anderen Goa'uld abzukapseln und entzog sich langsam dem Einfluss der Systemlords. So verhinderte er Opfer der zahlreichen Geplänkel zwischen den Systemlords und anderen Goa'uld Lords zu werden und Verluste einzufahren. Jahrtausende verbrachte er ohne Krieg und ohne Befehle eines Systemlord entgegenzunehmen auf Schmun und genoss seine Macht. Später diente er Ragnar und kurzzeitig Anubis, wurde jedoch von beider Herrschaft nach kurzer Zeit wieder durch deren Fall "befreit".
Thots Verbannung aus dem Wahnsinn
Der Auftrag
Im Auftrag seines Gebieters Phinix war Thoth auf eine Erkundungsmission geschickt worden und hatte dafür eines der mächtigen Mutterschiffe seines Herren zur Verfügung gestellt bekommen. Thoths genauer Auftrag bei seiner Patrouille war es, das von den Cancri benutzte Supergate ausfindig zu machen und zu diesem Zwecke ein strategisch unwichtiges und daher kaum militärisch erkundetes Gebiet zu durchforsten.
Unter Thoths Kommando flog das Ha'Tak ein Sonnensystem an, welches einen bewohnbaren Planeten beherbergte, ohne dass der Lord des Phinix wusste, um welche Welt es sich dabei handelte. Als ein Wachoffizier mit den Sensoren einen unbekannten Raumjäger entdeckte, dessen Bauart er nie zuvor gesehen hatte, wurde der Ort genauer unter die Lupe genommen.
New Sheoth, wie diese Welt hieß, hatte einen natürlichen Schutz wie kein anderer Planet. Einen Asteroidengrütel, oder besser eine Asteroidenblase, die sich rund um den Planeten zog.
Sie erst hatte auf New Sheoth Leben möglich gemacht - denn die Sonne war weit näher an der Welt heran, als wäre es möglich gewesen, dass sich dort Leben entwickeln würde, hätte die Asteroidenblase nicht wie ein Netz gewirkt, das angenehmen 'Schatten' spendete.
Das gleisende Licht, welches hindurch brach, war durch den Asteroidengürtel in seiner Intensität und Strahlung genug abgeschwächt, um niemandem auf der Welt gefährlich werden zu können - ob das veränderte Naquadah New Sheoths mit der Sonnenstrahlung zusammen hing, die einst vor Milliarden von Jahren (da der Asteroidengürtel noch nicht vorhanden war) frei auf den Planeten schien, war unbekannt.
Der Asteroidengürtel verhinderte das Einfliegen von Schiffen, die größer als ein Al'Kesh waren. Er schien tief und dicht genug, damit nicht einfach durch Geschosse eine "Gang" gebaut werden konnte (vielmehr hätte das zu kleineren, aber vielzähligeren Gesteinsbrocken geführt).
Als Verteidigungslinie konnten hier zudem mit Jägern Hinterhalte gestellt oder gar stationäre Waffensysteme auf den Himmelskörpern eingerichtet werden.
Alles in allem war es ein Gebiet, welchem man sich nur mit äußerster Vorsicht nähern durfte.
Die Kontaktaufnahme
Das Schiff, welches der Krieger entdeckt hatte, hatte ihn etwas an ein Insekt erinnert. Die beiden Flügel hatten gewirkt wie große, nach vorn gerichtete Scheren. Alles in allem hatte er noch nie solch einen Gleiter gesehen - doch die Signatur entsprach zumindest der, die Goa'uld Schiffe von sich gaben. Naquadah-Antrieb und zumindest Goa'uld-Artige Energiewaffen hatte der Scann festgestellt, bevor das Schiff mit unglaublicher Geschwindigkeit außerhalb ihrer effektiven Reichweite geflogen war. Der Wachoffizier hatte niemals zuvor einen vergleichbar schnellen und wendigen Jäger gesehen - die wenigen Meter, die die Sensoren des Ha'Taks das Schiff hatten verfolgen können, als es in das Asteroidenfeld eintauchte, wirkten mehr wie ein geschmeidiger Tanz um die Gesteinsbrocken, als eine bloße Durchquerung... der Wachoffizier hätte sogar schwören können, zumindest hatte es so gewirkt, als hätte der Pilot zu Spaß ein paar Runden um einen Asteroiden gedreht.
Gul'Tai war der Name des Wachoffiziers, der momentan das Kommando über die Brücke innehatte. Sofort ging er an die Com und informierte Lord Thoth und den ranghöchsten Masterjaffa des Schiffes. Dann befahl er den Brückenoffizieren: "...Unsere beiden Schiffe sollen Warteposition eine Millionen Kilometer vor diesem Asteroidenungetüm aufnehmen - Gleiter in Bereitschaft, Energie für Waffen und Schilde bereitstellen." Dann wartete er auf die Ankunft der beiden gerufenen, um Bericht erstatten zu können... währenddessen befragte er den Schiffscomputer nach Informationen über diesen Planeten.
Thoth war gerade auf einem Rundgang durch das Schiff, begleitet von einer sechs Mann starken Eskorte, als er informiert wurde. Sofort schlug er den Weg zur Brücke ein. Man konnte ihm keinerlei Neugierde oder eine andere Emotion ansehen, außer vielleicht einen etwas genervten Gesichtsausdruck, jedoch nur für einen kurzen Augenblick. Nach wenigen Minuten traf er dann auf der Brücke ein. Er war gespannt, was der Jaffa zu berichten hatte, schließlich wurde er nur auf die Brücke gebeten, es wurden ihm keine Informationen außer der Sichtung eines unbekannten Gleiters übermittelt.
Alle anwesende Jaffa streckten sich sofort als sie ihn bemerkten und grüßten ihn respektvoll. Er trug eine silberne Rüstung, welche ihm ein strenges und ehrfurchtgebietendes Auftreten bescherte und darüber einen weiten weißen Umhang, welcher sich durch seine Bewegung etwas hob und ihn noch imposanter wirken ließ. Ans seiner linken Hand, die beinahe zur Gänze vom Mantel bedeckt war, blitzte Thoths silberne Handspange auf. Seine grauen Augen musterten den Wachoffizier, leuchteten dann kurz bevor er zu sprechen begann. "Erstatte Bericht. Welches Fluggerät verlangt meine Anwesenheit auf der Brücke Jaffa?" Er sprach mit verstellter Stimme und klang nicht begeistert davon, auf die Brücke kommen zu müssen. Er hoffte für den Jaffa, dass wichtig war, was er zu berichten hatte. Thoth wandte sich dem Fenster der Brücke zu und wartete auf eine Antwort des Offiziers.
Als der ehrwürdige Lord Thoth erschien, hatte sich Rama'C die Geschichte des Wachoffiziers bereits angehört – und konnte dieser kaum Glauben schenken. Der Masterjaffa hatte schon viele Geschichten seiner Soldaten angehört, ja manchmal sogar die hirnverbranntesten Ausreden die man sich einfallen lassen konnte, aber der Eintrag heute toppte alle Nachrichten dieser Woche. Mit Stirnrunzeln hatte er sich die Aufzeichnungen angesehen. Zugegeben, sein Soldat hatte nicht in allen Punkten unrecht, was das ominöse Flugobjekt betraf. Ein solches "Ding" hatte er bisher noch nie gesehen und das sollte schon was heißen. Aber war dies ein Grund, Lord Thoth zu benachrichtigen, ohne vorher abzuwägen, ob diese Information für ihre Mission wirklich relevant war? Der Auftrag seines Gottes Phinix war klar und deutlich definiert worden und für irgendwelche Lappalien ohne nennenswerte Information hatten sie keine Zeit, noch konnten sie sich diese leisten – außer wenn sie riskieren wollten, einen Kopf kürzer gemacht zu werden.
Räuspernd erhob der Masterjaffa seine Stimme, wohl wissend, vielleicht für die zu schnelle unüberlegte Handlung seines Wachoffiziers an den Kragen genommen zu werden. "MyLord, unsere Schiffssensoren haben gerade soeben ein unbekanntes Flugobjekt registriert, das, ehe es unser Scann erfassen konnte, bereits aus unserem Radius entfloh. Allerdings ist es uns gelungen, dieses in unseren Aufzeichnungen zu lokalisieren. Aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit ist es jedoch am Besten ... Ihr solltet Euch dies selbst ansehen – wenn Ihr es wünscht."
Natürlich waren das keine besonders guten Aufzeichnungen, die nicht besonders viel hergaben. Aber bevor seine Jaffa selbst demonstrierten, wie sie viel Aufruhr um Nichts machten, ließ man lieber seinen Herrn im Glauben, dass alles genau durchdacht wurde. Schließlich konnte man ihnen nachher nicht vorwerfen, sie hätten ihrem Herrn "wichtige" Informationen vorgehalten. Manchmal funktioniere dies zumindest. Er nickte dem Wachoffizier am Pel'tak zu, die Aufzeichnung noch einmal abzuspielen und das entsprechende Objekt dabei ein Stück zu vergrößern. Immerhin sollte sein Herr wenigstens das Fluggerät erkennen können - und so ruhten auch Rama'Cs Augen auf dem Insektenartigen Schiff, das der Schiffscomputer ihnen zeigte, ehe es galant in dem Asteriodenfeld verschwand.
"Unsere Aufzeichnungen ergeben, dass es sich offensichtlich um ein Goa'uldflugmodell unbekannter Klasse und Herkunft handelt. Das beweist uns der Signaturenscann, denn es besitzt Antriebe und Waffensysteme, die auf Naquadah basieren - allerdings lässt sich daraus nicht schließen, ob es sich tatsächlich um ein Schiff eines Goa'uld Systemlord handelt und wem dies gehören könnte. Herr, was gedenkt Ihr zu tun?"
Thoth sah sich die Aufzeichnungen des Scans an und bemühte sich, nicht überrascht zu wirken. Was ihm auch relativ gut gelang. Nur wer schon lange unter ihm diente würde bemerken, dass er nicht wusste womit er es zu tun hatte. Er hörte den Ausführungen Rama'Cs zu und ließ dann das Bild anhalten, auf dem man das Fluggerät gut erkennen konnte. Was war das? Kein Goa'uld war ihm bekannt, der solche Maschinen besaß. Sein Herr wäre sicher hoch erfreut, würde er ihm diesen Gleiter, oder was es auch immer war, brächte und für ihn weitere baute. Es wäre auch von Vorteil, wenn der Pilot am Leben blieb, damit man ihn verhören konnte. Er mustere Rama'C, drehte sich dann einen Moment mit einem missbilligenden Blick dem Wachoffizier zu und wandte sich dann aber wieder an den Mastajaffa neben sich.
"Was wissen wir über diesen Planeten? Verfügt er über ein Chappa'ai, wenn ja, wer kontrolliert es?" Er ging weiter nach vorne, lehnte sich an den Sims des Fensters und sah hinaus. Er beobachtete die Asteroiden, die um den Planten kreisten. Ein Ha'tak würde niemals durch diese Trümmer manövrieren können. Doch durfte ihm dieser Gleiter nicht entkommen. "Umkreist den Planeten und scannt die Umgebung weiterhin. Es sollen zwei Gleiter vorsichtig und unauffällig durch die Asteroiden fliegen. Er ist vielleicht noch nicht auf dem Planeten gelandet." befahl er, ohne sich den Anderen zuzuwenden. "Ich will diesen Gleiter; ohne Schaden und mit Pilot." fügte er bestimmend hinzu. Dies war eine Warnung, denn er würde einen der anwesenden Offiziere für das Versagen verantwortlich machen. Während er auf eine Antwort wartete, strich er ungeduldig über seine Handspange und blickte schmunzelnd weiter auf den Planeten hinab.
Rama'C hatte es insgeheim befürchtet – das klang wieder nach einer zweifelhaft lösbaren Aufgabe. Wie sollten sie den Gleiter finden, wenn er vielleicht nicht einmal auf diesem Planeten gelandet war, geschweige denn Halt gemacht hatte? Bei dem beeindruckenden Tempo hätte Jener vielleicht sogar dieses System verlassen können, ohne dass sie ernsthaft etwas dagegen hätten tun können. Aber das wollte Lord Thoth sicherlich am allerwenigsten hören. Also gut, dann musste man sich etwas Geschicktes einfallen lassen. Der Masterjaffa nickte zuversichtlich dem Wachoffizier zu, der noch am Pel'tak stand und gab ihm so den stillen Befehl, den Planeten zu scannen. Ehe man sich versah, erschienen auf der Hologramm-Tafel die Grundstrukturen des Planeten. Der Schiffscomputer übernahm bereits die Analyse von selbst, daher betrachtete der Masterjaffa nur die Ergebnisse.
"Wie Ihr bereits in Kenntnis seid, befindet Ihr Euch in einem Sonnensystem, das für unseren großen Herrn nicht von Interesse ist. Abgesehen von diesem Planeten ist keiner der anderen angemessen strukturiert, dass er Leben hervorbringen und bewohnt werden könnte. Der Planet, den Ihr vor Euch seht, ist die einzige Ausnahme. Die Oberflächenstruktur verrät, dass der Großteil von einer dichten Waldfläche überzogen ist, Temperaturen liegen etwas höher als der Durchschnitt – es ist unten sehr heiß und nass, Luftdruck ist normal, Siedlungen können wir aus dieser Distanz nicht lokalisieren – wenn es welche gibt, dann befinden sie sich höchstens im Unterholz. Es verfügt über ein Chaapa'ai – allerdings zeigen unsere Sensoren keine Anzeichen auf das unbekannte Flugobjekt."
Er versuchte Lord Thoth's Reaktion zu erahnen. Aber ehe er noch neuen Zorn schürte, setzte er seinen Bericht weiter fort, indem er schnell eine Randbemerkung dazu setzte. "Das liegt natürlich daran, dass das Asteroidenfeld dem Bordcomputer unmöglich macht, bei so viel Bewegung womögliche Spuren des Gleiters zu lokalisieren. Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte..."
Der Jaffa Gul'Tai hatte derweil die Datenbank nach Informationen über dieses System und den Planeten durchsucht. Er hatte sich an Geschichten erinnert, die er in seiner Kindheit von seinen Eltern erzählt bekam. Geschichten über einen uneinnehmbaren Planeten voll Schrecken und Unbekanntem. Er stieß nach einiger Suche tatsächlich auf etwas. "..Korosh-ni MyLord, Korosh-ni. Laut der Datenbank unseres Gebieters ist der Planet mit dem Symbol versehen... ein Sperrbezirk." So begann der Jaffa. Beunruhigung schwang in seiner Stimme mit. "...es sind in den letzten 1.000 Jahren vier Feldzüge gegen diese Welt bekannt, die die Eroberung der reichen Naquadah-Vorkommen zum Ziel hatten. Einer davon durch Truppen Ras... keine Armee kehrte zurück, obwohl sie anfänglich scheinbar Erfolge zu verbuchen hatten." Der Jaffa, welcher vor kurzem die Wache über die Brücke hatte, sah zum Goa'uld Thoth. "..es gibt in der Datenbank keine genaueren Informationen darüber, welcher Goa'uld dort herrscht... aber anscheinend ist der natürliche Asteroidengürtel nicht die einzige Verteidigungsmöglichkeit dieser Welt."
Thoth wandte sich zu dem Jaffa um, der nun das Wort ergriffen hat. Zuerst missbilligend dann kurz gutmütig lächelnd. Er nickte ihm zu und wandte sich wieder dem Ausblick zu, den er von der Brücke aus genießen konnte. Dann schmunzelte er erneut. "Gut, dass hier nicht nur einer 'denkt', nicht wahr?" Thoth drehte sich zu Rama'C um und brachte ihm einen etwas erzürnten Blick entgegen. "Sofort alle für einen Kampf relevanten Systeme wieder herunterfahren. Bringt sofort Distanz zwischen uns und diesen Planeten." Er näherte sich Rama'C und sprach leise zu ihm, dass wohl nur er es hören konnte. "Ich hoffe, dass du deinen Herren zum letzten Mal enttäuscht hast. Ansonsten werden wir eine weitere Enttäuschung verhindern, indem du dich den Rest deines Daseins mit schürfen von Naquadah abmühst." Dann wandte er sich Gul'Tai zu. "Du bist von deinen Pflichten für den restlichen Tag entbunden."
Es lag in Thoths Natur, jemandem Konsequenzen für sein Handeln zu zeigen - positive und negative. Gul'Tai hatte sich die Gunst seines Herren soeben verdient. Denn Thoth wäre Gefahr gelaufen vernichtet zu werden und darauf war er gewiss nicht erpicht. Er wandte sich ab und verließ die Brücke, um seinen Rundgang durch das Schiff fortzusetzen. Sofort bildeten sechs seiner stärksten Männer wieder eine Eskorte, die ihn in ihre Mitte nahm, um ihn zu schützen.
Da versuchte man stets die Sachlage vorsichtig anzugehen und wurde ohne auszureden bereits abserviert. Rama'C nahm das Verhalten seines Vormunds gelassen hin, schließlich hatte er sich derartige Kommentare zu genüge angehört und er würde schließlich nicht seinen Rang bekleiden, wenn er es nicht besser wüsste. Insofern begutachtete er nur im Stillen die Vorgehensweise und hielt sich im Hintergrund. Sachlich dokumentieren konnte er schließlich die Ereignisse immer noch - schließlich besaß er nicht umsonst das Vertrauen seines Gottes. Lord Thoth war nur eine Begleiterscheinung, ein Vorgesetzter, aber keinesfalls eine, die das Vertrauen seines Gottes schädigen konnte. Rama'C ging seiner Arbeit nach und hatte seinen Gott noch nie enttäuscht, egal wie viel er sich bereits in den vielen Jahren, in denen er schon diente, hatte gefallen lassen.
Mit Gul'Tai zürnte er nicht. Er war zufrieden, dass seine Jaffa wenigstens zweimal auf den Schirm sahen und die Datenbanken mehrmals untersuchten. Rama'C hätte dies gewiss auch getan, aber man hatte ihn nicht zu Ende reden lassen. Wie auch immer, sein sechster Sinn und seine lange Erfahrung auf Einsätzen wie diesen ließen ihn wissen, dass es am Besten war, Gegebenheiten wie diese nicht unnötig weiter zu provozieren. Also positionierte er sich in den Hintergrund - möglichst so, dass er die Dinge stillschweigend kommentarlos beobachten konnte und dabei nicht auffiel. Schon so mancher Lord hatte später doch noch nach seiner Hilfe verlangt, wenn die Situation erstmal verbockt wurde...
Gul'Tai war ein Elite-Jaffa im Dienste des Erleuchteten, doch er strebte nach mehr. Gul'Tai witterte seine Chance, sich zu beweisen... er war bereits 70 Jahre alt, womöglich könnte er bald zu einem Masterjaffa aufsteigen, wenn er nur ehrgeizig genug war. "Mein Herr, Ihr seid sehr gütig zu mir." Entgegnete der Krieger mit einer tiefen Verbeugung. "...doch erlaubt mir, weiter im Dienst zu bleiben. Die Aufzeichnungen sind alt... es könnte sich viel auf dieser Welt getan haben. Und selbst bei einem mächtigen Goa'uld ist das Naquadah, das dort liegen soll, sehr wertvoll." So begann der Jaffa seinen Vorschlag, dem Planeten einen Besuch abzustatten. Ein untypischer Goa'uld-Gleiter war dorthin unterwegs gewesen - es war anzunehmen, dass irgendwer dort unten lebte. Er hatte die Hoffnung, sowohl im Ansehen Lord Thoths als auch seines Gottes Phinix zu steigen. "...Mein Lord, im Namen des Erleuchteten könntet Ihr diese Welt erschließen... oder zumindest ertragreiche Kontakte mit dem Herren dieses verbotenen Planeten schließen.."
Thoth war gerade im Begriff gewesen die Brücke zu verlassen, als er hörte was der Jaffa sagte. Er wandte sich um und schmunzelte. Das war eine ausgezeichnete Idee. So konnte er in der Gunst Phinix steigen und würde so an Ansehen unter den Goa'uld gewinnen. "Das werden wir tun. Bereitet alles für eine Landung auf dem Planeten vor. Falls etwas an Bord der Schiffe ist, das man als Geschenk darbieten kann, so verstaut es in eine verzierte Truhe." Dieser Jaffa gefiel ihm. Er wusste was er wollte und was er dafür tun konnte. Gewiss würde er eine Beförderung erleben, wenn dieser Ausflug erfolgreich wäre, dafür würde Thoth sorgen. "Ich will, dass du mich begleitest" Er deutete auf Gul'Tai. "Bereitet einen Tel'tak vor." Er wandte sich zu Rama'C um. "Sucht die besten Jaffa aus, die sich an Bord finden. Sie sollen uns begleiten." Thoth wandte sich dann ab und verließ die Brücke, um sich zu seinem Quartier aufzumachen und sich umzukleiden.
Sein Quartier war riesig und gehörte wohl zu den größten Räumen des Schiffes. Einige Frauen in edelster Kleidung saßen auf Bett, Sitzkissen und anderen Sitzgelegenheiten. Lächelnd winkte er die Frauen zu sich. Sie halfen ihm aus dem langen Mantel und der engen, unbequemem Rüstung und brachten ihm neue Kleider. Eine weiße Robe mit silbernen Nähten und Verzierungen am Ärmel und am Saum. Seine Kapuze war ebenfalls großzügig mit silbernen Stickereien verziert. Zwei der Frauen in seinem Quartier legten sich ebenfalls Kleider an, die zu den seinen passten und begleiteten ihn wieder zur Brücke. Nach einigen Minuten betrat Thoth in Begleitung der zwei Damen die Brücke.
Gul'Tai führte die Befehle Lord Thoths gewissenhaft aus. Dies war seine Chance, im Ansehen seines Herren zu steigen. Im Hangar des Mutterschiffes von Systemlord Phinix wählte er ein Tel'Tak, das sich in bestem Zustand befand. Die Schilde funktionierten tadellos - zwar fehlten bei den Transportschiffen Waffensysteme, aber zur Flucht gab es Kapseln genauso wie Ringtransporter ... zudem wirkte ein Tel'Tak weit weniger offensiv und bedrohlich als ein Al'Kesh. Mit einem Tel'Tak zu kommen war ein Zeichen der Diplomatie und des Verständnisses.
Bald trafen ein Dutzend Jaffa ein, die sich auf das Tel'Tak begaben. Es wurden zwei Truhen auf das Schiff gebracht. Gul'Tai schätzte, dass sich darin goldener Schmuck und andere Kostbarkeiten befanden. Nicht, dass Goa'uld an Armut leiden würden - aber die meisten liebten kunstvoll verarbeitete Kostbarkeiten. Der Jaffa begab sich ins Cockpit des Transportschiffes und aktivierte die Kommunikation. Er rief Lord Thoth: "Mein Herr, wir sind bereit aufzubrechen. Ein Dutzend der besten Krieger und Geschenke sind an Bord eines tadellosen Transportschiffes."
Als er den Aufruf Gul'Tai's vernahm, machte sich Thoth sofort auf den Weg zum Hangar. Seine zwei Dienerinnen folgten ihm. Er lächelte einer zu und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Die Dienerin lachte mit vorgehaltener Hand und sie betraten den Hangar. "Du hast gute Arbeit geleistet Jaffa. Wie ist dein Name?" fragte er Gul'Tai, während er langsam den Tel'tak betrat. Die Dienerinnen verbeugten sich leicht vor Gul'Tai und folgten dann ihrem Herren in den Transporter. Gewiss hatte Thoth dieses Fortbewegungsmittel gewählt, da es wie der Jaffa schon annahm um ein Symbol friedlicher Absichten handelte. Einzig die Handspangen, die er und seine weibliche Begleitung trugen, als auch das Duzend Jaffa an Bord wiesen auf etwas Misstrauen hin, was jedoch unter Goa'uld normal war. Kein Goa'uld vertraute einem anderen, jedenfalls nur bis zu einem bestimmten Grad. Der Goa'uld schritt in den Frachtraum und ließ eine der Truhen öffnen um zu sehen, welche Kostbarkeiten er bereitwillig an einen anderen Goa'uld abtrat. Er schmunzelte kurz und verließ dann den Frachtraum, stellte sich hinter das Pult, an dem die Selbstzerstörungskonsole angebracht war und stützte sich ab. "Brechen wir auf!" sprach er in bestimmendem Ton und erwartete den Start des Tel'tak.
Der Jaffa verbeugte sich, als Thoth das Tel'Tak betrat und lies sich auf ein Knie herab. "Mein Lord, man nennt mich Gul'Tai, Elitejaffa im Dienste des erleuchteten Phinix." Er senkte tief seinen Kopf und erhob sich erst, als der Lord befahl aufzubrechen. Gul'Tai setzte sich hinter das "Steuer" des Schiffes und startete es. Das Tel'Tak flog vorsichtig aus dem Hangar des Ha'Taks und dann durch die Schilde, die es von innen nach außen durchfliegen konnte, nachdem sie entsprechend kalibriert worden waren.
Ein folgenschwerer Abstecher in den Irrsinn
Mit Höchstgeschwindigkeit flog Gul'Tai auf die "Asteroidenblase" zu, die Strahlungswerte der Sonne, die in ihrem Rücken brannte, waren gefährlich - jedoch konnten die Schiffspanzerung und erst recht die Schilde diese abhalten. Erst als er die äußersten Ausläufer des tiefen Feldes erreichten, drosselte er die Geschwindigkeit um vorsichtig hindurch zu fliegen. Das Schiff war klein genug, um gefahrlos durch das Feld zu fliegen. Gul'Tai wunderte sich über den Piloten, der auf seinem Schirm aufgetaucht war und seinen Gleiter mehr als nur dicht an die Gesteinsbrocken heran gebracht hatte.
Nach einer Weile Flug im Zick-Zack-Kurs waren sie schließlich durch das Feld hindurch und steuerten auf die Atmosphäre des Planeten zu. Die Strahlung der Sonne wurde laut den Anzeigen des Jaffa soweit durch das Asteroidenfeld abgeblockt und das helle Licht wie durch ein Netz angenehm heruntergedrosselt, dass wohl nur dadurch Leben auf diesem Planeten möglich war. "Lord Thoth, meine Scanner zeigen mehrere Städte an. Die größte ist wahrscheinlich die Hauptstadt... bisher sind keine Gleiter aufgestiegen, obwohl sie unsere Mutterschiffe bereits entdeckt haben müssten." Er blickte zu Thoth. "...sollen wir eine Nachricht senden oder einfach landen?"
Thoth wandte sich zu einer der Frauen um, die ihn begleiteten. Sie war sehr hübsch und eleganter und edler gekleidet als die andere. Sie lächelte ihm zu und ihre Augen funkelten leicht. Sie nickte sachte und flüsterte ihm etwas ins Ohr, worauf er ihr ebenso flüsternd antwortete. Dann wandte er sich wieder um. "Drossle das Tempo, wir werden zuerst eine Nachricht auf den Planeten senden."
Nun trat die Frau vor und sah zu Gul'Tai. Sie schein zu warten, bis er eine Verbindung herstellen würde. Sie lächelte ihm zu und verschränkte dann ihre Arme hinter ihren Rücken. Weiterhin wartend auf die Herstellung der Verbindung musterte sie den Jaffa, der Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte, indem er diesen Vorschlag vorgebracht hatte. Thoth trat neben sie und flüsterte erneut etwas in ihr Ohr. Wenn man genau hinhörte konnte man erkennen, dass der Wirt nun zu ihr sprach. "Sei freundlich wie du es immer bist und man wird uns bestimmt gewähren lassen" Nach Thoths Worten nickte sie lächelnd und sah kurz zu ihm zurück. Er hatte inzwischen schon wieder einige Schritte zurück gemacht und wartete ebenfalls.
Gul'Tai tat wie geheißen und drosselte sofort das Tempo ihres Transportschiffes, bis das Goa'uld Tel'Tak noch vor dem Eintritt in die Planetenatmosphäre zum Stillstand kam. Routinemäßig überprüfte er die Sensoren, doch ihnen näherte sich keine Gleiterstaffel und von der Welt aus kamen ihnen auch keine Energiesalven von Planetarenabwehrgeschützen entgegen. Dann machte er einen Check der Antriebsaggregate und der Parameter ihrer Schilde. All das geschah in wenigen Augenblicken. Mit einem einzigen Druck auf die Konsole aktivierte er die Com-Verbindung zum Planeten - Audiovisuell. Thoth hatte nichts besonderes befohlen und der Jaffa entschied daher, den normalen Weg zu wählen - Goa'uld mochten es, sich zu zeigen... möglichst groß, möglichst mächtig und möglichst eindrucksvoll. Nur einen kurzen Blick warf er auf die Schönheit hinter ihm, ohne in ein Starren zu verfallen. Es gebührte sich für Jaffa nicht, Goa'uld zu begehren. "...MyLord... eine Verbindung ist hergestellt. Ihr könnt sprechen."
Thoth nickte und erhob seine Stimme. "Ich, Lord Thoth grüße den Herrn dieser Welt und erbitte, auf dem Planeten landen zu dürfen." Er deutete eine Verbeugung an und die Frauen hinter ihm taten es ihm gleich. Bevor er weiter sprach, leuchteten seine Augen kurz auf. "Es wäre uns ein großes Anliegen mit dem Herren dieser Welt zu sprechen." Nun wartete der Goa'uld auf eine Antwort. Die Frauen hinter ihm hatten den Kopf gesenkt und eine ausdruckslose Miene aufgesetzt. Thoth selbst ließ nur Respekt vor dem Herrscher dieser Welt erkennen, sonst war sein Gesicht ohne jeglichen Ausdruck.
Auf dem Schirm wurde ein hagerer Mann sichtbar, der sich in farbenfrohe Gewänder gekleidet hatte. Seine Haare waren lang und durchgehend weiß. "Mein Naaaaaame ist Haskill vom Hause der Gabor Vano. Ich bin deeeeer Majordoooomus unseres.." er stöhnte leicht "..vergöööötterten und geliebten..." dabei biss er sich etwas auf die Unterlippe "Herrschers Sheogorath." Für einen Moment schwieg der Kanarienvogel - seine Blicke nahmen fast schon eine laszive Art an... und er blickte nicht auf die Frau hinter Thoth. "Unser Gebieter iiiiiist momentan leiiiiider nicht anwesend, doch ich darf ihn als Haushofmeister in aaaaallen Belangen vertreten." Er lächelte charmant und zwinkerte mit seinem linken Auge. "Es wäre mir ein ääääääußerstes Vergnügen euch, Lord Thoth, im Palast zu eeeeemmmpfaangggeen... oder euch das präääächtige Reich unseres gesunden Gottes zu zeigen." Man nahm auf dem Schirm kurz wahr, wie Haskill seine Hände bewegte - kaum merkliche Zeit später ging beim Tel'Tak eine Nachricht mit Koordinatenangaben des Palasthofes ein. Der Kammerherr Sheogoraths lächelte Thoth mit einem Strahlen in den Augen an.
Thoth war amüsiert von dem offensichtlich etwas verwirrten Hofmeister. Doch gefiel ihm diese "irre" Höflichkeit. "Ich danke euch." Dann wies er an, die Übertragung wieder zu beenden und auf den angegebenen Koordinaten zu landen. Bis es soweit war, unterhielt er sich mit Ling, die offensichtlich auch amüsiert von der Verwirrtheit des Mannes war. Thoth lächelte ihr immer wieder einfach nur zu. Es war wohl für manche offensichtlich, dass sie nicht nur seine Ratgeberin war.
Als das Schiff gelandet war, gab er einige Befehle. "Gul'Tai kommt mit mir." Dann deutete er auf die Jaffa, die zu seiner Begleitung ausgewählt wurden. "Ihr tragt die Truhen." Dabei deutete er auf vier Jaffa. Nach einer kurzen Pause wies er weitere vier Jaffa an, eine Eskorte zu bilden. "Die restlichen belieben beim Tel'tak.", sagte er und verließ das Schiff.
Gul'Tai hatte das Tel'Tak ohne Probleme zu den angegebenen Koordinaten gebracht. Auf seinen Anzeigen des Goa'uld-Transporters hatte er nichts bedrohliches feststellen können. Sie setzten auf dem großen Palasthof auf, nahe dem Sternentor. In regelmäßigen Abständen waren schwere Marmorplatten in schwarz und weiß in den Boden eingelassen, zwischen denen kleine Abstände saftigem Gras und schönen Blumen Platz zum wachsen boten. Man konnte vom Tel'Tak aus einige Jaffa in schimmernd silbernen Rüstungen ausmachen, doch bis auf zwei Krieger schienen sie sich nicht weiter um den Besuch zu kümmern. Selbige kamen langsam auf das Transportschiff zu, blieben aber in respektvollem Abstand stehen und warteten.
Gul'Tai seinerseits tat wie ihm geheißen, verließ seinen Posten als Pilot und folgte Lord Thoth, während vier Jaffa die beiden Truhen aus dem Tel'Tak trugen. Er war neben Lord Thoth aus dem Goa'uld Transporter gestiegen - ihnen folgten die Jaffa mit den Schatztruhen voller Geschenke für den Herren dieser Welt. Ihre Waffen waren deaktiviert, ihre 'Formation' offen... alles perfekt um als Diplomatisches Zeichen zu wirken. Nur hatten sie nicht mit dem Irrsinn dieses Planeten gerechnet.
Die beiden Krieger des Gottes Sheogorath, die in ihren schimmernden Rüstungen etwas auf die Gäste zugegangen waren riefen plötzlich etwas und aktivierten ihre Stabwaffen. "...Ritter der Ordnung... Ritter der Ordnung...", war da zu hören, als der erste Schuss bereits abgegeben wurde und Gul'Tai sofort niederstreckte. Der Jaffa zuckte nicht einmal mehr, hatte der Energieblast ihn doch vollständig von der rechten Hälfte seines Kopfes entledigt. "Jyggalag...Krieger Jyggalags..." kam es wieder aus Dutzenden Kehlen. Die Jaffa Sheogoraths, welche zuvor das Tel'Tak kaum interessiert hatte, eröffneten ebenfalls das Feuer und rückten vor.
Warum sie plötzlich so reagierten, musste für einen Außenstehenden unverständlich sein - und bis auf einen Wächter Sheogoraths eröffneten die anderen das Feuer nur, weil dieser bereits auf irgendeine Gefahr geschossen hatte. Es war Si'Niht, ein ausgezeichneter Krieger... doch in jedem Jaffa, der in der typischen Rüstung der Goa'uld kam, sah er einen Ritter der Ordnung, Krieger im Dienste von Sheogoraths Erzfeind. Bisher war es noch niemals zu so einem Unglück wie hier gekommen... doch irgendwann hatte es passieren müssen.
Thoth ergab sich schließlich, da seine Begleiter bereits tot waren, den Angreifern. Er hatte keine andere Wahl. Hätte er gekämpft, wäre er tot... wollte er flüchten, wäre sein Schiff abgeschossen worden. So ergab er sich den Wachen Sheogoraths. Auch wenn Thoth es nicht wusste, musste er darauf hoffen, dass Sheogorath gnädig war und ihn mit der Verbannung auf einen Planeten ohne Stargate strafen würde... denn würde Thoth in Gefangenschaft länger als zwei bis drei Wochen auf New Sheoth verweilen müssen, würde er selbst dem Wahnsinn verfallen und nie mehr in der Lage sein, außerhalb dieser irren Welt zu überleben.
Epilog
Sheogorath erwies sich als gnädig. Er hatte persönlich mit dem Mutterschiff im Orbit Kontakt aufgenommen und es fortgeschickt mit der Information, dass Thoth nicht zurückkehren würde und der Herr des Planeten New Sheoth sich sonst gezwungen sehe, es zu vernichten. Die befehlshabenden Offiziere von Phinix Ha'Tak zögerten, doch auf Kommunikationsversuche mit dem vermissten Lord bekamen sie nur von einem irren Jaffa ein Lied vorgesungen und die Offiziere sahen keine Möglichkeit, Sheogorath irgendwie zu einer Herausgabe Thoths zu zwingen, weswegen sie schließlich abzogen, um ihrem Systemlord Phinix Bericht zu erstatten.
Thoth und seine Begleiterinnen ihrerseits wurden dem Gott Sheogorath vorgeführt. Dieser erkannte den Fehler, den die Krieger seiner Leibwache gemacht hatten, doch trotzdem wollte er die "Gäste" nicht ohne weiteres abreisen lassen. So entschied der Gott des Wahnsinns, Thoth und seiner Begleiterinnen einen Urlaub zu schenken, selbst wenn diese nicht sehr über das Geschenk erfreut waren und Sheogorath sie dazu zwingen musste. Er ließ den Lord und dessen Anhang auf ein Transportschiff schaffen und sie durch den Hyperraum zu einem unbewohnten, tropischen Planeten bringen, welcher über kein Stargate verfügte. Dort setzte man die drei "Gäste" aus und überließ sie ihrem Schicksal.
Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 14.10.2008.[[Kategorie
