Bewerbung: Sonnenaufgang
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Diese Geschichte fand Anfang Mai des Jahres 2007 auf Persia, der Heimatwelt des Goa'uld Ares statt. Basti führte die Bewerbung des Spielers Wolle. In der Geschichte entschloss sich der Goa'uld Itzamnaaj, nachdem er lange erfolglos nach seinem Vater Hunab Ku gesucht hatte, nach langem das kleine Dasein eines Reisenden in einem Tel'Tak aufzugeben und sich einem mächtigeren Herrscher zu unterwerfen. So gelangte er zu Systemlord Ares. Diese kurze Episode zeigt den Wiedereinstieg des Sonnengottes auf das Parkett der großen Goa'uld-Politik.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
Zusammenfassung
Itzamnaaj hatte sich entschlossen, nachdem er jahrelang ohne Erfolg nach seinem Vater Hunab Ku gesucht hatte, wieder in die Machtkämpfe seiner Art zurückzukehren und eine einflussreiche Position anzustreben. Aus diesem Grund flog er nach Persia, der Heimatwelt des gerade erst zu einem der mächtigsten Systemlords aufgestiegenen Goa'uld Ares.
Bevor die Raumverteidigung ihn stoppen konnte, transportierte sich der Sonnengott mit den Ringtransportern seines Tel'Taks auf die nächstbeste Plattform des Planeten. Krieger des Ares nahmen ihn augenblicklich gefangen und brachten ihn vor ihren Herren.
Der Kriegsgott, welcher seine Position unter seinen Kontrahenten noch festigen musste, erkannte das Potenzial und den Nutzen, den er vom Dienste Itzamnaajs haben könnte, wodurch es dem Goa'uld, der einst selbst ein Systemlord gewesen war schnell gelang, in der Hierarchie seines Gebieters weit aufzusteigen.
Prolog
Itzamnaaj war nach dem Glauben der Maya der höchste Gott nach dessen Vater Hunab Ku, der sich allerdings zurückgezogen hatte, um auf anderen Welten Völkern seine Weisheit zukommen zu lassen. Für die Zeit seiner Abwesenheit wurde Itzamnaaj als oberster Gott und Verwalter der Maya-Städte eingesetzt. Unter seiner Herrschaft kam es zu den höchsten Zahlen an Menschenopfern in der bisherigen menschlichen Geschichte. Über 2000 Jahre lang führte Itzamnaaj die Maya-Städte und häufte einen für menschliche Verhältnisse unvorstellbaren Reichtum an, was letztlich auch das Ende für die Länder bedeutete. Dekadent, faul und wehrlos geworden, fielen bis zum Jahre 1697 sämtliche Maya-Gebiete den Eindringlingen aus Europa zum Opfer. Itzamnaaj verließ die Erde und machte sich auf die Suche nach seinem Vater, den er trotz vielversprechenden Spuren bis heute nicht gefunden hatte. Gerüchte jedoch besagten, Hunab Ku hätte diese Galaxie längst verlassen.
Sonnenaufgang
Itzamnaaj verließ den Hyperspace und schwenkte in die Umlaufbahn des Planeten unter ihm. Er nahm einen letzten Blick aus seinem Tel'tak. Unter ihm lag ein Goa'uld Planet und so wenig es Itzamnaaj auch behagte, er musste da runter und sich einem neuen Herrscher unterwerfen. Er war lange nur mit einem kleinen Stab an Untergebenen durch den Weltraum gereist, auf der Suche nach seinem Vater, war dabei aber erfolglos geblieben. Es wurde Zeit für eine Veränderung. Er hatte seinen Untergebenen die Freiheit geschenkt. Sie würden sehr gut ohne ihn zurechtkommen, waren sie doch äußerst fähig und würden ihrem zukünftigem Herrscher als gute Krieger dienen. Genau wie er jetzt selbst. Zu lange war er durch die Dunkelheit des Alls gereist, ohne Zuhause war er rastlos von Planet zu Planet geflogen, von Sonnensystem zu Sonnensystem, sich nicht um die interstellare Politik kümmernd. Das war auch zumeist gar nicht nötig gewesen. Die Goa'uld waren zu sehr mit ihren Zwistigkeiten untereinander beschäftigt und auch die anderen Völker hatten jede ihre eigenen Probleme.
Er ging nach hinten in den Frachtraum und aktivierte den Ringtransporter, der ihn auf den Planeten transportierte. Seit seiner Zeit auf der Erde, hatte sich Itzamnaaj stark verändert. Er trat nun meist ohne Pomp auf. Alles was man von ihm sah, war sein Gesicht, farblos, mit blitzenden Augen, die sich oftmals unter die Kapuze seines schwarzen Mantels zurückzogen. So trat er auch vor die Wachen, die ihn bereits umringt hatten, als er auf dem Planeten ankam. Natürlich hatten sie ihn sofort umzingelt und hielten ihre Waffen auf ihn gerichtet. Lediglich ihre Blicke verrieten eine leichte Verwirrung, anscheinend kam es nicht oft vor, dass uneingeladene Gäste mitten unter ihnen erschienen.
"Rhe'u! Bringt mich zu eurem Herrscher!" gebot er ihnen mit der Stimme eines Goa'uld.
"...Kree Goa'uld... Ya'ol'wa?" fragte einer der Jaffa-Krieger, die Itzamnaaj umringt hatten. Alle fünf hatten ihre Stabwaffen aktiviert und auf Itzamnaaj gerichtet. Es war ungewöhnlich, dass ein unerwarteter Goa'uld, das spürten die Krieger genau, direkt vor den Augen einer Patrouille von einem Ringtransporter materialisiert wurde.
"Wie gesagt, Jaffa, ich will zu eurem Herrscher. Die Dinge die ich mit ihm besprechen will, sind für ihn gedacht und nicht für so Ha'shak wie euch! Bringt mich zu ihm! Tal shak!"
"...Schweig, Goa'uld", sagte der Jaffa aggressiv und machte einen Schritt auf Itzamnaaj zu, die Stabwaffe zum Schlag bereit.
"...wir bringen dich zu unserem Gebieter. Aber wenn du noch einen Ton von dir gibst, dann in Ketten und überzogen von blauen Flecken, weil wir dir die Seele aus dem Leib geprügelt haben..." Daraufhin nickte er auffordernd in die Richtung hinter den Goa'uld und richtete die Stabwaffe wieder auf ihn. Itzamnaaj sollte vor ihnen gehen.
Der Goa'uld schwieg und für den Bruchteil einer Sekunde umspielte ein Lächeln sein Gesicht. Er hatte erreicht was er wollte, ohne zu viel von sich preiszugeben. Genau genommen wussten die Wachen überhaupt nichts von ihm. Er konnte alles sein, vom Diplomaten zum Attentäter bis hin zum tatsächlichen Zweck seines Daseins. Dass die Wachen sich von ein bisschen Befehlston derart beeindrucken ließen und damit ihren Sicherheitsauftrag vernachlässigten, zeigte vor allem eins: Hier waren die Jaffa noch Befehle gewohnt. Demnach konnte auch der Herrscher dieser Jaffa nur eine mächtige Person sein. Itzamnaaj spürte genau, er war hier richtig. Um die Jaffa noch ein bisschen zu reizen, erwiderte er schließlich: "Na gut, Jaffa! Geht einer von euch voraus, ich kenne mich hier ja nicht aus ... nicht, dass ich mich noch in die Häuser eurer Frauen verirre!"
Itzamnaaj war nicht so dumm zu glauben, dass diese Äußerung nicht ohne Konsequenzen sein könnte. Er hielt seinen Handapparat bereit, um im Falle eines Angriffs eine Schockwelle aussenden zu können, die die Jaffa erstmal zurückschleudern würde. Gleichzeitig hatte er als ehemaliger Lord auch die Möglichkeit, einen Energieschild um sich entstehen zu lassen, sollten die Jaffa auf die Idee kommen, auf ihn zu schießen. Er war stolz auf diese technologische Besonderheit seines Handapparats, denn nicht viele Goa'uld besaßen diese Möglichkeit. Aber letzten Endes musste er alles einsetzen was er konnte, schließlich konnte er sich von ein paar Jaffa nicht verprügeln lassen, nicht als ehemaliger Lord. Natürlich würde es seinem zukünftigem Systemlord weniger gefallen, wenn er dessen Jaffa attackiert, aber Itzamnaaj würde einen guten Schadensersatz anbieten ... seine Dienste ...
Epilog
Itzamnaaj gelang es, den Systemlord an welchen er geriet, von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Sein neuer Meister war gerade erst zu den mächtigsten der Systemlords aufgestiegen und konnte jeden fähigen Mann bitter gebrauchen, um seine Position auch zu halten. Der Kriegsgott war von den Feldherrenfähigkeiten des Goa'uld beeindruckt, weswegen er Itzamnaaj schnell die Ehren eines Lords übergab und ihn mit den verschiedensten administrativen und militärischen Aufgaben betraute - schließlich musste diese 'Führungsressource' möglichst gut genutzt werden, um nichts zu verschwenden.
Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 24.06.2009.
