Bewerbung: Local Foreigner

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Diese Erzählung spielt Anfang August des Jahres 2007 in Atlantis. Basti leitete zusammen mit Sebbe die Bewerbung von Baschi. Der Mensch Anatos Valcana war auf M9L-337 von den Wraith verfolgt worden, SGA-9 konnte ihn vor diesen jedoch in letzter Sekunde retten. Zwar wollte sich Anatos den Atlantern im Kampf gegen die Wraith anschließen, war jedoch zu sturköpfig, um sich in deren Gemeinschaft einfügen zu können. Er versuchte den Kampf gegen die Wraith auf eigene Faust weiterzuführen und starb dabei kurz darauf bei einem Angriff auf M10-66N.


Inhaltsverzeichnis

Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

SGA-9 war auf dem Planeten M9L-337 und sollte dort eine Routineerkundung durchführen. Jedoch waren auf dieser Welt Wraith aktiv. Sie jagten einen Menschen namens Anatos Valcana, der sich dort aufhielt, weil es auf der Welt alte Ruinen der Antiker gab. Als Kind hatte Anatos auf einer Welt gelebt, deren Zivilisation von den Wraith ausgelöscht worden war. Nur wenigen gelang die Flucht. Ein Angehöriger eines alten Ordens seines Planeten, des Ordens der Vorfahren, rettete Anatos und brachte ihn durch das Stargate. Im Tempel des Ordens auf einer anderen Welt war Anatos in ihren Lehren und im Kampf mit dem Schwert ausgebildet worden. Der Orden der Vorfahren hatte es sich zum Ziel gemacht, die Stadt der Antiker zu finden und die Antiker selbst, um die Wraith mit ihnen zu bekämpfen.
Schließlich war der Planet des Ordens jedoch von den Wraith angegriffen worden und Anatos hatte seine Brüder dort verloren wie einst sein Volk und seine Heimat. Er war der einzige Überlebende des Angriffs und flüchtete in die Weiten der Pegasus Galaxie. Anatos versuchte die Lehren des Ordens weiter zu leben und die Stadt der Antiker zu finden. Nur durch Zufall stieß er dabei auf M9L-337 mit einem Atlantis-Team zusammen, das ihn rechtzeitig vor seinen Wraithverfolgern in Sicherheit bringen konnte.
In Atlantis stellte sich Anatos Captain Craig Huge und Captain Tom Scott im Verhör. Anatos wollte sich den Atlantern anschließen, jedoch war er von einfacher Natur, konnte sich nicht an die Waffen der Menschen und an die notwendige Teamfähigkeit gewöhnen, sodass er keine Möglichkeit bekam, mit den Menschen der Erde zusammen gegen die Wraith zu kämpfen. Anatos machte sich daraufhin auf den Weg, selbst Planeten zu bereisen und die Feinde zu vernichten.
Bei seinem persönlichen Kreuzzug wurde Anatos kurze Zeit später auf M10-66N gefangen genommen. Die Wraith waren gekommen um die dortige Bevölkerung von 3.000 Menschen auszudünnen. Anatos starb kurz darauf an Bord eines Hive-Mutterschiffes als Futter der Wraith.


Prolog

Anatos wurde auf einem Planeten irgendwo in der Pegasusgalaxie geboren. Er wurde so wie jeder normale Junge auf seinem Planeten aufgezogen.
Doch schon bald griffen die Wraith an. Anatos kannte den Feind vorher nicht und seine Eltern wurden bei dem Angriff getötet. Dabei packte ihn ein Mann und brachte den jungen Anatos in Sicherheit. Es war ein 'Ritter', wie er später feststellte, Mitglied des Ordens der Vorfahren, der ihn auf einen anderen Planeten brachte, welchen sie Zuflucht des Lichts nannten. Dort lernte Anatos den Orden kennen. Er wurde unterrichtet und in die Geheimnisse des Ordens eingeweiht. In einer Bibliothek der Vorfahren, der Antiker, lernte er die Sprache des mächtigen Volkes und ihre Schrift.
Anatos wurde in verschiedenen Techniken des Kämpfens unterrichtet, vor allem aber in List und Tücke, da man laut den 'Tugenden' des Ordens nur so siegreich sein konnte. Auch lernte er mit dem Schwert umzugehen, besser als alle anderen Schüler in seinem Alter. Der Orden versuchte schon seit über 2.000 Jahren, seit er existierte, 'Die Stadt der Vorfahren', die Stadt Atlantis, zu finden. Sie waren damals kurz davor eine vollständige Adresse der Stadt zu entdecken, Anatos war zu dieser Zeit bereits das dritthöchste Ordensmitglied. Er besaß auch die Gabe des Sprunges, wie sie es nannten. Er konnte höher und weiter springen als jeder andere, den er kannte. Doch dann geschah es! Die Wraith entdeckten den Tempel und die Festung des Ordens. Den Menschen gelang es die Bibliothek zu zerstören und so verhinderten sie, dass die Wraith sie in die Hände bekamen. Anatos war der einzige, der den Angriff überlebte, indem er sich versteckte, bis die Wraith verschwunden waren. Er tötete die Wachen vor dem Tor und flüchtete durch das Stargate. Anatos suchte in den folgenden Monaten weiterhin die Stadt der Vorfahren, damit seine Freunde nicht umsonst gestorben waren. Er hoffte, wenn er sie erst gefunden hatte, dass er dort Mittel finden würde, mit deren Hilfe die Wraith besiegt werden konnten.


Local Foreigner

Auf einer Routine-Mission hatte ein SGA-Team einen scheinbar unbewohnten Planeten besucht, auf dem es viele alte Ruinen gab. Unerwartet lief ihnen ein Mensch in die Arme, der von einer ganzen Horde Wraith gejagt wurde. Die Übermacht war erdrückend und so entschied sich der Teamleader zu einem Rückzug.
Der Mensch wurde mitgenommen - nach Atlantis.


Der Verhörraum

Captain Huge stand an die Wand gelehnt, während sein Partner auf dem Stuhl saß. Ihm gegenüber saß der Fremde, welcher von einem SGA-Team vor den Wraith gerettet worden war. Huge hatte eine Tasse Kaffee in der Hand, nippte daran und fixierte den altertümlich gekleideten Menschen über den Rand hinweg.
"...Mein Name ist Captain Huge, dies ist mein Partner Captain Scott. Wir haben ein paar Fragen an Sie.", begann der Soldat. "Sie wurden von einem unserer Teams auf M9L-337 vor den Wraith gerettet. Wie ist Ihr Name und was können Sie uns zu den Vorgängen dort berichten?"
Anatos war von den 'SG-As' gerettet worden. Er kannte sie nur unter diesem Namen, diese Bezeichnung hatte er auf jeden Fall bereits von denen gehört, die ihn vor den Wraith gerettet hatten. Er war sich bewusst, dass es nicht ihre Rassenbezeichnung war, doch wusste er sie nicht richtig zu bezeichnen. Auch hatten sie moderne Waffen, Projektil-Waffen, wie er wusste. Anatos hatte bei einem fremden Volk bereits schon einmal so eine Waffe gesehen. Er sah den Mann an, der sich an die Wand gelehnt hatte, während er dessen Freund, der auf der ihm gegenüberliegenden Seite des Tisches saß, vorerst ignorierte. 'Captain Huge heißt der Mensch also', dachte Anatos. Ein komischer Name wie ihm schien. 'Captain...hmm, das muss ein strukturierter Rang im Kampfverband dieser Menschen sein', gingen seine Gedanken weiter.

Anatos versuchte sich die Ereignisse genau ins Gedächtnis zurückzurufen, nachdem er hierher gebracht worden war. Er war durch das Gate von Atlantis getreten und noch kaum fünf Minuten zuvor gejagt worden, von seinem größten Feind: Den Wraith. Die Menschen in Atlantis nannten diejenigen, die ihn gerettet hatten, SGA-9. Dieses Volk musste also in Teams gegliedert sein. 'Leben die hier in Kollektivität?', hatte er sich anfangs gefragt. Er war ohne Umschweife in einen Raum geführt worden, den sie den V...Raum, er hatte das erste Wort nicht richtig verstanden, nannten. Anatos hatte keine Fragen stellen wollen. Bei dieser Stadt schien es sich um einen Ort von großer Macht zu handeln. Vielleicht von den Vorfahren und bei diesem Gedanken war in ihm das Adrenalin hoch geschossen.

Zurück im Hier und Jetzt antwortete der Gerettete Captain Huge: "Ja, das ist richtig. Ich wurde von einem eurer Teams gerettet, ich bin euch dafür sehr dankbar. Ihr habt mir das Leben gerettet."
Er dachte kurz darüber nach sich nicht bekannt zugeben, entschied dann aber, dass er mit ihnen gute Freundschaft hegen könnte, würde er sie als Verbündete gegen die Wraith gewinnen können.
"Aber sicher werde ich euch jedwede Frage beantworten, die ich für erachtenswert halte." Anatos sprach jetzt mit etwas ernsterer Stimme weiter: "Man nennt mich Anatos Valcana, ich komme von einem Planeten, der irgendwo in der Pegasus Galaxie liegt, doch er wurde von den Wraith komplett zerstört."
Er hielt kurz inne und sprach dann weiter: "Ich kam durch das Gate, ich bin immer auf der Suche nach einem Planeten, den man Atlantica nennt. Dort soll die Bastion der Hoffnung sein. Diese hat mein Orden schon seit langer Zeit gesucht. Ich bin der letzte Überlebende, nachdem sie auch unseren Tempel zerstört haben. Wir konnten die heilige Bibliothek der Vorfahren noch rechtzeitig vernichten, bevor sie den Wraith in die Hände fallen konnte. Ich bin der einzige, der überlebt hat, der einzige von mehreren Tausenden. Nun denn zurück: Ich kam durch das Gate, weil ich Informationen hatte, dass es dort eine Art Versorgungsstätte für die Vorfahren gab, so eine Art Nahrungslager, damit sie dorthin kommen konnten um sich gegen die Wraith zu stärken. Ich dachte, dass ich davon profitieren könnte und vielleicht sogar noch einem Überlebenden der Vorfahren begegne. Dabei hatte ich nur eines entdeckt: Wraith auf dem Planeten. Ich rannte so schnell wie möglich zum Ring der Vorfahren um eine andere Welt aufzusuchen. Doch da kamen schon eure 'SG-As', retteten mich und brachten mich hierher", erzählte Anatos.
"Wie nennt ihr diese Welt?", war seine abschließende Frage. Nachdem er diese gestellt hatte, faltete er seine Hände zusammen und wartete geduldig auf eine Antwort.

Für Captain Scott hörte sich das alles so an wie eine Scifi-Serie. 'Die Bastion der Hoffnung, so nannte man Atlantis also in den entlegenen Teilen der Pegasus-Galaxie', dachte der Soldat. Und dass Anatos in einem Orden war, war Scott schon länger an dessen Kutte aufgefallen. 'Aber wieso sprach dieser Mensch so viel?', überlegte der Captain. Scott mochte Menschen nicht, die immer weit ausholten, sondern lieber die Menschen, die alle Fakten knallhart auf den Tisch knallten. Wie auch immer, er konnte das Ganze ja nicht subjektiv betrachten, denn dies war ein objektives Gespräch. Trotzdem, dieser Typ kam Scott nicht ganz helle vor.
"Um ehrlich zu sein, ich finde diese Geschichte sehr gut erzählt, wirklich, ziemlich gut. Ein alter Orden, wie mysteriös.", spottete er herum und achtete dabei nicht in kleinster Weise auf die Reaktionen des Neuankömmlings. "Aber nun gut, ich will Ihnen fürs erste mal glauben und wie diese Welt heißt, da habe ich keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin."

Captain Scott war immer sehr misstrauisch Außerirdischen gegenüber gewesen. Das war auch einer der Gründe, wieso er diese Stelle bekommen hatte. Die Air Force wollte einen Captain an Bord haben, der übermäßig misstrauisch war und fremden Einflüssen widerstehen konnte.
Anatos sah sich weiter um. Er war etwas erstaunt. Dieser Raum sah anderes aus als der Rest der Einrichtung. Kahler und dunkler. Anatos war es nicht gewohnt in dunklen Gegenden zu sein. Es erstaunte ihn sehr, dass es hier in einer ansonsten so hellen und Licht erfüllten Einrichtung so einen dunklen Raum gab. Das war für ihn das seltsamste, auch wenn er hier bei diesen Menschen schon viele seltsame Dinge erlebt und gesehen hatte: Waffen, welche einfach so feuerten, leuchtende Masken, die einem halfen im Dunklen zu sehen.
All dies waren Dinge, welche er sich zuvor überhaupt nicht hatte vorstellen können. Doch jetzt hatte er sie erlebt und war sehr erstaunt darüber.
Dieser zweite Captain schien für Anatos etwas abweisender zu sein als der erste. Als Scott ihn misstrauisch angesehen hatte und sagte, dass er diese Geschichte sehr gut erzählt fand, da traf ihn dieser Satz wie ein Schlag ins Gesicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass er ihm nicht glaubte, dass es seinen Orden jemals gegeben hatte.
Er konnte sich beherrschen, für wie lange jedoch noch? Anatos konnte sich nicht beruhigen, solange diese 'Person' mit ihm in einem Raum war. Ansonsten war er eine gelassene Person, doch diesmal irgendwie nicht.

"Ich versichere dir Captain, dass diese Geschichte wahr ist." Er betonte 'wahr' etwas fester.
"Aber danke, dass du mir deinen Glauben schenkst. Ich bin mir bewusst, dass dieser Planet von eurem Volk nicht so genannt wird wie von uns. Es sollte aber eine Art Festung sein, ähnlich dem Tempel. Immer wenn die Wraith aufgetaucht sind, haben Millionen helle Lichter gestrahlt und den Feind hinweggefegt, so erzählt man sich. Es soll ein Ort vieler Wunder sein. Wunder, die im Kampf gegen die Wraith massiv helfen würden."
Anatos brach ab, denn der andere Captain schien sich zu Wort melden zu wollen.
Er wurde einen Moment lang wieder unachtsam und musste darüber nachdenken, dass diese 'SG-As' durchaus etwas von den Vorfahren hatten, auch wenn er sich die Vorfahren niemals so misstrauisch gegenüber einem Ordensmitglied vorgestellt hatte. Er schweifte etwas ab. Dieser Ort erinnerte ihn an etwas. Die Treppen beim Torraum, wie die 'SG-As' ihn nannten, sahen denen aus seinem alten Tempel zum verwechseln ähnlich. 'Konnte es sein? Nein, niemals konnten diese Captains die Stadt der Vorfahren bewohnen oder gar den ganzen Planeten. Was wenn doch?', überlegte Anatos. Er fürchtete, dass all seine Mühen umsonst gewesen waren. Jetzt musste er mit ihnen zusammen arbeiten um die Wraith zu vernichten.
Er hatte die Vorfahren erwartet oder wenigstens etwas in Art von gesandten Boten.


Epilog

Als eine Art Kriegermönch, der jedoch nie moderneres als mittelalterliche Fern- und Klingenwaffen eingesetzt hatte und zudem einen zu sturen Kopf besaß um sich in die Gemeinschaft der Erdenmenschen einzufinden, bekam Anatos keine Chance sich den Atlantern im Kampf gegen die Wraith anzuschließen. Anatos entschied sich, selbst den Kampf auf eigene Faust weiterzuführen und verließ die Stadt Atlantis.
Nur wenige Tage später versuchte er einem Volk von rund 3.000 Menschen auf der Welt M10-66N gegen einen Wraith-Angriff zu helfen, wurde dabei jedoch von den Wraith gefangen genommen und starb auf einem ihrer Hive-Schiffe als Nahrung.


Hintergrundinformationen

  • Diese Geschichte wurde benannt nach dem Lied "Local Foreigner" von der Band Planningtorock.


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von TheNarims am 21.10.2010.

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