Bewerbung: Into The Mystic
Aus Stargate Rollenspiel - Wiki
Diese Geschichte fand Mitte Juli des Jahres 2006 statt. Basti leitete die Bewerbung für die Spielerin Ayleen S. Beakley. Die Ereignisse erzählen von der jungen Frau Ayleen Bailey, die auf der von den Systemlords versklaven Welt Ilempiri aufwuchs. Sie studierte dort fremde Sprachen und antike Aufzeichnungen. Schlussendlich wollte sie sich in den Dienst eines Goa'uld begeben und suchte Lord Sashnarush auf, um sich ihm und seinem Gebieter Gadreel anzuschließen.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgetretene Personen
- Ayleen Bailey - Spielerin Ayleen S. Beakley
- Sashnarush - Spieler Basti
Zusammenfassung
Ayleen Bailey wurde auf der Welt Atropos geboren und gehörte zum Volk der Ilempiri. Sie erlebte die Versklavung ihrer Welt durch die mächtigen Systemlords des Rates von Hadara und wie die dort lebenden Menschen von der Droge Roshna abhängig gemacht wurden, weil sie nicht als Wirte genommen werden konnten. Ayleen aber war von Geburt an nicht in der Lage, gesundheitlich die Droge der Goa'uld zu überleben. Daher wurde sie von ihren Eltern vor den Eroberern versteckt.
Während sie aufwuchs, lernte sie viele fremde Sprachen und studierte fremde Schriften und Kulturen in alten Aufzeichnungen ihres Volkes. Zudem war sie davon überzeugt, hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. Schließlich entschied sie sich, direkt den Dienst eines Goa'uld zu suchen, um mehr in ihrem Leben zu erreichen. In alten Schriften hatte sie die Adresse einer Goa'uldwelt gefunden, von einem Lord, der nicht auf Atropos aktiv gewesen war. Während ihr Volk immer weiter dezimiert und versklavt wurde, ging Ayleen auf die Welt von Lord Sashnarush und überzeugte diesen durch ihre selbstbewusste Art, sie seinem Herren Gadreel zu schicken.
Prolog
Ayleen Bailey wuchs in einer "gut bürgerlichen Familie" auf, wie es das Volk der Ilempiri auf ihrem Heimatplaneten Atropos nannte. Die Menschen auf diesem Planeten waren auf dem Wissenstand wie man ihn um 1900 auf der Erde kannte. Ayleen erwies sich schon als junges Mädchen als sehr klug und gerissen, weshalb ihr Vater sie auch mit ihrem älteren Bruder im Lesen und Schreiben unterrichtete. Auf dem Planeten von dem auch Aris Boch stammte, herrschte trotz der erdrückenden Macht der Goa'uld ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen, weshalb es Ayleen auch möglich war, ein Studium zu beginnen. Dies erwies sich wegen der Herrschaft der Goa'uld nicht immer als einfach.Ayleen fand irgendwann heraus, dass auf ihrem Planeten die gleiche Sprache gesprochen wurde wie auf der Erde. Über diesen Planeten fand sie viele Schriften. Sie begann mit den Forschungen, ob einen Teilung des Volkes der Tau'ri vorlag. Sie vermutete, dass sich zwei Planeten nach dem Fund des Sternentors gebildet hatten. Wegen Differenzen konnte das Volk anscheinend nicht mehr zusammen leben und trennte sich. Jedoch konnte Ayleen nie Beweise für diese Annahme finden und schon aus dem eigen Schutz vor den Goa'uld verwarf sie die Studien schon bald.
Ayleen war eine sehr temperamentvolle, sehr feminine, junge Frau, zudem sie auch stand und sich nicht verstecken wollte. Schon als kleines Kind zeigte sich das, denn Ayleen war das typische Mädchen. Ayleens Volk wurde unter Drogen gesetzt, um von den Goa'uld abhängig zu werden, denn ihre Rasse der Ilempiri konnte keinen Symbionten tragen. Ayleens Eltern fanden durch einen unabhängigen Arzt auf ihrem Planeten heraus, dass Ayleen unter der Einnahme dieser Droge sterben würde, weil ihr Körper damit nicht umgehen konnte. Der Arzt und die Eltern waren bereits von den Drogen abhängig. Um ihre Tochter zu retten, versteckten sie sie vor den Goa'uld. So kam es auch, dass Ayleen nie als Kind ihrer Eltern in öffentlichen Akten eingetragen wurde, so tauchte sie in keinerlei Volksauflistungen auf.
Ihre Schriftgelehrtheit brachte sie aber letztendlich doch zu den Goa'uld. Sie las von ihnen in vielen Aufzeichnungen und wusste auch über ihre grenzenlose Grauenhaftigkeit bescheid. Dennoch sah sie es als große Chance. Ayleen betrachtete die Goa'uld als große Möglichkeit für sich und ihre Zukunft.
Into The Mystic
Ayleen hoffte wirklich, dass sie hier richtig war. Ja, sie kannte die Koordinaten des Goa'uld Heimatplaneten aus unzähligen Schriften und es musste einfach richtig sein. Das musste der richtige Planet sein und der richtige Palast. Und nun stand sie hier in diesem Saal und keine Menschenseele war da, keine Wache. Einfach niemand. Ayleen wanderte, stets auf der Hut, an das Ende des Saales, sie öffnete die schwere Tür und vor ihr lag ein langer Gang. Beleuchtet durch Flaggen und geschützt durch Wachen. Jaffa. Sie kannte diese Kerle und sie fürchtete sich nicht. Unbeirrt wanderte sie durch den langen Gang. Anscheinend war sie hier richtig und durfte hier entlang gehen, denn keiner hielt sie auf.
Am Ende des Ganges stoppte sie kurz. Sie schaute an sich herunter und strich sich kurz über den Rock ihres hellblauen Seidenkleides. Sie atmete tief ein und schon öffneten die Jaffakrieger die Tür.
Ein riesiger Saal zeigte sich ihr. Und in der Mitte eine Art Thron, sie erkannte die Person die auf diesem saß nicht, also ging sie ein Stück weiter in den Raum. Es war ein Mann. Ayleen strich sich eine Strähne aus dem Haar und ging selbstsicher und mit einem charmanten Lächeln auf ihn zu. Sie hatte einen Schal aus einem sehr dünnen und fließenden Stoff über ihren Armen. Der Stoff schmiegte sich angenehm an ihre Haut und betonte ihre weibliche Figur.
"Ich hoffte, Sie hier anzufinden", sagte Ayleen mit zarter Stimme.
Der Lord erhob sich langsam von seinem Thron. Während vier Jaffa ihre aktivierten Stabwaffen auf die junge Frau gerichtet hatten, ging der Goa'uld langsam auf sie zu. Kurz bevor er vor ihr stand, leuchteten seine Augen hell auf.
"...Kel..."
Ein Lächeln zierte die Lippen des jungen Wirtes. Gemächlich umrundete er Ayleen - fuhr durch ihr Haar. Ayleen ließ den Lord um sie herum gehen. Sie würde jetzt noch nicht die Initiative ergreifen. Noch nicht. Als er wieder vor ihr stand und nach unten in ihre Augen sah, wurde sein Lächeln härter, überlegen und arrogant. Die Hand, an der er eine goldene Goa'uldspange trug, fuhr sachte an ihr Kinn und hob es leicht an, sodass sie direkt in seine Augen sah. Der Lord schien Gefallen an ihr gefunden zu haben und doch, als er ihr Kinn mit der kalten Goldspange hob und sie dazu brachte, ihm in die Augen zu sehen, erblickte sie eine rege Arroganz. Der Wirt war kräftig, jung und agil - gut aussehend, wie von einem perfekten Künstler geschaffen. Doch die dunklen Augen verrieten, dass er Jahrhunderte wie Tage gezählt hatte.
"...meine Jaffa sagten mir, dass eine Tar auf dem Weg war... eine Schönheit. Sie haben untertrieben..."
Ayleen ließ sich nicht beirren. Sie umfasste seine Hand mit der ihrigen, wobei ihr auffiel, dass ihre um einiges wärmer war. Doch bevor sie seine Hand wegschieben konnte, tat der Lord es schon. Der Goa'uld zog seine Hand langsam von ihrem Kinn zurück.
"...es ist äußerst selten, dass sich jemand freiwillig zu mir begibt... sprich. Was treibt dich, diesen Mut aufzubringen?"
Er bezeichnete sie als Schönheit, doch ohne ihm zu antworten schritt Ayleen um ihn herum, ging einen Schritt auf seinen Thron zu, bevor sie sich wieder umdrehte.
"Mut? Ihr redet von Mut?" Fragte Ayleen und schaute dem Lord in die Augen. "Bis jetzt habt Ihr mich nur gut behandelt, also, weshalb hätte ich Angst haben sollen?" Bevor er antworten konnte ging Ayleen auf ihn zu. Sie stellte sich nah an ihn heran. So nah, dass sie seinen Atem auf ihrer Haut spürte.
"Sagen wir es so, ich denke Ihr habt etwas was ich brauche und ich etwas was Ihr braucht", sagte sie leise und fuhr mit ihrem Zeigefinger sanft über seine Wange, seinen Hals, bis zu seinem Oberkörper. Dann zog sie ihre Hand abrupt zurück. Drehte sich wieder um. "Man sagt mir hellseherische Kräfte nach", sagte sie bestimmt und schaute zu ihm. Ayleens braunes Haar fiel ihr über die rechte Schulter. "Und ich bin Gelehrte. Ich habe Wissen über viele Kulturen... Kulturen, die Ihr nicht kennt. Kulturen, die Ihr noch nicht erreicht habt", sprach sie mit fester Stimme und blickte erwartungsvoll zu dem Lord. "Und Ihr habt das, was ich will. Neues Wissen."
Der Goa'uld ging einen Schritt zurück und schob sie gleichzeitig von sich. "...ich brauche niemanden und glaube nicht an Hellseherei", meinte der Lord empört. "...ich habe Wissenschaftler für meine Technologien... und an kultureller Forschung liegt mir nichts... was für eine Hilfe soll das sein, die du mir bieten kannst? Toradressen zu Naquadahreichen Welten? Zukünftige Sklavenplaneten?"
Dann ging er jedoch wieder auf sie zu - sein Gesichtsausdruck war kalt... "...aber als Wirt - da wärst du eine schöne Begleiterin... und ich würde dein Wissen bekommen, ohne jede Gegenleistung..."
"Anscheinend glaubt Ihr an nichts, außer an Euch selbst." Ayleen musste lachen. Sie schaute ihn kurz an und wandte sich dann von ihm ab. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, schritt sie durch den prachtvoll eingerichteten Raum. Sie schaute zu einem Bild, auf dem eine wunderschöne Frau abgebildet war. Wahrscheinlich hing es nur zur Zierde hier, deshalb machte sich Ayleen auch keinen weiteren Gedanken drüber.
Stattdessen drehte sich sich wieder zu dem Lord um und blickte ihn mit einem höhnischen Lächeln an. "Ihr seid ein Narr", meinte sie trocken und schüttelte den Kopf. Der Lord schaute sichtlich gekränkt und seine Augen leuchteten wütend auf. "Euer Spiel läuft jetzt noch gut, aber meint Ihr wirklich, dass Ihr so 'Herrscher' über die Galaxie werden könnt? Wenn Ihr das glaubt, so könnt Ihr kein Mensch von klarem Geiste sein."
Ayleen schien den Lord zu provozieren. Sie ging wieder auf ihn zu und stellte sich in einem Abstand von einem Schritt vor ihm auf. "Ihr geht vor mit reiner Brutalität. Geschrei. Gemetzel. Das ist, was Euer Volk und die Galaxis von Euch kennt. Ihr seid nicht dumm", Ayleen stockte einen Moment, "warum nutzt Ihr Eure Intelligenz nicht weise?" Die Menschenfrau schaute ihn fragend an. Es gab so viele Möglichkeiten das Volk im guten Glauben zu lassen und dennoch das zu bekommen, was man wollte. Und das reichlich. "Das einzige was Ihr provoziert sind Rebellionen", ergänzte sie mit klarer Stimme.
Ayleen verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. Sie schaute ihn an. "Ich nehme an, die Sache mit dem Wirt war ein schlechter Scherz. So etwas nehme ich nicht ernst", Ayleen fragte sich wirklich, ob dieser Lord dachte, er könnte Besitz über alles und jeden übernehmen, aber damit hatte er sich geschnitten. "Ich bin hier, um Euch ein Angebot zu machen. Nehmt es an oder lasst mich ziehen."
Der Lord wurde zunehmend wütender, atmete dann aber einmal tief durch. Sie war nur eine Sterbliche - was wusste sie schon von den Geschicken der Götter. "...Rebellion? Die Jaffa-Rebellen sind die ersten seit tausenden von Jahren, die ihre Götter offen verraten... sie werden versuchen uns zu besiegen... und ihre Brüder zu 'befreien'...", er sah seine Jaffa an, welche ehrfürchtig die Häupter senkten, "...und sie werden ZWEIFELSOHNE scheitern! Wir sind Götter... uns gehört die Galaxis..." Er ging langsam zu seinem Thron zurück und setzte sich. "...aber wenn du hier bist, mir ein Angebot zu machen, dann sprich. Vielleicht wird mein Gebieter daran interessiert sein", und in Gedanken fügte er hinzu: 'Vielleicht, wird es mir helfen, den Platz meines Systemlords einzunehmen.'
Ayleen schaute sich das Spektakel des Lords ohne weiteres an. Sie schaute ihn interessiert an. Vor ihm hatte sie keine Angst, er war ja nur irgendein daher gelaufener Diener, nur weil die oberste Instanz keine Zeit hatte.
"Gut, hört mich an. Ihr wollt Macht? Ihr kriegt Macht. Ich kenne diese Völker in der Galaxis besser. Ich habe sie studiert, ich habe jede kleinste Schrift gelesen und ich weiß, wo ihre Schwächen liegen und ich weiß, wie man es schafft sie zu... Sklaven zu machen, OHNE einen Aufstand zu riskieren. Ihr könntet unbemerkt weiter an Macht zunehmen..." Ayleen schmunzelte und fuhr fort: "..oder natürlich Ihr macht es wie immer. Ihr greift in das Leben von zahlreichen Völker ein und versklavt sie brutal, sodass sogar ein kleines Kind bemerkt, was vorgeht. Ihr riskiert Hass und Rebellionen... Und die zunehmende Stärke der Tok'ra und Tau'ri."
Ayleen winkte mit der Hand ab. "Aber anscheinend seid Ihr schon alleine an Hand Eures Handelns nicht an der Macht über die Galaxie interessiert." Ayleen drehte sich zu den Jaffa um. Sie schaute sie alle an. Mit unter waren sie sehr jung. Wahrscheinlich 18 bis 20 Jahre alt. Ihre Körper waren sehr agil. "Meint Ihr wirklich Euer Volk kämpft für Euch?" Ayleen lachte. "Das ist reine Angst vor dem Tod. Und Menschen die unter Angst leben würden alles tun, um sich aus dieser Situation zu befreien", gab sie dem Lord als Anstoß.
Der Lord hob die Hand, die Zähne zu einem Lächeln gebleckt, das freudige Erwartung ausstrahlte. Die Schockwelle traf den Jaffa mit voller Wucht, den Ayleen am längsten betrachtet hatte. Er wurde durch die Luft gewirbelt, gegen eine Wand geschleudert und sank ohnmächtig zu Boden. Ayleens Hände zuckten kurz, als sie den Jaffa sah, der an die Wand geschleudert wurde. Sie ballte ihre Fäuste und schaute den Lord eindringlich an. Sie durfte sich ja nichts anmerken lassen. Die anderen Jaffa machten keine Anstalten, ihrem Waffenbruder zu helfen.
"...wir sind Götter... und die jämmerlichen Sterblichen uns zu Dienst verpflichtet... seit Jahrtausenden - Rebellionen wurden zerschlagen... aber gut - deine Dienste klingen dennoch interessant..." Er hob die Hand und richtete sie auf Ayleens Kopf, die Handspange lud sich mit ihrem bedrohlichen Geräusch auf, dann ließ er sie jedoch wieder sinken. "...ich werde dich meinem Gebieter vorstellen. Möglicherweise, wird er dir ein guter Herr sein... doch du solltest ihn behandeln wie alle anderen.. wie es einem Gott gebührt... den möglicherweise, wird er dich sonst töten. Und merk dir meinen Namen... Sashnarush", meinte er grinsend.
Er wollten sie in seinem Volk oder dem seines Herren haben. Ayleen lächelte. Sie machte einen kleinen Knicks, schaute jedoch trotzdem mit erhobenem Kopf in seine Augen. "Danke", sagte sie mit ruhiger Stimme und verließ schnell den Raum.
Weiterführende Links
- Geschichte: Astral Weeks - Ayleen Bailey tritt zum ersten mal ihrem Herren Systemlord Gadreel gegenüber.
Hintergrundinformationen
- Diese Geschichte wurde benannt nach dem Lied "Into The Mystic" von Van Morrison.
Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 08.02.2010.
