Bewerbung: Die Nebelgestalt

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Diese Bewerbung wurde von Basti für die Spielerin Rebekka geführt. Die Erzählung spielt Ende Juli im Jahr 2006 auf einem unbewohnten Planeten namens Evocatio. Diese längst tote Welt beherbergt einen Tempel, in dessen Inneren man den schlimmsten aller Teufel, den Teufel persönlich (Seker/Sokar) anrufen können soll. Der freie Goa'uld Khonsu, welcher sich lange auf Wanderschaft befand, nutzte den Ort, um Kontakt zu Seker zu suchen und sich dem mächtigen Herrscher anzuschließen.


Inhaltsverzeichnis

Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

Khonsu, welcher Heru'ur bis zu dessen Untergang durch Apophis gedient hatte, suchte nach langer Reise durch die Galaxis wieder einen Platz bei einem mächtigen Systemlord und einen Platz in der Hierarchie der Goa'uld.
Zu diesem Zweck besuchte er die tote Welt Evocatio, von der aus man nach einer alten Goa'uld Legende den mächtigsten aller Teufel anrufen können solle. Khonsu ging in den dort noch stehenden Tempel und versuchte sein Glück. Tatsächlich wurde der Ruf des Goa'uld durch ein großes Hologramm einer düsteren Nebelgestalt beantwortet, welche sich die Geschichte des Besuchers anhörte. Das Hologramm verschwand schließlich und der mächtige Goa'uld Seker trat persönlich im Tempel zu Khonsu, um diesem die Chance zu geben, ihm zu dienen.


Prolog

Der Wirt von Khonsu wurde auf der Welt Meridan geboren. Dieser hieß Dray und lebte mit seinen Eltern auf diesem Planeten. Seine Eltern lehrten ihm viele Dinge wie zum Beispiel den Nah- und Waffenkampf. Er lebte bis zu seinem 19. Lebensjahr bei ihnen, bis er sich entschloss, seinem Herren Heru'ur als Krieger zu dienen. Dies war in der damaligen Zeit eine große Herausforderung. Dray wurde bei Systemlord Heru'ur weitergebildet und bald ein großer und starker Menschen-Krieger. Er gewann viele Schlachten für seinen Herren. Nach vielen Jahren wurde ihm ein Goa'uld namens Khonsu eingepflanzt.

Dieser junge Goa'uld konnte schnell von dem Wissen seines Wirts lernen und wurde daraufhin bald bei Heru'ur Leibgardist. Er beschützte den Sohn des Sonnengottes mit seinem Leben. Khonsu hatte für ihn auch Schlachten angeführt und gewann die geschlagenen Begegnungen alle für seinen Herren. Heru'ur sah in ihm einen großen Krieger und stellte Khonsu als Lord unter ihn. Er blieb bei ihm noch viele Jahre, bis Heru'ur von den Truppen des Apophis besiegt wurde. Er entkam mit einige Jaffas von Heru'urs Herrschaftsplaneten und brachte die restlichen Familien der Jaffas zu den Welten wo sie ursprünglich herkamen und überließ sie ihrem Schicksal. Khonsu selbst wanderte nun alleine durch das All zwischen den Welten.

Er bekam bei vielen kleineren wohlhabenden Familien einer freien Welt Unterschlupf und genoss bei ihnen auch nochmals spezielle Nahkampfausbildungen, die sehr hilfreich für ihn waren und immer blieben. Seit dem Tode von Heru'ur diente Khonsu keinem Gott mehr. Aber sein Herz war wild und wollte wieder im Dienst eines Herrn stehen, der mächtiger war als alle anderen.

Deswegen begab er sich auf den Weg, um einen zu suchen, dem er loyal dienen konnte.


Die Nebelgestalt

Khonsu trat in die große Halle und schaute sich um. Nun war es soweit, er konnte endlich wieder einem Systemlord dienen. Er stellte sich dort hin, wo man ihn wohl am besten sehen konnten und sprach mit lauter, aber dennoch klarer Stimme in den Saal hinein: "Ich bin der Goa'uld Khonsu. Ich möchte mich dem Systemlord dieses Tempels anschließen."

Khonsu schaute sich wieder um und wartete ab. Von den toten, grauen Wänden hallte die Stimme des Goa'uld wieder, bis sie zu einem leisen Flüstern verkam und dann erstarb. Spinnweben und Staub schienen seine einzigen Zuhörer zu sein. Die Schrift, die ihm an der Wand des Ganges, den er hierher genommen hatte, verhieß, dass er in diesem Teil des Tempels Kontakt zu einem der mächtigsten Götter aufnehmen könnte, schien ihn betrogen zu haben.

Doch dann wurde es in der Mitte der Halle dunkel, Nebel schien aus dem Nichts zu kommen, schwarz wie das Weltall. Aus den Schwaden bildete sich die drei Meter große Projektion eines Schattens, die Silhouette eines Mannes. Khonsu wirkte wie ein Zwerg, als er so vor dem Hologramm stand und selbiges beugte leicht das wabernde Haupt nach unten - in dem Nebelgesicht erkannte man keine Züge, kein Lächeln, keinen Mund, nur dort, wo die Augen sein sollten, leuchteten kurz zwei rote Feuer auf.

Die Nebengestalt begann zu sprechen - und ihre tief bedrohliche Stimme wurde von den steinernen Wänden der Halle zurückgeworfen, den ganzen Tempel zum Zittern bringend. "...du suchtest und hast gefunden. Doch Teil an der Macht eines Systemlords wollten schon viele haben... erzähl mir deine Geschichte... warum hast du keinen Herrn? Warum willst du mir, einem Unbekannten, die Treue schwören? Was macht dich wertvoll für mich? Hast du eine Armee hinter dir? Schiffe? Oder bist du bereit, mit meinen Männern neue Welten zu erobern - für deinen Gebieter... mordend und brandschatzend?"

Khonsu schaute ohne einen Ausdruck in seinem Gesicht das Hologramm an. Es war schon sehr erstaunlich, doch kannte Khonsu dies auch von anderen Systemlords. Er neigte seinen Kopf etwas zur Seite, verschränkte die Arme und schaute sich noch mal um. Das Hologramm hatte zu ihm gesprochen und Khonsu aufmerksam zu gehört. In der Halle war es so dunkel geworden, dass Khonsu beinahe in der Dunkelheit verschwand, da er einen langen schwarzen Mantel trug und dieser ziemlich gut eins mit der Umgebung wurde. Er schaute wieder nach oben und sprach mit lauter Stimme:

"Nun, Ihr sollt meine Geschichte erfahren. Mein Wirt wurde auf dem Planeten Meridan geboren. Er heißt Dray und lebte mit seinen Eltern auf diesem Planeten, die ihn viele Dinge lehrten, wie zum Beispiel den Nahkampf und Waffenkampf. Er lebte dort bis zu seinem 19. Lebensjahr bei ihnen, bis er sich entschloss seinem Herren Heru'ur als Krieger zu dienen. Dies war in der damaligen Zeit eine große Herausforderung. Er wurde bei Systemlord Heru'ur weitergebildet und wurde bald ein großer und starker Kämpfer. Er gewann viele Schlachten für seinen Gebieter. Nach einigen Jahren wurde ihm ein Goa'uld namens Khonsu eingepflanzt. Wie man unschwer erraten kann, bin ich dieser Goa'uld, der nun vor Euch spricht.

Ich konnte schnell lernen und wurde draufhin bald bei Heru'ur Leibgardist. Ich beschützte Heru'ur mit meinen Leben. Ich habe für ihn auch Schlachten geschlagen und gewann alles für meinen Herren. Heru'ur sah in mir einen großen Krieger und stellte mich als Lord unter ihn. Ich blieb bei ihm noch viele Jahre, bis Heru'ur von Truppen des Apophis besiegt wurde. Ich entkam mit einige Jaffa von seinem Planeten und brachte die restlichen Familien der Jaffa zu den Planeten, wo sie herkamen und überließ sie dort ihrem Schicksal. Ich wanderte nun alleine durch die Welten.

Ich bekam bei vielen kleineren, wohlhabenden Familien Unterschlupf und genoss bei ihnen auch noch Ausbildungen in speziellen Nahkampftechniken, die sehr hilfreich waren und sind. Seit dem Tode von Heru'ur, habe ich keinem Gott mehr gedient. Aber mein Herz ist wild und möchte wieder unter den Diensten eines Gebieters stehen, der mächtiger ist als alle anderen. Deswegen habe ich mich auf den Weg hierher gemacht, um nun in den Diensten eines Herren zu treten. Ich hörte, von dieser Welt aus kann man Kontakt mit einem der stärksten unserer Art aufnehmen."

Khonsu schaute sich das Hologramm an. Er bewegte sich kein Stück. Er fand es interessant. Schade nur, dass er die Gestalt nicht in echt sah. Innerlich grinste er zufrieden. "Nun leider habe ich keine Armee, die hinter mir steht, denn die meisten dieser Krieger sind im Kampf gestorben. Die wenigen die überlebt haben, habe ich wie gesagt auf andere Planeten gebracht. Sie werden wohl da einfach vor sich hin vegetieren. Aber es wäre kein Problem, sie wieder unter meinen Dienst zu stellen."

Kein Laut war zu hören. Nichts. Khonsu blieb ruhig. Er hatte so etwas noch nie machen müssen: Noch nie musste er sich einem anderen gegenüber so rechtfertigen und sich anbieten. Nun, dies war das erste Mal und er würde es schaffen. "Ich ziehe gerne in den Kampf. Ich habe viele Schlachten geführt und gewonnen. Ich fing klein an, damals als Leibgardist...und stieg hoch auf - bis zum Lord. Wenn Ihr wollt und mich erst testen möchtet, so tut dies. Ich wünsche nur eins...Kämpfen zu können, um den Gebieter dem ich diene den verdienten Sieg zu bringen."

Nun sah man, dass Khonsu etwas Regung zeigte. Er ballte die Fäuste zusammen und schaute das Hologramm mit festen Blicken an. Einige Sekunden, die wie Minuten dahin strichen, war kein Laut zu hören - es schien fast, als sei es eine stille Ablehnung. Als der schwarze Nebel dann begann langsam abzusinken, sich zuerst Kopf und Gesicht auflösten, Schultern, Oberkörper, Unterleib, Beine - alles sammelte sich in einer kleinen Wolke am Boden - wirkte das Gespräch wie beendet. Scheinbar wurde die Wolke in die Ritzen zwischen den Fugen der großen Steinquader gesogen, die Boden, Wand und Decke bildeten. Khonsu war wahrscheinlich leicht überrascht über solch eine Absage, sein Gesprächspartner war einfach verschwunden.

"...Diener des schrecklichen Heru'ur also", das Klatschen der Person wurde durch die Wände der Halle wiedergegeben in dutzendfacher Ausführung. Es kam langsam auf Khonsu zu - hinter ihm, von dem Gang, der ihn zu dieser Halle geführt hatte. Die Gestalt war in eine dunkelrote Robe gekleidet, die Kapuze verdeckte den Blick auf das Gesicht vollständig. Neben der Gestalt standen zwei große Wesen mit Fackeln in der Hand. Ihr Äußeres ließ an Unas erinnern, doch sie waren größer und stärker gebaut - dämonischer und viel schrecklicher. "...so lernen wir uns persönlich kennen... Khonsu... ehemaliger Lord von Heru'ur.... nun..." Mit einer langsamen Bewegung streifte die Gestalt die Kapuze nach hinten und zeigte dem Goa'uld ihr strahlend grausames Lächeln. "...Lord von Del'Mak - Diener des allmächtigen Seker..."



Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 25.01.2009.

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