Bewerbung: Dark Shadow
Aus Stargate Rollenspiel - Wiki
Diese Geschichte fand Anfang August des Jahres 2006 auf Delmak statt (tatsächlich fand die Geschichte im Juli 2006 statt). Basti führte die Bewerbung von Marco. Nachdem der Ashrak Drakus Le Sang einigen Goa'uld und Systemlords gedient hatte, diese oftmals aber auch eigenhändig tötete, als sie schwach wurden, suchte er nach dem Verlust seines letzten Gebieters einen neuen, wahrhaft mächtigen Fürsten und fand diesen in Seker.
Aufgetretene Personen
- Drakus Le Sang - Spieler Marco
- Seker - Spieler Basti
Zusammenfassung
Der Goa'uld-Attentäter Drakus Le Sang hatte seinen letzten Herren eigenhändig getötet, nachdem dieser Goa'uld schwach geworden war und wichtige Schlachten verlor. Der Ashrak tat dies, wie schon bei anderen Gebietern zuvor, die zuerst seine Hoffnungen nach mächtigen Herrschern geweckt und dann schließlich durch Fehler seine Erwartungen enttäuscht hatten.
Drakus drang mit einem kleinen Schiff in das Delmak-Sonnensystem ein, schließlich war Delmak eine der bedeutendsten Goa'uld Welten, sein Geburtsort und wer immer den Planeten hielt, einer der mächtigsten Anführer überhaupt. Er war von Uni'Tas gefangen genommen und Seker vorgeführt worden. Der Satan, der Ruf des Ashrak eilte ihm voraus und Drakus selbst hielt eine ansprechende Rede, gestattete dem Attentäter die Chance, sich zumindest zu beweisen, um in die Dienste des Teufels zu treten.
Dark Shadow
Ein dunkler und finsterer Schleier lag über seiner Vergangenheit. Man wusste, dass er auf Delmak geboren wurde und seine Fähigkeiten nach seiner Ausreifung, sowie dem Erhalten eines Wirts, trainierte. Durch seine Kaltblütigkeit und seine selbst aufgelegten Ideale stand er bald in den Diensten eines Lords, dessen Reich am äußersten Rand der Gebiete der Goa'uld lag. Er diente ihm drei Jahre in Treue, doch dann begann der Lord Fehler zumachen und Teile seines Reiches zu verlieren, worauf Drakus den Lord im Auftrag seines Feindes, in dessen Dienste er sich dann gestellt hatte, hinrichtete.
Der Feind übernahm das Reich des nun toten Lords und war zufrieden mit seinem neuen Diener. Doch auch er begann zu viele Fehler zumachen, er unterschätze seine beiden Feinde, mit denen er einen Konflikt begonnen hatte und wurde vor ihren Augen, auf seinem eignen Thron sitzend, von den Klingen des Drakus nieder gestreckt. Sein Ruf formte sich von Tat zu Tat. Seine Treue zu haben bedeutete, dass man machtvoll und stark war. Für seinen jeweiligen Gebieter führte er Aufträge aus, die meist nur ein Ziel hatten: Den Tod von Feinden oder Verrätern. Die letzten Jahrtausende diente er einem Systemlord, der wahrlich Macht und Stärke hatte, doch als dieser von anderen Systemlords in einer gewaltigen Schlacht geschlagen wurde, floh er mit einem Al'kesh. Enttäuscht von seinem Gebieter, der feige geflohen war, trat Drakus aus dem Schatten heraus und hauchte zu seinem ehemaligen Herr nur Hassac ins Ohr, bevor er ihm seine Klingen in den Körper jagte.
Nun suchte er wieder einen neuen Gebieter, der machtvoll und stark war. Einen, bei dem er sagen konnte, dass er es wahrlich wert war, ihm zu dienen. Mit diesem Ziel war er in das Gebiet eines alten Goa'uld eingedrungen, woraufhin er gefangen genommen worden war.
Im schwarzen Palast
Seker erhob sich gemächlich von seinem Thron. Sein falsches Lächeln war kalt und unbarmherzig. Vier Rote Gardisten, die größten und stärksten Uni'Tas Wirte, hatten Stabwaffen auf den "Gast" gerichtet oder die Hände auf dem Griff ihrer Schwerter. Wer auch immer im Thronsaal einen Kampf anzetteln sollte, es würden ihn nur fünf lebend verlassen - einer davon war ein Gott, und die anderen vier hatten grünes Blut.
"...du willst dich mir also anschließen?", fragte Seker und seine Augen leuchteten rot auf. "...ich habe viele Krieger in meinen Diensten... die mächtigsten und klügsten, wie du vielleicht unschwer erkennen kannst. Jeder von ihnen kann besser kämpfen als die besten Krieger meiner Feinde - jeder von ihnen wird mit einer Schlachten-Erfahrung geboren, mit der kaum ein Goa'uld aufwarten kann..." Seker umrundete den Goa'uld und musterte ihn.
"...die besten Söldner jagen für mich... die berüchtigsten Mörder töten für mich... du bist ein Verräter... eine Schlange... du hast mehr Systemlords auf dem Gewissen, als so manch einer dieser degenerierten Schwächlinge in Hadara..." Seker stellte sich vor ihm auf, sein Grinsen wurde tödlich und man sah in seinen Augen förmlich den Drang, sich am Schmerz eines anderen Wesens zu ergötzen. Die Hand mit der Handspange hob sich langsam, jedoch nicht um seinen Schild zu aktivieren, der war während des ganzen Gesprächs bereits eingeschaltet gewesen. Wieder leuchteten seine Augen bedrohlich auf und die Spange begann sich glühend zu laden. "...Knie nieder vor deinem Gott... und nenne mir einen guten Grund, dich in meine Dienste zu nehmen... anstatt dich sofort durch den Tod daraus zu entlassen..."
In all den Jahrtausende hatte Drakus viele Thronsäle in Palästen gesehen, aber wahrlich, dieser strahlte all das aus, was er suchte: Macht und Stärke. Die Anspannung in der Luft schien ihm zum greifen nah, als der mächtige Gebieter auf ihn zu geschritten war. Ohne sich zu bewegen hatte er den Worten des Gottes gelauscht, in dessen Hallen er stand. Auf den Befehl hin vor ihm zu knien, trat Drakus zurück, bewegte seine Robe nach hinten und verneigte sich vor dem Gott, indem er sich auf ein Knie begab, seinen Kopf senkte und sich mit der Faust auf dem Boden abstütze. Sein Augen glühten in den Sehschlitzen des Maskenhelms auf. Dann begann er zu sprechen und man hörte keinerlei Gefühl in der Stimme: "Mein erhabener Gebieter, Ihr selbst habt die Gründe genannt: Nur die Besten stehen in Euren Diensten und durch meine Taten habe ich mehr als einmal bewiesen, dass ich der Beste bin, in dem was ich tue. Ihr seit mächtig und stark, sowie gefürchtet und damit das einzige Wesen, für welches es mehr als nur wert ist zu dienen. Mit meinem Blut, meinen Fähigkeiten und meinem ganzen Sein. Doch sollten meine Worte Euch nicht überzeugen, erhabener Gebieter, so stellt mich auf die Probe, indem Ihr mich gegen eine eurer besten Ashrak antreten lasst. Sollte ich wirklich unterliegen, könnt ihr Euch an meinen Tod erfreuen. Ihr habt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen, erhabener Gebieter." Wartend auf die Reaktion und Antwort des mächtigen Gottes, verharrte der Ashrak in seiner Position.
"...was wäre das für eine beispiellose Verschwendung", entgegnete ihm Seker arrogant lachend. "...lieber schicke ich dich gegen einen Feind, in der Hoffnung, dass du auch im Falle des Versagens lebendig zurückkehrst und dich Dua'Netu erwartet, bis du dir selbst dein fauliges Fleisch vom Körper reißt..."
Der Satan zog langsam seine Hand zurück und ging wieder zu seinem Thron. Er setzte sich, schob seine Kapuze wieder über den Kopf und würdigte den Ashrak keines weiteren Blickes. Er sah zu der Flamme einer Kerze, die neben seinem Platz stand und sprach: "...du wirst fortan ein Kind Delmaks sein... du wirst deine Befehle von mir, meinen Lords, Vasallen oder Uni'Tas entgegen nehmen... als Diener meines Reiches sei dir gesagt - ich dulde keinen Verrat und mehr als ein Attentat auf mich endete mit einem toten Ashrak und seinem toten Auftraggeber! Ich werde dein erster wahrer und dein letzter Gebieter sein. Meine Rache wäre schlimmer als der Tod..." Wieder ohne ihn anzublicken, streckte er seinen Arm aus und zeigte auf die Tore des Thronsaals. "..Rin'tel'noc! Ris'vi he'u! (Geh weg! Schließ die Tore!)", befahl der Gott der Unterwelt. "...ich werde dir eine Behausung auf Delmak geben lassen... und dir zu gegebener Zeit wieder die Ehre einer Audienz gestatten, um dir mitzuteilen, wie du dich beweisen sollst..."
Wahrlich, endlich hatte Drakus einen Gebieter gefunden, der es würdig war, seine Dienste zu erhalten. Immer noch in derselben, knienden Haltung hatte er den seine Gottes gelauscht und nun glühten die Augen des Assassinen auf. Er würde nicht versagen, egal welchen Auftrag er von seinem Herrn bekommen würde. "Mein Blut und mein Treue sind Euer, mein Gebieter und ich werde den Befehlen Folge leisten", sprach Darkus, erhob sich und dachte den Satz zu Ende... 'so lange ihr so stark bleibt, wie ihr seit.'
Die Drohung, dass, wenn er ihn verraten würde, es um ihn dann schlecht bestellt wäre, hatte er auch von den anderen Systemlords einst gehört, bevor sie durch seine Klingen dahin gingen. Aber etwas in ihm sagte ihm deutlich, das er endlich den Einen gefunden hatte, dem er bis zum Tode dienen würde. "Ich werde auf Eure Befehle oder Euren Ruf waren, mein Herr", sprach er zu seinem Gott.
Wie sein Gebieter es befohlen hatte, verließ er dann den Thronsaal und schloss die Tore hinter sich. Vor dem Tor blieb er stehen und hob seine Arme, so dass plötzlich die Klingen aus den Armschienen schossen. Wenn er ihn hatte töten wollen, dann hätte er es zwar auf Kosten seines Lebens getan, aber geschafft hätte er es, so dachte er. So nah wie Seker ihm gegenüber gestanden hatte.
Artikel erstellt von Basti. Überprüft von Sigi am 26.01.2009.
