Bewerbung: Casino Royale

Aus Stargate Rollenspiel - Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Diese Erzählung spielt Anfang Mai im Jahr 2009 im Stargate Center auf der Erde (tatsächlich fand die Bewerbung im Juli 2009 statt). Bei der Bewerbung betreute Basti den Spieler Finn Simmons. Die Geschichte erzählt von einem Pokerabend zwischen vier Soldaten des Stargate Centers, die eigentlich vorhatten an der Oberfläche etwas Football zu spielen, jedoch Pech mit dem Wetter hatten.


Inhaltsverzeichnis

Aufgetretene Personen


Zusammenfassung

Der ehemalige US. Army Soldat Finn Simmons, der zwischendurch geheime Operationen für die CIA übernommen hatte und dann zur Air Force ging, um dort eine Pilotenausbildung zu machen, wurde schließlich vom Stargate Center rekrutiert. An einem Abend im Mai 2009 wollten er, Captain Timothy Sommerville, Sergeant Serj Tankian und Sergeant Zacharias Galligan an der Oberfläche mit ein paar anderen Soldaten etwas Football spielen, doch ein Gewitter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Deswegen trafen sich die vier bei Bier und Chips zu einem Pokerabend, der am erfolgreichsten für Galligan ausging.


Prolog

Finn Simmons wuchs, nachdem er in Chicago geboren worden war, die ersten drei Jahre seines Lebens in Frankreich auf. Sein Vater war dort in der amerikanischen Botschaft in Paris stationiert. Seine Mutter war eine Verbindungsfrau der französischen Regierung. So hatten sich die beiden kennengelernt.
Mit drei Jahren zog seine Familie nach Amerika. Dort wuchs er in Minneapolis auf. Nach der Geburt seiner Geschwister hatte er als "Mann im Haus" - sein Vater war oft beruflich unterwegs - bereits früh Verantwortung zu tragen. Neben der Schule band ihn dies stark ein. So konnte er sich aus Zeitmangel kaum Hobbys leisten. Lediglich für den Schützenverein fand er noch die Zeit.
Das führte dazu, dass Finn so schnell wie möglich von zu Hause fort wollte. Auf welchem Weg und wohin er genau wollte, war ihm jedoch damals noch nicht klar.
Durch die Verantwortung geistig bereits sehr reif, versuchte er sich alle Möglichkeiten offen zu halten und schaffte einen sehr guten Schulabschluss.
Nach einem frühen Abschluss der High School mit nur 18 Jahren, entschied er sich der Familientradition seines Vaters folgend in die Army einzutreten. Gegen den Wunsch seiner Mutter, aber mit dem Segen seines Vaters, verpflichtete er sich für vier Jahre. Die Zeit bei der Army war für ihn die wichtigste Zeit seines Lebens. Endlich "frei" lernte er hier die wahre Bedeutung von Engagement, Teamgeist und Treue. In der Army bekam er erste Arabischkenntnisse beigebracht, da er sich als zweisprachig Aufgewachsener für das Erlernen von Fremdsprachen eignete und Dolmetscher für Arabisch gerade benötigt wurden.
Bereits in der Army wurde sein kämpferisches und taktisches Geschick erkannt. Nur die Tatsache, dass er scheinbar kein Führungspotential besaß, hinderte ihn daran in der Hierarchie des Militärs schnell aufzusteigen.
Nach seiner Entlassung aus der Army, vier Jahre später, wurde er aufgrund seines Potentials auch auf dem Sektor "Präzision mit Schusswaffen" von der CIA kontaktiert und trat schließlich der SAD bei, der Special Activities Division der Central Intelligence Agency. Die Wahl fiel auch auf ihn, da er durch seine Sprachkenntnisse und seine hohe Intelligenz im Vergleich mit dem durchschnittlichen Jarhead diesen durchaus überstach.
Im Zuge späterer Einsätze bereiste er Länder südlich und östlich des Mittelmeers, erfüllte diverse Aufträge und infiltrierte verschiedenste Einrichtungen. Die gesamte Zeit beim SAD wurde in seiner Akte als "Beratertätigkeit für die Regierung der Vereinigten Staaten" geführt. Sämtliche Einsätze aus seiner SAD-Zeit fanden offiziell "nie statt".
Nach der Zeit beim SAD - nach einem Zwischenfall mit einem Vorgesetzten musste er seine Kündigung einreichen - trat er in die Air Force ein. Dank seiner Zeit bei der Army und einer sehr guten Schulbildung schaffte er es in das Pilotenprogramm der Air Force. Nach seiner Ausbildung zum Piloten nahm er ein Jahr lang an einer Spezialausbildung teil. Diese sollte ihn auf Einsätze in diversen Klimas und unbekanntem Terrain vorbereiten. Seine Übertragung zum Stargate Center war damals bereits vorgeschlagen und Finn Simmons schließlich zum geheimsten Programm der USA versetzt.


Casino Royale

Vier Mann saßen in einem kargen Quartier an einem Tisch. Sie hatten Bier, Erdnüsse oder Chips - essbare und farbige als Währungsform. Es war das Frühjahr 2009 und eigentlich hatten sie vorgehabt an diesem freien Abend an der Oberfläche einen Football mit ein paar anderen etwas hin und her wandern zu lassen, doch starker Regen, ein wahres Gewitter, hatte ihnen dies vermiest. Die Vier hatten sich schließlich ersatzweise zu einem Pokerabend getroffen.
So wie bei jeder Ersatzveranstaltung war auch bei dieser das typische Gefühl der Unzufriedenheit gegeben, die dem Wissen folgte, dass man eigentlich etwas anderes hatte tun wollen. First Lieutenant Finn Simmons hatte eigentlich mal an die frische Luft und ans Tageslicht gewollt. Jetzt saßen sie hier bei künstlicher Beleuchtung und maschinell umgewälzter Luft und spielten Poker. Zusammen mit dreien seiner Kollegen saß er um einen Tisch. Rechts von ihm saß Captain Timothy Sommerville. Der Captain war gerade dabei seinen Einsatz zu machen. Captain Sommerville nahm zwei Chips und erhöhte um zwei Dollar. Er sah auf seine Karten. Zwei Paare, rot-schwarz, gleichmäßig verteilt. Zwei Königinnen auf der Hand, zwei Fünfen in der Mitte. Nicht optimal, aber er wollte mitgehen.
Timothy blickte zu dem Mann links von ihm. Lieutenant Simmons war an der Reihe ebenfalls zu erhöhen oder auszusteigen. Finn versuchte seinerseits vorsichtig einen Blick auf Sommervilles Gesicht zu erhaschen, um daraus etwas auf seine Karten zu schließen, musste sich aber schnell wieder auf seine eigenen Karten konzentrieren, als der Captain zu ihm sah und ihn ansprach.

"Nun Lieutenant, wie sieht es mit Ihnen aus?", fragte Sommerville und tippte lächelnd auf den Rücken der zwei verdeckt vor ihm liegenden Karten.
Sommervilles Frage war gut. Was sollte Finn machen? Sollte er bei seinem Paar schwarzer Buben mitgehen oder aussteigen? Die Überlegung war nicht einfach. Glücklicherweise hatte er ein halbwegs vernünftiges Pokerface drauf.
"Naja Captain, momentan sieht es so aus...", ließ er seinen Satz unvollendet und schob genau so viele Chips in die Mitte des Tisches wie der Captain. "...ich gehe mit", beendete er den bereits angefangenen Satz. Hoffentlich kauften seine Gegner ihm den Bluff ab. Leider kannten sie ihn gut genug, um den Unterschied bemerken zu können. Leicht nervös und bemüht genau dies nicht zu zeigen, sah er nach links und wartete auf den Einsatz des nächsten an der Reihe.
Sergeant Zacharias Galligan von SG-21 kratzte sich am Kopf. Der Schädel von Zack war bis auf ein paar Stoppeln förmlich kahl. Es wirkte wie ein cooler, maskuliner Look und durch den durchtrainierten Körper hatte er Ähnlichkeiten mit dem Schauspieler Mark Sinclair Vincent, eher auch als Vin Diesel bekannt, doch in Wirklichkeit hatte das rein pragmatische Gründe: Die Männer seiner Familie litten seit je her an sehr dünnem Haar und eine Lichtung der Kopfbedeckung begann bereits in jungen Jahren.
Während Zack mit den Anderen gleich zog und um weitere zwei Dollar erhöhte, schüttelte Sergeant Serj Tankian sein Haupt. Das Mitglied von SG-18 hatte schlechte Karten und wollte keine weiteren Chips verschwenden. Es war allgemein nicht sein Tag... Serj war als Dealer wieder an der Reihe auszuteilen. Er legte eine Karte verdeckt vom Stapel zur Seite und eine weitere in die Mitte. Es war ein Kreuz König.

Zwei Königinnen; die Damen lächelten Sommerville freundlich an. Zwei schwarze Fünfen in der Mitte und eine Herz Neun, mit der er nichts anfangen konnte. Der König passte gut zu seinen beiden Damen, rein optisch und von der Symbolik her... er brachte dem Captain jedoch gar nichts für das Blatt, das er auf der Hand hatte. Trotzdem, es gab noch eine weitere Karte und Timothy war bereit, auf eine Dame zu hoffen oder zu bluffen, je nachdem was notwendig werden würde.
"Check", sagte Sommerville und wartete ab.
Wie sagte man so schön, an manchen Tagen sollte man einfach im Bett bleiben und die Decke über den Kopf ziehen. Dadurch, dass er heute Morgen und heute Mittag Dienst gehabt hatte, war das natürlich unmöglich gewesen. Aber irgendwie hätte Finn genau das gerne gemacht. Manchmal brauchte der Mensch einfach seine Ruhe. Bei dem Wetter, das draußen herrschte, war es noch eher so. Auch wenn man es hier drinnen nicht mitbekam, die Tatsache, dass es regnete, schlug sich auf Finns Gemüt nieder. Besonders wenn es dann auch noch im Spiel so schlecht lief. Hätte nicht noch ein Ass kommen können? Oder eine Zehn? Das hätte ihm etwas gebracht, aber das was so auf dem Tisch lag, brachte ihm nichts. Leicht genervt seufzend ließ er seine Karten mit dem Rücken nach oben auf den Tisch und schob sie in die Mitte.

"Ich bin raus."
Die Karten lohnten sich nicht um mit ihnen weiter zu spielen. Dafür war ihm der Einsatz zu schade. Also schob er sich ein Paar Erdnüsse und Chips in den Mund und spülte sie mit einem Schluck Bier runter. Bier auf der Stube. Wenn sein Vater von so etwas hörte, würde er ihm stundenlang Predigten über die Moral der Truppe und Finns Verantwortung als Offizier halten. Innerlich musste er bei dem Gedanken grinsen. Äußerlich verzog sich der Strich den seine Lippen bildeten nicht ein bisschen. Er hoffte nur, dass er nicht auch mal so ein Vater würde. Wenn er denn irgendwann mal die Zeit fand eine Familie zu gründen. Bisher hatte er in seinem Leben nicht die Zeit für so etwas gehabt.
Sich wieder ins hier und jetzt zurückholend, fuhr er sich mit der Hand einmal durch das Gesicht und sah dann gähnend und sich die Hand vor den Mund haltend zu Zack.

"Na Sarge, wie sieht's aus?"
Zack schüttelte auf die Frage des Lieutenants nur einmal schwach den Kopf und sah etwas unentschlossen drein. In Wirklichkeit lächelte er jedoch innerlich. Im Grunde war er, wie die meisten am Tisch, nur gelegentlicher Spieler und weit von einem Profi entfernt. Er hatte bisher nichts Besonderes in der Hand gehabt, aber gehofft, es würde noch etwas aufkommen. Er dachte an die Steuererklärung, die er noch machen musste, an die Zehn, und an seinen König auf der Hand. Der Sergeant erhöhte....

Am Schluss endete es mit einem leicht enttäuschten Captain, der sich zurück in seinen Stuhl lehnte. Sommerville hatte sich tatsächlich gedacht, er könnte sich einen Weg durchbluffen oder einfach mal die besseren Karten haben, aber Galligan hatte ihn schließlich hochgeboten und dann abgezogen. Nicht, dass sie hier um viel Geld spielten, zumindest Timothy war nicht reich genug sich zu verzocken und davon abgesehen waren Glücksspielleidenschaften neben Drogensucht und Alkoholabhängigkeit im US. Militär, sofern sie ans Tageslicht kämen, Karrierekiller wie Homosexualität oder eine Zentrierte für einen höheren Offizier. Das eine war notwendig, das andere diskriminierend, letzteres einfach nur dämlich. Nichts davon betraf Sommerville und er spielte eigentlich auch viel zu laienhaft, um irgendwann größere Beträge einzusetzen.
Schlussendlich griff er nach den Erdnüssen, nahm einen Bissen und nickte Zack lächelnd zu - er war verdient von ihm abgezogen worden und alles in allem war es doch eigentlich kein schlechter Abend an sich.


Hintergrundinformationen


Artikel erstellt von Basti. Kontrolliert von TheNarims am 19.04.2010.

Persönliche Werkzeuge